Just Cause 4 ist ein Third-Person-Open-World-Action-Adventure, das auf groß angelegte Zerstörung und kreative Fortbewegung setzt. Spieler übernehmen die Rolle von Rico Rodriguez, der in der fiktiven südamerikanischen Nation Solís eintrifft, um die Militäreinheit Black Hand herauszufordern. Die Welt besteht aus einer weitläufigen Karte mit unterschiedlichen Biomen wie Dschungeln, Wüsten und schneebedeckten Bergen, in der extreme Wetterereignisse wie Tornados und Gewitter direkten Einfluss auf Bewegung und Kämpfe nehmen.
Gameplay
Im Mittelpunkt steht die Kombination aus Fortbewegungswerkzeugen und physikbasiertem Chaos. Rico nutzt einen Enterhaken mit mehreren anpassbaren Modi, darunter Einziehen, Luftheben und Boost, um Objekte zu verbinden oder sich selbst voranzutreiben. Wingsuit und Fallschirm ermöglichen schnelle Reisen über die Landschaft, wobei Wind und Partikeleffekte während Stürmen die Flugbahn beeinflussen. Fahrzeuge reichen von Autos und Booten bis hin zu Flugzeugen und unterliegen denselben Zerstörungsphysik, die ganze Bauwerke spektakulär einstürzen lässt.
Im Kampf stehen Sprengstoffe und improvisierte Taktiken im Vordergrund. Spieler können Gegner oder Objekte miteinander verbinden, Kettenreaktionen auslösen oder Unterstützung anfordern, während Rebellen und Black-Hand-Truppen an der Front aufeinandertreffen. Ein neues Wettersystem bringt Gefahren mit sich, die sich taktisch nutzen lassen - etwa indem Tornados Gegner auseinandertreiben oder Wege freiräumen. Fortschritt wird durch Chaos-Punkte erzielt, die durch umfangreiche Zerstörung gesammelt werden, um Truppen zu rekrutieren und Gebiete unter Kontrolle zu bringen.
Die Erkundung belohnt mit vielfältigen Interaktionsmöglichkeiten in der Umgebung. Das Enterhaken-System lädt zum Experimentieren ein, ob beim Auseinandernehmen von Stützpunkten oder beim Hochschleudern von Fahrzeugen. Nebenaktivitäten wie Stunt-Challenges und das Entdecken versteckter Orte sind nahtlos in die offene Welt eingebettet und ohne strenge lineare Vorgaben zugänglich.
Spielmodi
Das Spiel ist vollständig auf den Einzelspieler ausgelegt. Die Hauptkampagne besteht aus einer Reihe von Story-Missionen, die den Konflikt mit der Black Hand durch gezielte Schläge und wichtige Ziele vorantreiben. Diese Missionen erfordern meist die Kombination aus Fortbewegung, Kampf und Umgebungsmanipulation.
Region-Strike-Missionen bilden das zentrale Fortschrittssystem. Ihr Abschluss schiebt die Rebellenfrontlinie vor und schließt angrenzende Gebiete frei, wodurch dynamische Grenzkonflikte entstehen, in denen KI-gesteuerte Einheiten fortlaufend kämpfen. Dieses System ersetzt ältere Befreiungsmechaniken durch ein territoriales Fortschrittssystem.
Weitere Aktivitäten umfassen das Ausbilden neuer Rekruten für die Army of Chaos, zeitlich begrenzte Stunt-Challenges und die Erkundung antiker Gräber, bei denen Objekte auf Druckplatten gelenkt werden müssen. Diese Elemente sorgen für Abwechslung innerhalb der Singleplayer-Struktur und motivieren dazu, bereits besuchte Regionen erneut aufzusuchen, sobald die Karte weiter freigeschaltet ist.
Welt und Fraktionen
Solís bildet die zentrale Spielwelt mit abwechslungsreichem Gelände, das unterschiedliche Fortbewegungsstile unterstützt. Die Black Hand sichert ihre Herrschaft durch befestigte Stellungen und fortschrittliche Technologie, während der Spieler die Army of Chaos aufbaut, indem er Einheimische rekrutiert und Einfluss Zone für Zone ausweitet. Wetterbedingte Umweltgefahren beeinflussen sowohl Navigation als auch Kämpfe auf der Insel.
Die Fraktionsinteraktionen drehen sich um Frontkämpfe. Rebelleneinheiten treffen an den Grenzen auf Black-Hand-Soldaten, und Spieleraktionen beeinflussen diese Auseinandersetzungen direkt durch erfolgreiche Schläge und erzeugtes Chaos. So entsteht ein Gefühl eines sich ständig verändernden Konflikts, der mit jedem eroberten Gebiet weiter voranschreitet.
Lohnt sich das Spiel?
Just Cause 4 bietet ein fokussiertes Singleplayer-Sandbox-Erlebnis, das auf Bewegungsfreiheit und zerstörerisches Gameplay ausgelegt ist. Die Anpassungsmöglichkeiten des Enterhakens und die Integration des Wettersystems zählen zu den spürbaren Neuerungen, die Fortbewegung und taktische Optionen erweitern. Die Missionsvielfalt ergibt sich aus Region Strikes, Stunts und Erkundung statt aus wiederholten Aufgaben.
Die Aufnahme war gemischt: Gelobt wurden die Open-World-Mechaniken, die Steuerung und das visuelle Spektakel der Zerstörung, während einige Spieler Wiederholungen in der Missionsstruktur und Einschränkungen bei der Erzählung kritisierten. Das Spiel richtet sich an Spieler, die kreatives Chaos und physikalische Experimente höher bewerten als streng linear erzählte Geschichten oder kompetitive Elemente.
Verfügbar für PS4 und PS5, bietet das Spiel ein abgeschlossenes Paket für alle, die ein Action-Adventure mit dem Fokus auf eine einzelne rebellische Kampagne suchen. Seine Stärken liegen im durchgängigen Loop aus Erkundung, Verkettung und groß angelegter Zerstörung, der die Serie ausmacht.