As Far As The Eye ist eine strategische Indie-Simulation, in der Spieler als Wind den Weg einer nomadischen Gruppe namens „The Pupils" durch eine prozedural generierte Welt lenken. Ziel ist es, die Siedler zum Zentrum der Welt - dem „Eye" - zu führen und dabei immer wieder steigenden Fluten zu entkommen, die jede Zwischenstation früher oder später überfluten.
Gameplay
Das Spiel läuft rundenbasiert: An jeder Raststelle verteilt man Ressourcen, errichtet Gebäude und deckt die Bedürfnisse der Bevölkerung. Der Wind treibt die Gruppe voran und liefert zusätzliche Böen, die den Fortschritt beschleunigen. Landwirtschaft, Handwerk und Forschung in Wissenschaft oder Mystik machen die Pupils mit jeder Station klüger und widerstandsfähiger.
Dank prozeduraler Welten verläuft jede Reise anders. Spieler planen Routen, suchen nach Rohstoffen oder Schätzen und reagieren auf zufällige Ereignisse. Hunger und plötzliche Überschwemmungen sind ständige Bedrohungen, die eine sorgfältige Verwaltung von Nahrung, Unterkünften und Gesundheit erfordern. Ein Berufesystem weist den Pupils Aufgaben zu, während Gebäude-Upgrades und das „Tribe's Knowledge"-System langfristig die Überlebenschancen verbessern.
Am heiligen Stätten können Spieler Opfergaben darbringen oder sie plündern - jede Entscheidung hat Folgen für spätere Begegnungen. Verbündete lassen sich anwerben oder verhandeln. Da es kein Kampf gibt, liegt der Fokus ganz auf friedlicher Überlebensstrategie unter schwierigen Bedingungen.
Spielmodi
Im Kampagnen-Modus führt eine Abfolge von Kapiteln spielerisch durch die wichtigsten Systeme und erzählt zugleich die Bräuche und Legenden der Pupils.
Im Custom-Modus lassen sich Parameter wie Spieldauer, Raststellengröße und Ressourcenertrag frei anpassen. Vordefinierte Szenarien bieten sofort spielbare Konfigurationen. Das roguelike Stammessystem ermöglicht mehrere Durchläufe: Wer das Eye mit mehr Pupils erreicht, schaltet neue Stämme, Regionen und Story-Elemente frei.
Modifikatoren erlauben zusätzliche Anpassungen von Schwierigkeit und Tempo, ohne die grundlegende Schleife aus Ernten, Bauen, Vorratshaltung und rechtzeitigem Aufbruch zu verändern.
Kernmechaniken und Fortschritt
An jeder Raststelle gilt es, begrenzte Zeit und Platz optimal zu nutzen. Rohstoffe werden gesammelt, Produktions- und Lagergebäude errichtet und der Abmarsch vorbereitet. Durch Berufe und Forschungsbäume entwickeln sich die Pupils weiter und belohnen vorausschauende Planung über mehrere Stationen hinweg.
Zufallsereignisse fordern Anpassungsfähigkeit - von Umweltgefahren bis zu Chancen auf Wachstum. Die roguelike-Struktur sorgt dafür, dass keine zwei Reisen gleich verlaufen; prozedurale Karten und wechselnde Ereignisse halten das Spiel frisch.
- Ressourcenmanagement wägt unmittelbares Überleben gegen langfristigen Stammesfortschritt ab.
- Erkundung bringt Schätze ein, die Handwerk und Forschung unterstützen.
- Entscheidungen an heiligen Stätten beeinflussen Ressourcen und Moral der Gruppe.
Lohnt sich das Spiel?
As Far As The Eye bietet ein fokussiertes Singleplayer-Erlebnis mit rundenbasiertem Ressourcenmanagement und prozeduraler Überlebensstrategie. Auf Steam wird das Spiel von über 1.600 Nutzern mit „Größtenteils positiv" (73 %) bewertet. Es spricht vor allem Spieler an, die planungsintensive Strategiesimulationen mit hohem Wiederspielwert schätzen.
Wer Action oder Kampf sucht, wird hier kaum fündig - das Design setzt ganz auf friedliche Führung und Umweltgefahren. Die Kampagne führt leicht verständlich in die Mechaniken ein, während Custom-Modi längere oder individuell angepasste Sessions ermöglichen. Auch Jahre nach Release sind die Systeme unverändert und bieten Strategiefans ein anspruchsvolles, bedächtiges Erlebnis.