Train Simulator: Norddeutsche-Bahn: Kiel - Lübeck Route Add-On erweitert die PC-Simulation um eine 80 km lange Regionalstrecke in Schleswig-Holstein. Die Strecke verläuft zwischen Kiel Hbf und Lübeck Hbf auf einer nicht elektrifizierten, überwiegend eingleisigen Trasse mit Ausweichstellen an den Bahnhöfen. Im Mittelpunkt steht der Betrieb mit Dieseltraktion, bei dem es auf pünktliche Fahrpläne, korrektes Signalverhalten und die Herausforderungen des eingleisigen Verkehrs mit Gegenverkehr ankommt.
Gameplay
Im Mittelpunkt steht das Fahren von Personen- und Güterzügen auf der landschaftlich reizvollen Verbindung zwischen Kiel und Lübeck. Die Strecke führt durch bewaldete Ebenen und bietet Ausblicke auf die Ostseeregion. An den Haltepunkten sind präzises Anfahren und Abfahren gefragt. Da die Strecke nicht elektrifiziert ist, kommen ausschließlich Dieselfahrzeuge zum Einsatz, und das eingleisige Konzept erfordert ein sorgfältiges Nutzen der Ausweichstellen, um Zugkreuzungen zu organisieren.
Verfügbare Triebfahrzeuge sind der DB BR 648 Triebwagen in DB-Regio-Lackierung sowie die Diesellok DB BR 218 in DB-Verkehrsrot. Ergänzt wird das Rollmaterial durch die DB BR 261, Steuerwagen, Doppelstockwagen in DB-Regio-Lackierung, Intercity-Wagen und Güterwagen wie den Rnoos 644 und Zacns 95m. Spieler steuern Gas und Bremse, nutzen Streckenkenntnisse und reagieren auf Signale sowie Geschwindigkeitsbeschränkungen, die den realen Gegebenheiten entsprechen.
Im Quick-Drive-Modus lässt sich die Strecke mit beliebigen Zügen frei befahren, während strukturierte Szenarien Fahrplan- und Betriebsvorgaben vorgeben. Mit nur 1,0 GB bleibt das Add-on trotz detaillierter Streckengeometrie und Texturen überschaubar.
Spielmodi
Karriereszenarien bilden den Hauptteil des strukturierten Inhalts. Sieben Szenarien sind enthalten: drei Teile von „A Winter's Return" mit dem BR 648, zwei Teile von „Summer Slip" mit dem BR 218, „The Lonely Wonderer" mit dem BR 648 sowie „Wintery Lake" mit dem BR 218. Die Szenarien spielen unter winterlichen und sommerlichen Bedingungen und verlangen vollständige oder teilweise Fahrten unter Einhaltung der Betriebsvorgaben.
Im Railfan-Modus stehen zwei statische Beobachtungsszenarien zur Verfügung - eines in Kiel, eines in Plön -, bei denen Züge ohne aktive Steuerung betrachtet werden können. Das Add-on ist zudem Quick-Drive-kompatibel und erlaubt die sofortige Nutzung aller verfügbaren Lokomotiven und Zugverbände auf der gesamten Strecke oder auf ausgewählten Abschnitten.
Weitere Szenarien der Community sind über das integrierte Workshop-System erreichbar und erweitern den Inhalt kostenlos.
Die Strecke und ihr Rollmaterial
Die Kiel-Lübeck-Strecke wurde zwischen 1866 und 1873 abschnittsweise eröffnet und ist bis heute nicht elektrifiziert sowie größtenteils eingleisig. Moderne Regionalzüge benötigen etwas mehr als eine Stunde für die Fahrt, während frühere Schnellzüge schneller unterwegs waren. Die Simulation bildet diese betrieblichen Rahmenbedingungen einschließlich der notwendigen Zugkreuzungen an den Ausweichstellen ab.
Das Rollmaterial entspricht dem aktuellen und jüngeren deutschen Regional- und Fernverkehr. Doppelstockwagen und Steuerwagen ermöglichen den Wendezugbetrieb mit dem BR 648, während der BR 218 sowohl Personen- als auch Güterzüge übernimmt. Güterzüge setzen spezialisierte Wagen ein, die dem regionalen Verkehrsaufkommen entsprechen.
Lohnt sich das Spiel?
Die Aufnahme des Add-ons fällt gemischt aus. Einige Spieler bemängeln gelegentliche Unstimmigkeiten wie fehlende Geschwindigkeitsbeschränkungen oder Signalverhalten im Quick-Drive-Modus. Die Strecke spricht vor allem Fans des deutschen Regionalverkehrs mit Dieseltraktion an, die den Reiz des eingleisigen Betriebs und die landschaftliche Vielfalt Schleswig-Holsteins schätzen.
Spieler, die realistisches Fahrplanfahren auf einer nicht elektrifizierten Strecke suchen, finden in den enthaltenen Szenarien und Quick-Drive-Optionen ein fokussiertes Angebot. Wer elektrifizierte Hochgeschwindigkeits- oder mehrgleisige Strecken bevorzugt, könnte die betrieblichen Einschränkungen als weniger spannend empfinden. Das Add-on integriert sich nahtlos in die bestehende Train-Simulator-Bibliothek und profitiert von Community-Szenarien, die den Spielumfang über die sieben Karriere- und zwei Railfan-Szenarien hinaus erweitern.