Heroes of Annihilated Empires ist ein PC-Strategiespiel, das Echtzeit-Strategie mit Rollenspiel-Elementen verbindet. Entwickelt von GSC Game World und 2006 veröffentlicht, übernimmt der Spieler die Kontrolle über einen Helden, der in einer Fantasy-Welt große Armeen befehligt und gleichzeitig selbst in Kämpfe eingreift sowie Fortschritte macht.
Gameplay
Im Mittelpunkt steht die Steuerung eines Helden, der Tausende Einheiten ins Gefecht führt. Dabei wechselt man zwischen der RTS-Perspektive mit Truppenbewegungen und Ressourcenmanagement und dem direkten Einsatz des Helden, der mit Zaubern und Fähigkeiten im Nahkampf agiert. Durch Erfahrung, Skill-Verbesserungen und gefundene Artefakte lässt sich der Held im Laufe des Spiels weiterentwickeln.
Magie funktioniert über ein Kartensystem mit mehr als 50 Sprüchen. Die Karten werden durch Erkundung oder in Truhen gefunden und dienen dazu, Kreaturen zu beschwören, Einheiten zu heilen oder starke Effekte im Kampf auszulösen. Das System ermöglicht sowohl schnelle taktische Entscheidungen als auch langfristige Planung für größere Schlachten.
Die detaillierte 3D-Welt bietet eine lebendige Umgebung mit mythischen Wesen und andauernden Konflikten. Neben der Hauptkampagne sorgen zufällige Quests für Abwechslung, während Heldenspezialisierungen und Einheitenanimationen visuell besonders betont werden.
Spielmodi
Im Einzelspielermodus führt eine Kampagne auf der Insel Atlans, der historischen Heimat der Elfen. Die Geschichte wird über Missionen erzählt, die durch Comics ergänzt werden und den Hintergrund des großen Konflikts zwischen alten Mächten vermitteln.
Im Mehrspielermodus können bis zu sieben Teilnehmer über LAN oder Internet gegeneinander antreten. Die Matches nutzen dieselbe Mischung aus RTS- und RPG-Mechaniken; die Spieler wählen aus verfügbaren Völkern und Helden und kämpfen in selbst erstellten oder vordefinierten Szenarien.
Völker, Helden und Einheiten
Vier spielbare Völker stehen zur Auswahl, jedes mit eigenen Fähigkeiten, Zaubern und Artefakten. Jedes Volk bietet drei Helden der Klassen Krieger, Waldläufer und Magier. Hinzu kommen zwölf neutrale Völker, die zusammen mit den spielbaren Fraktionen rund einhundert Einheiten und einhundertfünfzig Gebäude ergeben.
Einheiten werden über spezialisierte Gebäude produziert, meist beginnend mit einem Rathaus. Helden verfügen über individuelle Auren und Fähigkeiten, die benachbarte Truppen beeinflussen. Mehr als einhundertfünfzig magische Gegenstände ermöglichen zusätzliche Anpassungen während langer Kampagnen oder Matches.
Lohnt sich das Spiel?
Auf großen Plattformen erhält das Spiel insgesamt sehr positive Nutzerbewertungen mit einer Zustimmungsrate von 87 Prozent aus Hunderten von Bewertungen. Kritiker vergaben auf Aggregatoren durchschnittlich rund 65 Punkte und lobten die solide Umsetzung klassischer Fantasy-RTS-Elemente, bemängelten jedoch an manchen Stellen fehlende Innovation.
Das Spiel richtet sich an Spieler, die hybride Strategieerlebnisse schätzen, in denen Heldenentwicklung und Truppenführung ineinandergreifen. Die Kampagne bietet eine abgeschlossene Einzelspieler-Geschichte mit kontinuierlichem Levelaufstieg, während der Mehrspielermodus für kleine Gruppen zugängliche, klassische Wettkämpfe bereithält.
Auf moderner Hardware läuft das Spiel problemlos über die Original-Engine. Da es keine laufenden Saisons oder Updates gibt, bleibt das Erlebnis genau wie zum Release. Wer ältere Titel sucht, die große Schlachten mit persönlichem Charakterwachstum verbinden, wird die Mechaniken auch bei wiederholten Durchgängen als tragfähig empfinden.