Assassin's Creed Chronicles: China ist ein Einzelspieler-Stealth-Actionspiel im 2,5D-Seitenscrolling, das im China der Ming-Dynastie des 16. Jahrhunderts spielt. Die Spieler ĂĽbernehmen die Kontrolle ĂĽber Shao Jun, die sich auf der Suche nach Rache gegen den Kaiser und die im Verborgenen agierenden Machthaber begibt.
Gameplay
Im Mittelpunkt steht ein durchdachtes Stealth-Konzept, bei dem man sich linear aufgebaute Level in einer 2,5D-Ebene bewegt. Shao Jun wechselt zwischen Vorder- und Hintergrundschichten, um sichere Wege oder taktisch günstige Positionen zu finden. Entdeckungen lassen sich vermeiden, indem man außer Sicht bleibt, Wachen mit Pfeiftönen anlockt oder sich verkleidet, um unerkannt durch Sperrgebiete zu gelangen. Wird man entdeckt, wechselt das Spiel in ein schnelles Fluchtsegment, in dem Hindernisse überwunden, Strukturen erklommen und Tempo gehalten werden muss, um in Sicherheit zu gelangen.
Im Kampf stehen Nahkampfangriffe, Schläge mit dem Jian-Schwert sowie Attacken mit der in ihrem Stiefel verborgenen Hidden Blade zur Verfügung. Weitere Hilfsmittel wie Wurfmesser, Feuerwerkskörper und Geräuschpfeile ermöglichen Ablenkungen oder vorübergehende Ausschaltungen, ohne direkte Konfrontationen einzugehen. Die Level bewerten sauberes Vorgehen mit einem Punktesystem, das Entdeckungen und Eliminierungen erfasst. Höhere Wertungen schalten neue Fähigkeiten und Upgrades für weitere Durchläufe frei.
Spielmodi
Das Spiel besteht aus einer Einzelspieler-Kampagne mit aufeinanderfolgenden Leveln an historischen Schauplätzen Chinas. Jeder Abschnitt endet mit einer Bewertung, die auf Stealth und Effizienz basiert. Nach Abschluss der Kampagne wird der Plus-Modus freigeschaltet, mit dem sich Level unter veränderten Bedingungen erneut spielen lassen. Der Plus-Hard-Modus beschränkt die Lebensenergie und erhöht die Gegnerstärke, um reines Stealth-Spiel zu fördern. Multiplayer-Elemente gibt es nicht.
Setting und Protagonistin
Die Handlung spielt im Jahr 1526 während der Ming-Dynastie und folgt Shao Jun, einem der letzten überlebenden Mitglieder der chinesischen Assassinenbruderschaft. Ihr Ziel sind einflussreiche Figuren, die als Acht Tiger bekannt sind und den Kaiser kontrollieren. Historische Bezüge entstehen durch Begegnungen mit zeitgenössischen Persönlichkeiten und Schauplätzen, die in einem charakteristischen Pinselstrich-Stil dargestellt werden, der traditionelle chinesische Kunst mit impressionistischen Elementen verbindet.
Lohnt sich das Spiel?
Das Spiel bietet ein fokussiertes Stealth-Erlebnis für Spieler, die seiten-scrollende Plattformer mit puzzleartiger Navigation und Vermeidungsmechaniken schätzen. Die kurze Spielzeit eignet sich gut für einen einmaligen Durchgang, während das Punktesystem und die anspruchsvolleren Wiederholungsmodi Anreize für weitere Versuche schaffen. Die Resonanz fiel gemischt aus: Gelobt wurden die eigenständige Art Direction und die flüssige Bewegung, kritisiert hingegen repetitive Levelgestaltung und vereinzelt auftretende technische Probleme. Besonders interessant ist das Spiel für alle, die eine kompakte Assassin's-Creed-Abwandlung mit einem einzelnen Protagonisten statt einer offenen Welt suchen.