Capitol Diktatoria ist ein Simulationsspiel, in dem Spieler in einem autoritären Staat ein Restaurant führen und gleichzeitig die Ziele der Fraktion Auge des Netzwerks vorantreiben. Im Mittelpunkt stehen wirtschaftliches Überleben unter Inflationsdruck sowie politisches Taktieren durch Kunstsammlungen und Einflussnahme.
Gameplay
Im Kern dreht sich alles um den Betrieb und Ausbau eines Restaurants in der Hauptstadt. Gäste müssen bedient, Preise an steigende Kosten angepasst und die Rentabilität durch kluge Kalkulation gesichert werden. Gewinne fließen entweder in weiteres Wachstum oder in passive Einnahmequellen wie Landwirtschaft und Bauprojekte.
Entscheidend ist der richtige Zeitpunkt: Bleibt man bei sicheren Abläufen oder wagt man riskantere Events wie Konzerte oder Sportübertragungen? Solche Veranstaltungen können den Umsatz steigern, bergen aber auch die Gefahr von Verlusten durch schlechte Auftritte oder Zwischenfälle. Das Restaurantmanagement bildet die Basis, reicht jedoch nicht aus, um politische Macht zu erlangen.
Den Weg zur Einflussnahme eröffnen Kunstauktionen. Spieler konkurrieren mit rivalisierenden Gruppen um historische Werke, deren Erwerb das Ansehen des Auge des Netzwerks stärkt. Ziel ist es, bis zur Wahl die größte Sammlung zusammenzutragen, um Politiker zu beeinflussen und Positionen in der Inneren Partei zu sichern.
Spielmodi
Capitol Diktatoria ist ein reines Einzelspieler-Erlebnis mit Fokus auf langfristige Planung und Ressourcenmanagement. Die Simulation verbindet betriebswirtschaftliche Entscheidungen mit wettbewerbsorientierten Auktionen gegen die Fraktionen Kult von Puesto und Junta Subarbo. Separate Mehrspieler- oder Alternativmodi sind nicht vorgesehen; der Schwerpunkt liegt auf einer durchgehenden Kampagne aus wirtschaftlichem und politischem Handeln.
Der Fortschritt hängt direkt vom Erfolg des Restaurants ab und bestimmt die Teilnahme an Auktionen sowie den Ausgang der Wahl. Spieler müssen kurzfristige finanzielle Risiken mit dem übergeordneten Ziel abwägen, durch Kunstbesitz und politische Loyalität Einfluss aufzubauen.
Fraktionen und politischer Kontext
Drei Gruppen prägen das Geschehen. Das Auge des Netzwerks rekrutiert sich aus ehemaligen Geheimdienstmitarbeitern, die inzwischen in Medien und Regierung verankert sind und sich vorrangig für wohlhabende Interessen einsetzen. Der Kult von Puesto gewinnt religiöse Anhänger durch exklusive Ideale und strebt über Reichtum nach staatlicher Kontrolle. Junta Subarbo folgt militärischen Prinzipien, stützt sich auf Sicherheitskräfte und konzentriert sich auf territoriale Expansion ohne Rücksicht auf andere Identitäten.
Die Konkurrenz spielt sich vor allem auf Auktionen ab, bei denen der Besitz historischer Kunst politisches Gewicht verleiht. Erfolg erfordert es, die Rivalen regelmäßig zu überbieten, um bis zur Wahl eigene Kandidaten in Machtpositionen zu bringen.
Lohnt sich das Spiel?
Capitol Diktatoria richtet sich an Spieler, die detaillierte Management-Simulationen mit strategischem Wettbewerb und leichten politischen Themen verbinden möchten. Die Restaurantmechaniken, Inflationssysteme, Investitionsmöglichkeiten und Auktionen ergeben ein eng verzahntes Entscheidungsgeflecht, das Planung und Anpassungsfähigkeit belohnt. Mit einer geplanten Veröffentlichung im ersten Quartal 2027 und noch ausstehenden Rezensionen hängt das Interesse vor allem vom Geschmack für wirtschafts- und einflussorientiertes Einzelspiel ab. Wer Simulationen mit Unternehmensaufbau und Fraktionsrivalität schätzt, könnte die Systeme nach Release als ansprechend empfinden.