Stronghold Crusader 2: The Emperor and The Hermit erweitert das mittelalterliche Burgbau-Erlebnis um neue Einzelspieler-Inhalte und KI-Gegner. Spieler verwalten Ressourcen, errichten Festungen und führen Armeen in Kämpfen zur Zeit der Kreuzzüge. Der Fokus liegt auf taktischen Entscheidungen in Wirtschaft, Verteidigung und Angriff gegen entschlossene Gegner.
Gameplay
Im Mittelpunkt steht der Aufbau einer funktionsfähigen Burg, bei dem Nahrung, Waffen und Truppen in Einklang gebracht werden müssen. Spieler sammeln Rohstoffe auf der Karte, weisen Bauern Aufgaben zu und gestalten Anlagen, die Belagerungen standhalten. Im Kampf werden Bogenschützen auf Mauern positioniert, Nahkämpfer eingesetzt und Belagerungsmaschinen genutzt, um gegnerische Bauten zu zerstören. Zwei neue KI-Lords mit religiösem Eifer greifen ohne Rücksicht auf Bündnisse an und zwingen zu Anpassungen in Verteidigung und Angriffstiming.
Beide Lords verhalten sich anders als die bekannten europäischen und arabischen Fraktionen. Der Emperor stützt sich auf fanatische Anhänger und verfolgt eine aggressive Expansion, während der Hermit unregelmäßige Truppen befehligt, die sich gegen Eindringlinge richten. Ihre Burgen zeichnen sich durch spiralförmige Mauern, verstärkte religiöse Gebäude und spezielle Turmstellungen aus, die Belagerungen verändern. Zusätzlich lassen sich neue Wappen zur individuellen Gestaltung der Truppen wählen.
Spielmodi
Im Einzelspieler steht eine eigene Crusader Trail mit sieben verknüpften Missionen bereit. Die Szenarien führen den Spieler nacheinander gegen die neuen KI-Gegner und verlangen Fortschritte auf drei neuen Karten mit steigender Schwierigkeit. Erfolg erfordert sorgfältige Vorbereitung und Anpassung an die religiösen Motive, die beide Seiten zu unerbittlichen Angriffen antreiben.
Im Gefechtsmodus lassen sich beliebige Kombinationen von KI-Lords, einschließlich Emperor und Hermit, auf verschiedenen Karten gegeneinander antreten. Multiplayer unterstützt bis zu acht Teilnehmer mit maximal vier menschlichen Spielern und erlaubt gemischte Teams aus Menschen und KI. Im Koop-Modus teilen zwei Spieler die Kontrolle über eine Burg und verteilen Aufgaben beim Bau, der Ressourcenverteilung und der Truppenführung.
Neue Lords und Missionen
Der Emperor stammt aus deutschen Gebieten, gilt als exkommuniziert und wird dennoch von fanatischen Anhängern als göttlich legitimiert betrachtet. Seine Truppen setzen auf direkte Konfrontation und territoriale Ausdehnung Richtung Heiliges Land. Der Hermit besitzt weder adlige Herkunft noch Kampferfahrung, übt jedoch Einfluss auf unzufriedene Anhänger aus, die sich europäischen Vorstößen widersetzen. Beide Lords sind in der neuen Trail, im Gefechtsmodus und im Multiplayer verfügbar.
Die sieben Missionen bilden einen Erzählbogen, in dem der Hermit aus der Isolation tritt, um die Kreuzzüge abzuwehren, während der Emperor sein Herrschaftsgebiet nach Osten ausdehnen will. Die Karten bieten abwechslungsreiches Gelände, das strategische Platzierung von Verteidigungsanlagen und Ressourcenketten belohnt. Zehn zusätzliche Erfolge dokumentieren den Fortschritt und besondere Leistungen gegen die neuen Gegner.
Lohnt sich das Spiel?
Diese Erweiterung richtet sich an Spieler, die Stronghold Crusader 2 bereits kennen und nach längeren Einzelspieler-Kampagnen sowie neuen KI-Herausforderungen suchen. Die Missionen bieten anspruchsvolle Szenarien, die bewährte Strategien auf die Probe stellen, ohne völlig neue Mechaniken einzuführen. Besitzer loben vor allem die zusätzliche Trail und die unterschiedlichen Charaktere von Emperor und Hermit für wiederholte Gefechte und Multiplayer-Runden. Voraussetzung ist der Besitz des Grundspiels; die Inhalte lassen sich direkt in bestehende Modi integrieren. Wer methodische Burgsimulation mit taktischem Kampf verbindet, findet hier sinnvolle Ergänzungen - besonders bei erneutem Einstieg mit neuen Gegnern.