Chicago 1930: The Prohibition ist ein Einzelspieler-Strategiespiel, das während der Prohibition in Chicago spielt. Spieler übernehmen das Kommando über ein Fünfer-Team und steuern Echtzeit-Taktikkämpfe, während sie die Charaktere in verschiedenen Attributen weiterentwickeln. Das Spiel versetzt die Teilnehmer in den Konflikt zwischen organisierter Kriminalität und Strafverfolgung und lässt sie sich entweder der Mafia oder einer Spezialeinheit der Polizei anschließen.
Gameplay
Im Mittelpunkt steht ein isometrisches Echtzeit-Taktiksystem mit Fokus auf Truppenführung. Jede Mission erfordert es, fünf Figuren durch städtische Viertel zu führen und Ziele zu erfüllen, die direkte Gefechte, Schleichpassagen und Ressourcenmanagement kombinieren. Die Charaktere verfügen über fünf Attribute: Schießen für Treffsicherheit auf Distanz, Nahkampf für den Nahkampf, Werfen für Granaten und Objekte, Charisma für nicht-kämpferische Interaktionen sowie Erste Hilfe, um das Team in längeren Gefechten am Leben zu halten.
Durch den wiederholten Einsatz dieser Fähigkeiten verbessern sich die Teammitglieder im Laufe einer Kampagne. Bei intensiven Kämpfen kann ein Slow-Motion-Modus die Aktion kurzzeitig verlangsamen, um präzise Befehle zu erteilen, ohne den Spielfluss zu unterbrechen. Die KI der Gegner reagiert dynamisch auf Positionierung, Deckungsnutzung und Teamzusammensetzung und sorgt so für abwechslungsreiche Begegnungen, die taktisches Vorgehen belohnen.
Die Steuerung erlaubt die Auswahl mehrerer Einheiten und Punkt-und-Klick-Befehle, wie sie für Echtzeit-Taktikspiele üblich sind. Die Vogelperspektive gibt einen guten Überblick über die Stadtbezirke, wobei Gelände und Gebäude Sichtlinien und Bewegungsmöglichkeiten beeinflussen. Erfolg hängt davon ab, aggressive Vorstöße mit defensiver Positionierung zu verbinden und die Stärken jedes Charakters gezielt einzusetzen.
Spielmodi
Das Spiel ist ausschließlich für den Einzelspieler ausgelegt. Zu Beginn wählt man eine von zwei gegnerischen Fraktionen und durchläuft eine Reihe von Missionen, die den Konflikt in den verschiedenen Stadtteilen von Chicago vorantreiben. Als Mafia geht es um den Ausbau des Einflusses durch Gebietskontrolle und Auseinandersetzungen mit den Behörden, während die Polizei darauf abzielt, kriminelle Strukturen durch gezielte Einsätze zu zerschlagen.
Beide Seiten nutzen dieselben Mechaniken zur Truppenführung und Attributentwicklung, unterscheiden sich jedoch in Erzählrahmen und Missionszielen. Es gibt keine separaten Gefechts- oder Mehrspielermodi; sämtlicher Inhalt ist in die beiden Einzelspieler-Kampagnen eingebettet. Die Missionen bauen aufeinander auf, wobei sich Charakterentwicklung und Teamzusammensetzung auf den weiteren Verlauf auswirken.
Fraktionen und Charaktermanagement
Die Mafia steht unter der Führung von Don Carmine Falcone und konzentriert sich auf Expansion und Durchsetzung in umkämpften Vierteln. Die gegnerische Polizeieinheit unter Edward Nash hat das Ziel, kriminelle Netzwerke durch koordinierte Razzien und Festnahmen zu zerschlagen. Beide Seiten setzen ein festes Team aus fünf Spezialisten ein, deren Attribute sich je nach Missionserfolg weiterentwickeln.
Da das Team stets aus fünf Mitgliedern besteht, liegt der strategische Schwerpunkt darauf, welche Charaktere in welchen Situationen eingesetzt und wie Erfahrungspunkte auf Schießen, Nahkampf, Werfen, Charisma oder Erste Hilfe verteilt werden. Dieses System lädt dazu ein, Abschnitte mit unterschiedlichen Ansätzen erneut zu spielen, um bessere Ergebnisse zu erzielen. Realistische Gegnerreaktionen sorgen dafür, dass wiederholte Taktiken erkannt und Schwächen in der Aufstellung ausgenutzt werden.
Lohnt sich das Spiel?
Chicago 1930: The Prohibition richtet sich an Spieler, die methodische Echtzeit-Taktik mit leichten Rollenspielelementen verbinden möchten. Die Betonung auf Truppenattributen und Slow-Motion-Befehlen belohnt überlegtes Handeln in hitzigen Gefechten. Wer schnelle Action oder große Schlachten sucht, könnte das eher ruhige Tempo und die begrenzte Teamgröße als weniger ansprechend empfinden.
Das Spiel ist weiterhin auf PC-Plattformen verfügbar und behält seine ursprünglichen Mechaniken ohne moderne Updates oder zusätzliche Inhalte bei. Interessenten an historischen Gangster-Szenarien und klassischer Truppen-Taktik finden in der dualen Fraktionsstruktur eine sinnvolle Abwechslung über mehrere Durchgänge hinweg. Das Fehlen eines Mehrspielermodus richtet den Fokus ganz auf die Einzelspieler-Kampagnen und die Charakterentwicklung.