The Planet Crafter ist ein Survival-Adventure, bei dem es darum geht, eine karge Alien-Welt durch Terraforming bewohnbar zu machen. Als Sträfling landet man auf dem feindlichen Planeten und muss durch Ressourcenmanagement, Basisbau und gezielte Eingriffe in die Atmosphäre eine lebensfreundliche Umgebung schaffen. Statt Kampf steht die Erkundung im Mittelpunkt, während Durst, Sauerstoff, Temperatur und Gesundheit als zentrale Überlebensfaktoren ständig im Blick bleiben.
Gameplay
Im Zentrum steht das Sammeln von Mineralien und Rohstoffen, um Werkzeuge, Ausrüstung und Nahrung herzustellen. Spieler errichten Unterkünfte, bauen ihre Anlagen aus und setzen Maschinen ein, die den Luftdruck erhöhen, Wärme erzeugen und Sauerstoff freisetzen. Diese Veränderungen lassen nach und nach neues Leben entstehen: Zunächst Moos und einfache Insekten, später ganze Wälder und größere Tiere, die durch DNA-Extraktion und -Kombination erschaffen werden.
Bei der Erkundung stoßen Spieler auf verlassene Wracks und Ruinen, die in prozedural generierten Gebieten verteilt sind und seltene Materialien sowie Hinweise auf die Vergangenheit des Planeten liefern. Der Basisbau entwickelt sich über mehrere Stufen, wobei größere Bauten und effizientere Produktionssysteme freigeschaltet werden. Die Umwelt selbst stellt die größte Herausforderung dar, da extreme Temperaturen und Sauerstoffmangel ständige Anpassungen und Upgrades erfordern.
Spielmodi
Das Spiel kann allein oder im Online-Koop mit bis zu acht Mitspielern gespielt werden. Gemeinsam arbeiten die Teilnehmer an Terraforming-Zielen und dem Ausbau der Basis. Die Schwierigkeitsstufen reichen von entspannt bis anspruchsvoll und lassen sich über Voreinstellungen anpassen, die unterschiedliche Startbedingungen bieten. Im Kreativmodus entfallen Ressourcen- und Überlebensbeschränkungen, sodass sich alles auf Bau und planetare Veränderung konzentriert.
Diese Varianten richten sich an unterschiedliche Spielweisen, ohne Kampf oder Wettbewerb einzuführen. Auch im Mehrspielermodus bleibt der Terraforming-Zyklus erhalten: Gemeinsames Platzieren von Maschinen und Teilen von Ressourcen beschleunigen den Weg zu einer atembaren Atmosphäre und intakten Ökosystemen.
Erkundung und Fortschritt
Prozedural generierte Wracks bieten immer wieder neue Entdeckungen und werden mit fortschreitender Terraforming zugänglicher. Durch das Entschlüsseln von DNA-Proben können Spieler eigene Kreaturen erschaffen und so die Biosphäre über die ersten Pflanzen- und Insektenstufen hinaus erweitern. Basis-Upgrades ermöglichen tiefere planetare Untersuchungen und komplexere Geo-Engineering-Projekte, etwa zur dauerhaften Regulierung von Druck und Temperatur.
Überlebensbedürfnisse und langfristige Ziele sind eng miteinander verknüpft. Wer seine eigene Gesundheit im Griff hat, kann längere Expeditionen unternehmen, während erfolgreiche Maschinennetzwerke sichtbare Veränderungen wie schmelzendes Eis, fließendes Wasser und wachsende Grünflächen bewirken.
Lohnt sich das Spiel?
The Planet Crafter richtet sich an Spieler, die methodisches Survival-Crafting und die schrittweise Verwandlung einer Welt ohne Gewalt oder Zeitdruck schätzen. Die beobachtbare planetare Entwicklung und die flexible Schwierigkeit machen das Spiel sowohl für kurze Sitzungen als auch für längere Projekte geeignet. Kritiker loben vor allem das befriedigende Fortschrittssystem und die ruhige Atmosphäre, weshalb sich das Spiel besonders für Solo- und Koop-Erfahrungen auf PS5 eignet.
Mit der anstehenden Konsolenveröffentlichung und dem vollständigen 1.0-Umfang inklusive erweiterter Biome und Kreaturenstufen bietet das Spiel ein rundes Paket für Fans von entspanntem Base-Building und Erkundung. Wer actionlastige oder stark storygetriebene Spiele sucht, könnte den Fokus auf Systeme und allmähliche Veränderung weniger ansprechend finden. Dennoch liefert die Kernschleife durch sichtbare Weltveränderungen und kooperative Möglichkeiten stets greifbare Erfolge.