Hell Clock ist ein Singleplayer-Action-RPG-Roguelite, das vor dem historischen Hintergrund des Krieges von Canudos im Brasilien des späten 19. Jahrhunderts spielt. Spieler übernehmen die Rolle von Pajeú, der in verzerrte Welten hinabsteigt, um die Seele seines Mentors, The Counselor, zurückzuholen, und dabei untote Kräfte bekämpft, die mit diesem brutalen Konflikt verbunden sind. Die zentrale Spielschleife besteht aus zeitlich begrenzten Durchläufen durch prozedural beeinflusste Dungeons, in denen jeder Abstieg die Zeit verzerrt und die Macht durch gesammelte Beute und Upgrades steigert.
Gameplay
Das Gameplay dreht sich um schnelles, isometrisches Kampfgeschehen, das Hack-and-Slash-Action mit Roguelite-Progression verbindet. Jeder Run unterliegt einer strikten Zeitbegrenzung, die Spieler dazu zwingt, tiefer vorzudringen, um bessere Belohnungen zu sichern, bevor die Zeit abläuft. Die Fähigkeiten basieren auf den Themen des Widerstands und umfassen schnelle Messerstöße für Mobilität auf kurze Distanz, schwere Schläge mit einer massiven Glocke zur Flächenkontrolle sowie gezieltes Feuer aus einer Handfeuerwaffe. Diese Fertigkeiten lassen sich zu fließenden Kombos verketten, mit denen sich Gegnerhorden ausräumen und gleichzeitig Positionierung sowie Abklingzeiten managen lassen.
Der Fortschritt basiert auf dem Sammeln antiker Relikte, die passive und aktive Kräfte verleihen. Spieler verfeinern ihre Builds, indem sie diese mit Segnungen kombinieren, die Fähigkeiten über mehrere Durchläufe hinweg weiterentwickeln. Tiefere Erkundung bringt stärkere Ausrüstung, birgt jedoch auch ein höheres Risiko. Die Geschichte entfaltet sich in einer dreiteiligen Kampagne, die historische Ereignisse mit übernatürlichen Elementen verknüpft und jedem Kampf gegen die Unterdrückung aus Brasiliens Vergangenheit einen Kontext gibt.
Game Modes
Mehrere Modi passen die Intensität an unterschiedliche Vorlieben an. Im Relaxed Mode ist der zentrale Timer deaktiviert, sodass sich ohne Zeitdruck frei erkunden und experimentieren lässt. Der Hardcore-Modus erhöht die Herausforderung durch strengere Regeln und dauerhafte Konsequenzen bei einem Scheitern. Im Vengeance-Modus steigt die Spielerstärke mit jedem gescheiterten Versuch, was wiederholte Runs zur Überwindung schwieriger Abschnitte belohnt.
Der Endgame-Inhalt erweitert sich über das Ascension-System. Hier steht Hell Mode für steigende Schwierigkeit zur Verfügung, Penances ermöglichen es, Runs mit zusätzlichen Einschränkungen für bessere Belohnungen anzupassen, und Promises schalten Constellations mit göttlichen Verbesserungen frei. Die Relikt-Anpassung bietet weitere Tiefe: Imbuing mit Tools sorgt für verlässliche Stärkungen, während Corrupting hohe Risiken mit potenziell starken oder nachteiligen Effekten birgt.
Story and Setting
Die Handlung basiert direkt auf dem realen Krieg von Canudos, in dem Tausende Zuflucht suchten und einer gewaltsamen Niederschlagung zum Opfer fielen. Diese historische Grundlage prägt die Spielwelt und wandelt den Konflikt in einen Kampf gegen dunkle Mächte, die Seelen gefangen halten und untote Unterdrücker entfesseln. Jeder Abstieg ist zugleich eine mechanische Herausforderung und eine thematische Auseinandersetzung mit Zyklen der Ungerechtigkeit, die Vergangenheit, Gegenwart und mögliche Zukünfte umspannen.
Charakterfähigkeiten und Relikte spiegeln den Geist des Widerstands wider und kanalisieren kollektive Stärke in persönliche Macht. Die dreiteilige Struktur bietet einen abgeschlossenen Kampagnenbogen, bevor Spieler in wiederholbare Endgame-Systeme übergehen, die auf denselben Themen von Gerechtigkeit und Ausdauer aufbauen.
Is It Worth Playing?
Hell Clock richtet sich an Spieler, die Roguelite-ARPG-Schleifen mit starkem Fokus auf Build-Crafting, Risikomanagement und historischem Setting schätzen. Der Singleplayer-Fokus ermöglicht konsistente Sessions, in denen Runs durch Relikte, Segnungen und verschiedene Modi verfeinert werden. Die positive Kritik hebt den befriedigenden Kampffluss, die sinnvolle Progression und die Einbindung realer Ereignisse in das Fantasy-Gerüst hervor. Das Spiel startete mit vollständiger Kampagne und Endgame-Inhalten und erhält seither kontinuierliche Unterstützung, darunter die Erweiterung Cursed War mit zusätzlichen Inhalten für alle Plattformen. Auf Xbox Series X|S läuft es mit hohen Bildwiederholraten und vollständiger Controller-Unterstützung und bietet eine fokussierte, wiederholbare Erfahrung ohne Multiplayer-Elemente. Wer Diablo-ähnliche Loot-Systeme mit Roguelite-Timern und anpassbarer Schwierigkeit sucht, findet hier substanzielle Tiefe, während der Relaxed Mode auch Spieler anspricht, die ein entspannteres Tempo bevorzugen.