Forensics: Crime Scene Detective ist eine Simulationserfahrung für die PS5, in der Spieler als Forensiker agieren - nicht als klassischer Ermittler oder Actionheld. Die Abläufe orientieren sich direkt an den realen Methoden des Landeskriminalamts Rheinland-Pfalz und legen den Schwerpunkt auf systematische Spurensicherung und Laboranalyse statt auf dramatische Konfrontationen. Die Spieler untersuchen Tatorte wie Wohnungen, Bars oder Keller, nachdem sich dort ein Vorfall ereignet hat, und nutzen professionelles Equipment, um Hinweise zu finden, die Aufschluss darüber geben, ob es sich um Notwehr, Mord, Unfall oder eine Inszenierung handelt.
Gameplay
Das Spiel gliedert sich in zwei wiederkehrende Phasen. Am Tatort scannen Spieler Oberflächen und Gegenstände nach feinen Spuren wie Fingerabdrücken auf Gläsern, Blutspritzmustern oder digitalen Resten auf Smartphones. Mit Hilfsmitteln wie Fingerabdruckpulver, DNA-Tupfern und Schusskanalstäben werden die Funde präzise dokumentiert. Anschließend wechselt die Arbeit ins Labor, wo Proben mittels DNA-Vergleich, digitaler Forensik und logischer Querverweise ausgewertet werden. Welche Spuren priorisiert werden, beeinflusst das Ergebnis - übersehene Details können ein Verfahren offen lassen. Die Simulation legt Wert auf realistische Abläufe und erfordert sorgfältige Beobachtung sowie systematische Dokumentation.
Game Modes
Das Spiel ist eine reine Singleplayer-Simulation mit aufeinanderfolgenden Falluntersuchungen. Jeder Fall ist ein in sich abgeschlossenes Szenario, das von realen Vorfällen inspiriert ist und den gesamten Prozess von der ersten Tatortbegehung bis zur Laboranalyse umfasst. Es gibt keine separaten Mehrspieler- oder Koop-Modi; der Fortschritt ergibt sich aus dem Abschließen einzelner Fälle, die das Verständnis forensischer Techniken vertiefen. Die Struktur lädt dazu ein, dieselben Fälle mehrfach zu spielen, um unterschiedliche Spurenschwerpunkte zu testen und die Auswirkungen auf das Ergebnis zu beobachten.
Authentische Verfahren und Werkzeuge
Jede Mechanik basiert auf den dokumentierten Standards der kooperierenden Polizeibehörde. Spieler arbeiten mit Ausrüstung, die den realen Einsatzstandards entspricht - von der Pulverentwicklung latenter Abdrücke bis zur Schusskanalanalyse. Im Labor werden genetische Profile abgeglichen, gelöschte Daten wiederhergestellt und physische Spuren auf Übereinstimmung mit Zeugenaussagen geprüft. Ohne übergeordnete Handlung liegt der Fokus auf den prozessualen Ergebnissen: Die Entscheidungen der Spieler bestimmen, ob ein Verdächtiger angeklagt oder entlastet wird. Belohnt wird vor allem Aufmerksamkeit für Details und logisches Denken.
Lohnt sich das Spiel?
Seit der Veröffentlichung am 13. Juli 2026 fällt die Resonanz der Spieler gemischt aus: Die Steam-Bewertungen liegen bei 57 Prozent positiv, während die PlayStation-Store-Bewertung im Durchschnitt 3,68 von 5 Punkten erreicht. Spieler, die realistische Simulationen schätzen, loben die akribische Laborarbeit und das Gefühl, an echten Ermittlungsergebnissen mitzuwirken. Andere bemängeln das ruhige Tempo, die ausführlichen Tutorials und die wiederkehrenden Handgriffe, die ohne zusätzliche Handlungs- oder Charakterebenen schnell eintönig wirken können. Das Spiel richtet sich an Spieler, die methodische, detailorientierte Erfahrungen und ein Interesse an Forensik mitbringen. Es bietet weder kostenlose Modi noch saisonale Inhalte zum Launch, daher sollten Interessierte prüfen, ob die Kernschleife aus Tatortanalyse und Laborarbeit zum eigenen Spielstil passt.