Order of Battle: Morning Sun ist ein Strategiespiel für den PC, in dem Spieler das Kommando über japanische Truppen in den ersten Monaten des Zweiten Japanisch-Chinesischen Kriegs 1937 übernehmen. Das Spiel erweitert die Order of Battle-Reihe um einen der größten, aber am wenigsten beachteten Konflikte jener Zeit und dreht sich um die Eroberung von Territorien und die Sicherung von Rohstoffen in China.
Gameplay
Im Mittelpunkt steht der Kampf moderner japanischer Einheiten gegen zahlenmäßig überlegene, aber schlechter ausgerüstete chinesische Verbände. Spieler planen Aufstellung, Positionierung und Nachschub in einer Reihe historischer Operationen, die mit der Schlacht um Shanghai beginnen und sich zu umfassenderen Feldzügen ausweiten. Die japanischen Truppen starten mit Vorteilen bei Ausbildung und Ausrüstung, doch die ausgedehnten Versorgungswege werden mit der Zeit zur Belastung und eröffnen chinesischen Gegenangriffen Chancen.
Neu hinzugekommen sind unter anderem Doppeldecker-Jäger und Bomber wie Ki-10, D1A und A4N1 sowie das Flammenwerfer-Pionierfahrzeug Sōkō Sagyō Ki und der mittlere Panzer Typ 89. Die chinesische Seite greift auf internationale Lieferanten zurück und setzt sowjetische Polikarpow-Jäger und Tupolew-Bomber, T-26-Panzer, deutsche Panzer I und SdKfz 221/222, italienische L3/33-Tanketten, britische Gloster Gladiator und 3,7-cm-PaK-Geschütze ein. Beide Seiten verfügen über Kavallerie und bespannte Artillerie. Insgesamt stehen fast 100 neue Einheitentypen bereit.
Weitere Neuerungen sind die Baueinheit „Construction Group", mit der kleine Feldflugplätze errichtet werden können, sowie die Berücksichtigung von Pferden und Kavallerie für Truppen- und Materialbewegungen. Neue Geländearten erfordern angepasste Taktiken, etwa der Vormarsch durch schlammige Reisfelder oder die Verteidigung entlang der Chinesischen Mauer.
Spielmodi
Der Spielablauf konzentriert sich auf eine Kampagne aus verknüpften historischen Szenarien. Dazu gehören Beiping-Tianjin, Operation Chahar, Shanghai, Xuzhou, Lanfeng, Wuhan, Nanchang, Changsha, Süd-Guangxi, die Guandong-Offensive und Chongqing. Jedes Szenario bildet eine Phase des Krieges nach, mit Zielen wie Gebietsgewinn, Ressourcensicherung oder Verteidigung.
Die Szenarien folgen dem zeitlichen Verlauf des Krieges von Sommer 1937 an. Spieler führen japanische Verbände und begegnen einer chinesischen Gegnerschaft, die im Laufe der Kampagne an Stärke und Vielfalt zunimmt. Planung und Timing sind entscheidend, da Geländewirkung und die jeweilige Initiative beider Seiten ständig wechseln.
Historischer Hintergrund und Einheitenvielfalt
Das Setting zeigt den raschen Übergang von Grenzkonflikten zum offenen Krieg. Japan startet mit modernisierten Truppen, muss jedoch zunehmend unter überdehnten Nachschubwegen leiden. Die chinesischen Armeen gleichen ihre technische Unterlegenheit durch Masse und eine bunte Mischung aus ausländischen Waffenlieferungen aus, was zu sehr unterschiedlichen Truppenzusammensetzungen führt.
Die große Einheitenvielfalt lädt zu kombinierten Waffengängen ein. Luftstreitkräfte reichen von frühen Doppeldeckern bis zu leistungsfähigeren Mustern, während am Boden Panzer, gepanzerte Fahrzeuge, Tanketten und Spezialpioniere mit Flammenwerfern eingesetzt werden. Kavallerie und Pferdetransporte ergänzen die Logistik über unterschiedlichstes Gelände.
Lohnt sich das Spiel?
Order of Battle: Morning Sun richtet sich an Spieler, die detaillierte rundenbasierte Strategie im asiatisch-pazifischen Raum des Zweiten Weltkriegs suchen. Die Kampagne führt durch eine Abfolge historischer Szenarien, die den Verlauf des Zweiten Japanisch-Chinesischen Krieges widerspiegeln und auf Ausrüstungsunterschiede sowie Geländeherausforderungen eingehen.
Wer überdehnte Verbände gegen einen zahlenmäßig starken Gegner führen möchte, findet hier die Spannung zwischen japanischer Modernisierung und chinesischer Überlegenheit. Das Spiel liegt als abgeschlossene Version mit allen genannten Szenarien und Einheiten vor und bietet damit eine fokussierte Option für historische Strategiespieler, die abseits der europäischen Schauplätze suchen.