GreedFall: The Dying World ist ein Einzelspieler-Action-RPG in einer Fantasy-Welt, die vom Europa des 17. Jahrhunderts inspiriert ist. Spieler erstellen einen individuellen Charakter und erleben eine Geschichte, deren Entscheidungen Bündnisse und Ausgänge beeinflussen - eine Prequel-Erzählung, die Jahre vor dem Originalspiel ansetzt.
Gameplay
Bei der Charaktererstellung lassen sich Aussehen, Attribute, Talente und Fähigkeiten anpassen und damit bestimmen, wie der Protagonist mit der Welt interagiert. Im Verlauf des Spiels baut man Beziehungen zu Gefährten auf, deren Fertigkeiten die eigenen Entscheidungen bei Erkundung und Konfliktlösung ergänzen. Diplomatie ist ein zentrales Mittel, um Auseinandersetzungen beizulegen, während das Handwerkssystem erlaubt, Ausrüstung herzustellen und zu verbessern. Versteckte Wege und gesperrte Bereiche lassen sich durch Schleichen, Verkleidungen und geschicktes Problemlösen erschließen, ohne dass es immer zum Kampf kommen muss. Die Welt ist ein sterbender Kontinent, der unter einer rätselhaften Seuche leidet. Fraktionen wie die Bridge Alliance, Theleme und die Nauts verfügen über eigene Gebiete und reagieren unterschiedlich auf das Handeln des Spielers.
Kämpfe laufen in Echtzeit ab und können taktisch pausiert werden, wobei der Spieler eine vierköpfige Gruppe vollständig kontrolliert. Skill-Bäume und Ausrüstungsmanagement ermöglichen unterschiedliche Builds, während Schieberegler für die Schwierigkeit eingehenden und ausgehenden Schaden anpassen. Barrierefreiheitsoptionen bieten unter anderem einen Unverwundbarkeits-Modus sowie Einstellungen, mit denen das Verhalten der Gefährten zwischen direkter Steuerung und größerer Eigenständigkeit gewechselt werden kann.
Spielmodi
Im Zentrum steht eine Einzelspieler-Kampagne, die narrative Entscheidungen und offene Erkundung in den Vordergrund stellt. Verschiedene Schwierigkeitsstufen bieten unterschiedliche Spielweisen: Der Tactical-Modus erfordert aktives Gruppenmanagement, während der Focused-Modus die Steuerung einzelner Charaktere priorisiert. Zusätzlich lassen sich autonome Verhaltensweisen der Gefährten einstellen, um Begegnungen an den eigenen Vorlieben auszurichten. Diese Optionen greifen mit den übergreifenden RPG-Systemen wie Handwerk, Überzeugung und Entdeckung zusammen und ermöglichen mehrere Wege durch dieselben Quests und Regionen.
Handlung und Welt
Die Geschichte spielt auf dem Inselkontinent Gacane. Der Spieler übernimmt die Rolle eines Weisen aus einem abgelegenen Klan und erlebt die wachsenden Spannungen zwischen Kolonialmächten und einheimischen Gruppen. Jedes geschlossene Bündnis wirkt sich dauerhaft auf verfügbare Quests und den Weltzustand aus. Die allgegenwärtige Bedrohung durch die Malichore beeinflusst sowohl die Umgebung als auch die Motivationen der Fraktionen. Erkundung lohnt sich: Siedlungen, Ruinen und Naturgebiete offenbaren durch Dialoge und Umgebungsdetails weitere Hintergrundgeschichten.
Lohnt sich das Spiel?
Das Spiel richtet sich an Spieler, die wert auf entscheidungsbasierte Geschichten und flexible Charaktersysteme in einem Einzelspieler-Format legen. Die taktischen Kampfoptionen und die Interaktionen mit Gefährten bieten zusätzliche Tiefe für Fans von gruppenbasierten RPG-Mechaniken, während Diplomatie und Handwerk Alternativen zu kampflastigen Verläufen ermöglichen. Nach einer längeren Early-Access-Phase, in der Spielerfeedback zu Systemen und Balance eingeflossen ist, folgte die Vollversion. Einige technische Probleme wie gelegentliche Störungen werden in Berichten nach dem Release noch genannt, doch der Fokus auf Erzählung und Anpassungstiefe bleibt eine Stärke. Wer detaillierte Weltgestaltung und folgenreiche Entscheidungen schätzt, findet hier besonders viel, vor allem auf Xbox Series X|S, wo Performance-Modi zwischen Grafik und Bildrate abwägen lassen.