Indiana Jones and the Infernal Machine ist ein Singleplayer-Action-Adventure von LucasArts, das 1999 für den PC erschien. Die Handlung spielt 1947: Die CIA rekrutiert Dr. Henry „Indiana" Jones, um sowjetische Aktivitäten rund um die Ruinen des Turms von Babel und die rätselhafte Infernal Machine zu untersuchen. Spieler steuern Indy durch eine lineare Kampagne, die Erkundung, Kämpfe und Rätsel in exotischen Schauplätzen miteinander verbindet.
Gameplay
Im Mittelpunkt steht die Navigation durch detaillierte 3D-Welten mit Indys charakteristischen Fähigkeiten. Dazu gehören Laufen, Springen, Schwimmen, Kriechen und das Schwingen mit der Peitsche, um neue Bereiche zu erreichen oder Objekte zu nutzen. Im Kampf mischen sich Nahangriffe mit der Peitsche und dem Revolver, später kommen Schusswaffen wie Nachkriegs-Sturmgewehre, Maschinengewehre der Roten Armee, Bazookas und Sprengladungen hinzu, um Gruppen oder stärkere Gegner zu bewältigen.
Rätsel sind ein wesentlicher Bestandteil des Fortschritts. Oft gilt es, die Umgebung zu manipulieren, gesammelte Gegenstände einzusetzen oder logisch zu kombinieren, um durch antike Bauwerke voranzukommen. Das Spiel umfasst 17 Kapitel, die von den geheimnisvollen Ruinen Babylons bis in die Labyrinthe unter den nubischen Königen führen. Gegner reichen von kommunistischen Agenten über seltsame Monster bis hin zu mechanischen Robotern, die jeweils unterschiedliche Taktiken erfordern.
Die Steuerung legt Wert auf präzises Platforming und Timing, was nach heutigen Maßstäben bewusst und mitunter unerbittlich wirken kann. Gesundheit und Munitionsverwaltung sorgen für Spannung in längeren Abschnitten und fördern eine bedachte Erkundung statt hektischem Vorwärtsstürmen.
Spielmodi
Das Spiel bietet ausschließlich eine Singleplayer-Kampagne. Multiplayer-Optionen oder weitere Modi gibt es nicht. Das gesamte Erlebnis entfaltet sich über die storygetriebenen Kapitel ohne alternative Verläufe oder Spielstile.
Handlung und Setting
Die Geschichte spielt im frühen Kalten Krieg: Indy konkurriert mit sowjetischen Truppen um die Teile der Infernal Machine, bevor diese deren Macht nutzen können. Jedes Kapitel treibt die Handlung voran und führt in neue Schauplätze mit historischen und mythologischen Elementen. Der Schreibstil orientiert sich an klassischen Adventure-Traditionen und legt Wert auf Dialoge, Entdeckungen und steigende Spannung auf der weltumspannenden Reise.
Aufmerksame Erkundung wird belohnt: Verborgene Wege und optionale Interaktionen erweitern die Welt, ohne vom Hauptziel abzulenken. Die Mischung aus realer Geschichte und fiktiven Elementen erzeugt einen stimmigen Ton, der zu den etablierten Abenteuern der Figur passt.
Lohnt sich das Spiel?
Auf Steam erhält das Spiel eine „Sehr positiv"-Bewertung mit 80 Prozent Zustimmung aus 453 Rezensionen. Viele loben die authentische Umsetzung von Indiana Jones in 3D und die Vielfalt der Herausforderungen über die 17 Kapitel hinweg. Andere bemängeln, dass Steuerung und Kamera nach heutigen Standards veraltet wirken und zu Frustmomenten beim Platforming oder im Kampf führen können.
Das Spiel richtet sich an Fans klassischer Action-Adventures, die methodische Erkundung, Rätsel und zeitgemäße Waffen schätzen. Wer moderne, schnelle Mechaniken oder Multiplayer sucht, wird die Erfahrung eher eingeschränkt finden. Es bleibt als abgeschlossenes Singleplayer-Paket verfügbar, ohne laufende Updates oder saisonale Inhalte. Wer Wert auf retro-lastiges Platforming und storyorientierte Kampagnen legt, erhält ein solides, in sich abgeschlossenes Abenteuer.