Calamity Angels: Special Delivery ist ein Einzelspieler-Lieferdienst-RPG von Compile Heart, das von Idea Factory für die Nintendo Switch veröffentlicht wird. Die Spieler übernehmen die Rolle eines Kuriers, der ein Team skurriler Boten anführt und Pakete durch gefährliche Regionen voller Monster und konkurrierender Liefercrews transportiert. Im Mittelpunkt stehen die Vorbereitung der Lieferungen, die Navigation auf einer brettspielartigen Karte sowie rundenbasierte Kämpfe, bei denen die Stimmung der Teammitglieder den Ausgang beeinflusst.
Gameplay
Am Schwarzen Brett nehmen Spieler Lieferaufträge an. Jedes Paket muss in ein rasterbasiertes Inventarsystem gepackt werden, bei dem die Gegenstände lückenlos platziert werden müssen. Anschließend wird ein Team aus drei Charakteren zusammengestellt, mit passender Ausrüstung und Werkzeugen ausgestattet und auf den Weg geschickt.
Die Fortbewegung erfolgt auf einer brettspielinspirierten Karte. Ein Rouletterad bestimmt die Schrittweite, während die Spieler an den Knotenpunkten die Richtung wählen. Je nach Feld treten Ereignisse wie Gegnerbegegnungen, Heilung, Statusveränderungen oder der Zugang zu verschlossenen Schätzen auf. Erfolgreiche Lieferungen bringen Belohnungen, die weitere Aufträge und die Weiterentwicklung des Teams ermöglichen.
Die Kämpfe laufen in klassischem Rundenformat mit drei aktiven Teammitgliedern ab. Jeder Charakter verfügt über Angriffe, Zauber, Fertigkeiten und starke Finish-Moves, die unter bestimmten Bedingungen ausgelöst werden. Elementare Stärken und Schwächen spielen eine strategische Rolle. Ein besonderes Stimmungssystem bestimmt das Verhalten: Passt die aktuelle Disposition nicht zum Befehl, ignorieren Charaktere Anweisungen und handeln eigenständig - mit teils überraschenden oder sogar wendenden Effekten. Zwischen den Kämpfen kann das Team auf der Karte ausgetauscht werden, um es optimal auf die nächsten Herausforderungen vorzubereiten.
Spielmodi
Das Spiel ist ausschließlich im Einzelspielermodus verfügbar. Der gesamte Fortschritt dreht sich um die Lieferdienst-Struktur: Aufträge annehmen, Inventar und Team verwalten, die Brettspielkarte durchqueren und Kämpfe bestreiten. Kooperative oder kompetitive Mehrspielermodi gibt es nicht. Die Einzelspieler-Kampagne setzt auf wiederholte Lieferungen durch unterschiedliche Gebiete, wobei jeder erfolgreiche Lauf durch Belohnungen und Charakterinteraktionen zum Gesamtfortschritt beiträgt.
Charaktere und Präsentation
Ein bunter Haufen skurriler Boten steht im Mittelpunkt des Spiels. Ihre ausgeprägten Persönlichkeiten prägen sowohl die Dialoge als auch die Unberechenbarkeit im Kampf und sorgen für humorvolle Momente, wenn Stimmungen eigenständiges Handeln auslösen. Das visuelle Design besticht durch farbenfrohe Charaktermodelle und detaillierte Gegner, die besonders im Handheld-Modus der Nintendo Switch zur Geltung kommen. Englische Sprachausgabe unterstreicht den leichten Ton und verleiht den Figuren in Gesprächen und Kämpfen Leben.
Lohnt sich das Spiel?
Die Spieler loben vor allem das unterhaltsame Kampfsystem, das durch Persönlichkeitsmanagement und zufällige Ereignisse stets spannend bleibt - auch wenn es gelegentlich repetitiv wirkt. Die Kombination aus Brettspiel-Navigation und leichten RPG-Elementen spricht alle an, die eine entspannte, humorvolle Variante klassischer Rollenspielmechaniken suchen. Einige Kritiken bemängeln, dass die Geschichte eher oberflächlich bleibt und ihr Potenzial nicht voll ausschöpft, während der Schwierigkeitsgrad ohne zusätzliche Herausforderungsoptionen niedrig ausfällt. Das Spiel eignet sich besonders für Fans skurriler Charakterinteraktionen, rasterbasierter Vorbereitungspuzzles und unvorhersehbarer Rundenkämpfe. Auf der Nintendo Switch läuft es flüssig im mobilen Einsatz und ist eine gute Wahl für Anhänger von Compile Heart und Idea Factory, die den einzigartigen Lieferdienst-Thema und die stimmungsabhängigen Kämpfe schätzen. Wer hingegen eine starke Handlung oder hohe Schwierigkeit sucht, könnte nach dem ersten Reiz schnell das Interesse verlieren.