Headquarters: Cold War ist ein rundenbasiertes Strategiespiel, das in einem fiktiven Konflikt zwischen NATO- und Sowjetstreitkräften im Jahr 1984 spielt. Auf dem PC übernehmen Spieler das Kommando über eine der beiden Seiten und führen kombinierte Waffengänge, bei denen Truppenpositionierung, Ressourcenverwaltung und langfristiger Kräfteausbau in Einzel- und Mehrspielermodus gleichermaßen gefragt sind.
Gameplay
Im Zentrum steht die sorgfältige Planung vor jedem Gefecht. Jede Einheit besitzt detaillierte Panzerungswerte an Front, Seite, Heck und Dach, sodass Flankenangriffe und Ausrichtung in jeder Auseinandersetzung entscheidend sind. Geländemerkmale bieten richtungsabhängigen Schutz, während zerstörte Fahrzeuge und Gebäude Sichtlinien verändern und neue Deckungsmöglichkeiten schaffen. Höhenunterschiede und zerstörbare Elemente bringen vertikale Aspekte ins Spiel und sorgen für dynamische Schlachtfelder, die flexibles Handeln belohnen.
Zwischen den Missionen verwalten Kommandeure die Besatzungen ihrer Fahrzeuge. Der Verlust eines Richtschützen mindert die Feuerkraft, ein fehlender Fahrer beeinträchtigt die Beweglichkeit - so müssen Spieler stets abwägen, wie sie erfahrene Soldaten schützen. Helden können Einheiten verstärken und Spezialfähigkeiten freischalten, während reguläre Truppen mit zunehmender Erfahrung bessere Leistungen erbringen. Hauptquartier-Fähigkeiten wie Nachschub, MLRS-Sperrfeuer, Luftangriffe und taktische Nuklearoptionen ermöglichen es, den Verlauf einer Schlacht entscheidend zu beeinflussen. Offiziers-Skillbäume erweitern die Anpassungsmöglichkeiten um Nahkampftaktiken, Feldverhöre, Tarnnetze, modulare Panzerungsverbesserungen und verbesserte Radarsysteme.
Hubschrauber eröffnen eine neue Mobilitätsebene: Transporthubschrauber bringen Infanterie schnell ans Ziel, während Kampfhubschrauber präzise Schläge ausführen und mit ihrer überlegenen Geschwindigkeit Schlüsselpositionen besser kontrollieren als Bodentruppen.
Spielmodi
Zwei getrennte Kampagnen bieten insgesamt 20 Story-Missionen, je zehn pro Seite. Die NATO- und die UdSSR-Kampagne unterscheiden sich in Zielen und Truppenzusammensetzung und erfordern jeweils eigene taktische Ansätze. Sechs dedizierte Karten stehen für Gefechte zur Verfügung, auf denen Spieler ihre Aufstellungen gegen eine verbesserte KI erproben können, ohne an die Kampagnenregeln gebunden zu sein.
Im Mehrspielermodus treten bis zu vier Spieler in kompetitiven oder kooperativen 2v2-Partien gegeneinander an. Über das CombatHQ-System lassen sich Befehle auch asynchron erteilen. Mit dem integrierten Karteneditor können komplett neue Gefechts- und Mehrspielerszenarien erstellt werden - vom Geländebau über die Platzierung von Zielen bis hin zur Festlegung von Siegbedingungen.
Einheiten und Fortschritt
Achtundfünfzig detaillierte Einheitenmodelle decken Panzer, Infanterie, Hubschrauber und Unterstützungsfahrzeuge beider Fraktionen ab. Bewegungs- und Angriffsreichweiten wurden an die Technologie der 1980er angepasst, ohne das für das Genre typische, bedächtige Tempo zu verlieren. Zwischen den Schlachten lässt sich die Truppenzusammensetzung anpassen, Einheiten austauschen und Verbesserungen vergeben, um auf kommende Bedrohungen zu reagieren. Der Fokus liegt auf der Koordination kombinierter Waffen, nicht auf bloßer Überzahl.
Lohnt sich das Spiel?
Headquarters: Cold War richtet sich an Spieler, die methodische, rundenbasierte Taktik mit starkem Fokus auf Positionierung, Besatzungserhalt und Armeeanpassung schätzen. Die Kampagnen bieten eine klare, narrative Struktur, während Gefechts- und Mehrspielermodi den Wiederspielwert erhöhen. Neuere Updates haben zusätzliche Einheiten, Infanterieklassen und eine fünf Missionen umfassende UdSSR-Kampagnenerweiterung hinzugefügt - ein Zeichen für die anhaltende Weiterentwicklung seit dem Release im März 2026.
Auf Steam liegen die Nutzerbewertungen derzeit bei „gemischt", mit 65 Prozent positiven Stimmen aus einer Stichprobe von 35 Bewertungen. Spieler, die tiefgehende taktische Systeme und detailliertes Crew-Management schätzen, loben vor allem die anspruchsvollen Entscheidungen, während andere die Lernkurve bei Panzerungsseiten und Geländeeffekten anmerken. Das Spiel spricht vor allem Fans realistischer moderner Strategie an, die Wert auf Wiederspielbarkeit durch eigene Karten und verschiedene Mehrspielervarianten legen - weniger auf schnelle Action oder breite Zugänglichkeit.