Disciples II: Rise of the Elves ist ein rundenbasiertes Strategiespiel in einer düsteren Fantasy-Welt. Spieler führen Helden mit ihren Armeen durch Kampagnen oder eigene Szenarien, verwalten Ressourcen, rekrutieren Einheiten und liefern sich taktische Gefechte auf einer hex-basierten Karte. Die Erweiterung legt den Schwerpunkt auf die Elfen-Allianz, ohne die bewährten Mechaniken der Heldenentwicklung und Truppenführung der Serie zu verändern.
Gameplay
Im Mittelpunkt steht das Erkunden der Karten, das Erobern von Rohstoffquellen und der Aufbau von Streitkräften über einen Technologiebaum mit verschiedenen Spezialisierungen. Helden sammeln Erfahrung und Fertigkeiten, während Einheiten durch Kämpfe stärker werden. Die Schlachten laufen in einer separaten taktischen Ansicht ab, bei der Positionierung, Einheitentypen und Zauberauswahl über den Ausgang entscheiden. Mehr als zweihundert individuell animierte Einheiten aus fünf spielbaren Völkern stehen zur Verfügung, unterstützt von über einhundert unterschiedlichen Zaubern.
Die Elfen-Allianz bietet einen eigenen Technologiebaum, der zwischen Edlen und Wilden Elfen aufgeteilt ist. Diese Entscheidung beeinflusst verfügbare Einheiten und Fähigkeiten und eröffnet unterschiedliche Wege in der Truppenzusammenstellung und langfristigen Planung. Ressourcenmanagement bleibt zentral: Gold, Mana und Führungspunkte müssen stets im Gleichgewicht gehalten werden.
Spielmodi
Im Einzelspielermodus stehen erzählerische Kampagnen im Vordergrund, die miteinander verknüpfte Handlungsstränge in der Fantasy-Welt verfolgen. Rise of the Elves ergänzt eine neue Kampagne zur Elfen-Geschichte und übernimmt die Kampagnen des Grundspiels. Vierzehn zusätzliche Gefechtskarten bieten eigenständige Herausforderungen ohne den Rahmen einer vollständigen Kampagne.
Im Mehrspielermodus sind LAN-, Internet- und Hot-Seat-Partien möglich. Ein integrierter Szenario-Editor erlaubt das Erstellen und Teilen eigener Karten und Abenteuer und erhöht so den Wiederspielwert.
Fraktionen und Völker
Fünf unterschiedliche Völker bieten jeweils eigene Spielweisen. Das Imperium setzt auf disziplinierte menschliche Truppen mit starken Verteidigungsmöglichkeiten. Die Untoten-Horden verlassen sich auf widerstandsfähige, wiederbelebende Einheiten, die den Gegner durch Zermürbung besiegen. Die Bergclans bringen robuste Zwerge und Riesen mit, die sich für Verteidigung und Belagerungen eignen. Die Legionen der Verdammten führen dämonische und höllische Kreaturen ins Feld, die auf aggressive, hochschadensstarke Angriffe ausgelegt sind. Die Elfen-Allianz ergänzt das Spektrum mit wendigen, naturverbundenen Einheiten, die je nach Spezialisierung in edle oder wilde Elfen unterteilt werden.
Jedes Volk verfügt über eigene Einheitenentwicklungen und Zauberlisten, die spürbare Unterschiede im Kampfverhalten erzeugen. Die Wahl zwischen den Elfen-Pfaden erweitert diese Vielfalt: Edle Elfen tendieren zu verfeinerten, unterstützenden Einheiten, während Wilde Elfen auf aggressive, naturgeprägte Angreifer setzen.
Lohnt sich das Spiel?
Das Spiel erhält auf der wichtigsten digitalen Plattform eine sehr positive Bewertung. Die meisten Rezensionen loben die stimmungsvolle Grafik, die taktische Tiefe und den hohen Wiederspielwert durch die verschiedenen Völker und die Verzweigung der Elfen-Pfade. Die gleichzeitige Spielerzahl bleibt Jahre nach Erscheinen zwar überschaubar, zeigt aber eine treue Nischen-Community, die weiterhin Partien und eigene Szenarien genießt.
Die Kompatibilität mit aktuellen Betriebssystemen kann kleinere Anpassungen erfordern, läuft danach jedoch stabil. Die Stärken liegen in bedachtem, strategischem Spielverlauf statt in schnellem Action. Wer hex-basierten Kampf, Heldenentwicklung und asymmetrische Fraktionen schätzt, findet hier ein klassisches rundenbasiertes Erlebnis mit starker visueller Präsentation und umfangreichen Einzelspielerkampagnen.