Destiny 2: The Edge of Fate ist eine First-Person-Shooter-Erweiterung, die die Looter-Shooter-Mechanik des Basisspiels mit einer neuen Kampagne und einem neuen Schauplatz fortführt. Sie erscheint am 15. Juli 2025, führt die Wächter auf den Planetoiden Kepler ein und startet die Fate-Saga. Spieler folgen einem mysteriösen Signal bis an den Rand des Sonnensystems und stellen sich dort einem Anomalie gegenüber, die die Umgebung verändert und neue Bedrohungen mit sich bringt.
Gameplay
Im Mittelpunkt steht das bewährte Zusammenspiel aus Schießen, Fähigkeiteneinsatz und Loot-Sammeln in einer geteilten Welt. Auf Kepler, einer vergessenen menschlichen Siedlung, die mit verlassenen Fallen-Häusern verwoben ist, müssen Wächter Gefahren meistern, die durch die Anomalie entstehen. Neue Schauplatz-Fähigkeiten ermöglichen es, mit der Umgebung auf besondere Weise zu interagieren - etwa Materie zu beeinflussen oder durch blockierte Wege zu gelangen. Zwei neue Gegnertypen kommen hinzu: schwärmende Vex-Drohnen namens Kobolds und schwebende Fallen Corsairs, die jeweils andere Kampfstrategien erfordern.
World Tiers lassen sich bereits zu Beginn der Kampagne einstellen und bestimmen den Schwierigkeitsgrad. Niedrigere Stufen bieten Standardbelohnungen für entspanntes Spiel, während höhere Stufen Gegner aggressiver machen, zusätzliche Handlungsebenen freischalten, versteckte Geheimnisse enthüllen und bessere Ausrüstung droppen. Das System ist eng mit dem Fortschritt verknüpft und lädt dazu ein, bekannte Gebiete für verbesserten Loot erneut zu erkunden.
Der Kampf bleibt der stärkste Aspekt, mit präzisem Schießen und den bekannten Klassenfähigkeiten. Die neuen Fähigkeiten fügen sich in die Begegnungen ein, können den Spielfluss jedoch unterbrechen, wenn Rätsel gezielte Anwendungen verlangen. Die Erkundung wechselt zwischen offenen Arealen und linearen Missionsteilen, in denen die Auswirkungen der Anomalie auf Bewohner und Bauwerke im Mittelpunkt stehen.
Spielmodi
Die Kampagne bildet das zentrale Einzelspieler- und Kleingruppen-Erlebnis. Sie ist nicht-linear aufgebaut und lässt Wächter eigene Wege durch Kepler wählen, während sie dem zentralen Signal folgen. Die World Tiers gelten für alle Missionen und passen Herausforderung sowie Belohnungen entsprechend an.
Zum Endgame gehört der neue Raid The Desert Perpetual, der kurz nach Release freigeschaltet wurde und koordinierte Fireteams erfordert. Die gewohnten Destiny-2-Mehrspielermodi wie Strikes, Patrouillen und öffentliche Events werden auf den neuen Schauplatz ausgeweitet, wobei höhere Tiers schwierigere Gegner und bessere Beute versprechen. Portal-Aktivitäten bieten wiederholbaren Inhalt mit anpassbaren Schwierigkeitsoptionen für unterschiedliche Spielstile.
Die Modi verbinden narrative Fortschritte mit wiederholbarem Grinding. Die Kampagne legt den Fokus auf Geschichte und Erkundung, während Raids und tierbasierte Aktivitäten Koordination und Optimierung für die besten Belohnungen in den Vordergrund stellen.
Neuer Schauplatz und Features
Kepler ist der zentrale neue Ort, verborgen im Reef. Verlassene menschliche Außenposten treffen dort auf Überreste der Fallen, die durch die Anomalie in feindlichere Formen verwandelt wurden. Spieler begegnen neuen Charakteren, die von diesen Veränderungen geprägt sind, und nutzen Schauplatz-Fähigkeiten, um gesperrte Zonen zu erreichen oder Umgebungsrätsel zu lösen.
Die Ausrüstungsbeschaffung ist eng an World Tiers und Aktivitätsabschlüsse gekoppelt. Höhere Schwierigkeitsstufen liefern stärkere Waffen und Rüstungen, die auf die Herausforderungen der Erweiterung abgestimmt sind. Die Anomalie treibt mehrere Mechaniken an, die Bewegung und Interaktion verändern und die Möglichkeiten der Wächter über die Standardfähigkeiten hinaus erweitern.
Lohnt sich das Spiel?
Die Resonanz nach dem Release fällt gemischt aus. Kritiker loben die solide Kampagne mit interessanten Handlungsmomenten und neuen Charakteren sowie vielversprechende Systeme wie die World Tiers, die für zusätzliche Wiederspielbarkeit sorgen. Einige neue Mechaniken werden jedoch als aufgesetzt kritisiert, da sie das ansonsten starke Kampftempo ausbremsen.
Die Erweiterung richtet sich vor allem an Spieler, die bereits in Destiny 2 investiert sind und den Looter-Shooter-Loop sowie das neueste Kapitel der Geschichte erleben möchten. Wer große Innovationen oder makellose Umsetzung sucht, könnte sie als Rückschritt gegenüber früheren Releases empfinden. Das laufende Support-Programm umfasst den Year of Prophecy mit weiteren Updates und einer zweiten Erweiterung im Verlauf des Zyklus.
Die Verfügbarkeit auf Xbox One und Xbox Series entspricht den Systemanforderungen; das Basisspiel wird benötigt, um auf den Erweiterungsinhalt zugreifen zu können. Das Feedback der Spieler zeigt, dass sie den erwarteten Umfang für eingefleischte Fans bietet, Neulinge jedoch nicht unbedingt überzeugt.