Assassin's Creed Valhalla - The Siege of Paris ist eine Action-Adventure-Erweiterung, die die Wikinger-Saga ins Herz des 9. Jahrhunderts in Francia führt. Spieler schlüpfen in die Rolle von Eivor, segeln in ein kriegszerstörtes Reich, belagern die befestigte Stadt Paris und stellen sich den Truppen Karls des Dicken. Dieses DLC baut auf dem Open-World-RPG-Fundament des Basisspiels auf und verbindet Erkundung, Kämpfe sowie strategische Bündnisse, um die Zukunft eines Clans inmitten historischer Wirren zu sichern.
Gameplay
In dieser Erweiterung dreht sich der Kern-Loop um die Erkundung der üppigen fränkischen Landschaft, das Befahren der Seine und Quests, die Infiltration mit direkten Konfrontationen mischen. Der Kampfstil wirkt vertraut, aber erfrischt durch Sensen als schnelle Zweihandwaffen, die gegen Gruppen oder Einzelziele effektiv sind. Damit lassen sich wirbelnde Angriffe ausführen, die Mobs rasch räumen - doch Kämpfe gegen schwere Kavallerie, also berittene fränkische Ritter mit enormer Reichweite und hoher Schadensresistenz, werden herausfordernd und oft frustrierend, da sie gegen viele Fähigkeiten immun sind.
Beim Erkunden lauern Umwelthazzards wie Rattenplagen in Kloaken und Ruinen, die man in Gitter treiben muss, statt sie direkt zu bekämpfen. Quests drehen sich häufig um das Eliminieren wichtiger Feinde mit offenen Ansätzen, bei denen man Infos sammelt, um Abkürzungen und filmreife Kills freizuschalten. Bündnisse sind zentral: Wer dem Widerstand gegen das Karolingerreich hilft, trifft strategische Entscheidungen, die die Story und den Kampfunterstützung beeinflussen.
Game Modes
Die Erweiterung bringt Rebel Missions mit, bei denen man mit KI-gesteuerten Rebellen Ziele wie das Ausschalten von Gegnern oder das Sichern von Gebieten erledigt. Diese kurzen Quests belohnen mit Währung für Upgrades der Rebellen oder neue Ausrüstung, wirken aber für Komplettisten repetitiv und grindlastig.
Infiltration-Missions heben sich ab: Sie bieten vielfältige Wege, um prominente Feinde in Festungen zu meucheln. Inspiriert von Black-Box-Designs, gewähren sie volle Freiheit, wobei Intel-Hinweise zu brutalen, filmreifen Finales führen, wenn man sie klug nutzt.
Story and Setting
Die Handlung zeigt Eivor, wie er norwegischen Wikingern gegen den tyrannischen Karl den Dicken beisteht, dessen brutale Methoden die Region verwüsten. Nebenhandlungen streifen Kirchenkorruption durch Kultisten und eine anhaltende Pest, bleiben aber zweitrangig. Die Story erstreckt sich über rund 10 Stunden und konzentriert sich auf Belagerungen sowie Bündnisse in einer Landschaft aus welligen Hügeln und Flussdeltas, die bekannte Gebiete widerspiegelt, aber durch laufende Konflikte zerstörter wirkt.
Faktionen wie der Elgring Clan, lokale fränkische Adlige und Rebellen prägen Quest-Ausgänge durch Interaktionen und Missionsunterstützung.
Is It Worth Playing?
Fans der Wikinger-Eroberungen im Basisspiel finden hier mehr vom geliebten Kampfstil und der Erkundung, ergänzt um herausragende Infiltration-Missions und eine packende Darstellung Karls des Dicken als spannender, einprägsamer Antagonist. Mit einem Durchschnitt von 75 Punkten bei Kritikern auf OpenCritic lobt man Atmosphäre und Story, kritisiert aber Wiederholung und fehlende frische Ideen.
Der Inhalt eignet sich für Fans, die ihr Abenteuer verlängern wollen - vor allem bei 10 Stunden Spielzeit und Neuheiten wie Sensenwaffen. Wer Valhallas Formel jedoch satt hat, könnte die bekannten Quests und nervigen Gegnertypen keinen Grund zum Zurückkehren bieten. Als Teil der laufenden Unterstützung für den Titel ist es auf Xbox One und Xbox Series verfügbar - ideal für Hardcore-Spieler, weniger für Gelegenheitszocker.