Labyrinth of Galleria: The Moon Society ist ein Strategie-Rollenspiel, das sich um die Erkundung von Dungeons und das Management eines Teams dreht. Spieler übernehmen die Rolle eines umherirrenden Geistes, der von Madame Marta herbeigerufen wird, um ein mysteriöses unterirdisches Labyrinth voller Monster und wertvoller Artefakte, sogenannter Curios d'art, zu untersuchen.
Gameplay
Im Mittelpunkt steht der Aufbau und die Steuerung einer Truppe seelenbeseelter Puppen, die sich durch die Labyrinthebenen kämpfen, rundenbasierte Kämpfe austragen und Ressourcen sammeln. Das Kampfsystem setzt auf strategische Positionierung und die Kombination von Fähigkeiten, ergänzt durch Vererbungsmechanismen, mit denen sich die Leistung der Puppen langfristig verbessern lässt. Bei der Erkundung gilt es, ein Netz aus gewundenen Gängen zu kartografieren, knappe Vorräte zu verwalten und auf die Herausforderungen der Umgebung zu reagieren.
Ein zentraler Bestandteil ist der Aufbau des Teams. Spieler können bis zu 40 Kämpfer durch Paktabschlüsse und verschiedene Puppentypen anpassen, Rollen verteilen, Fähigkeiten vererben und Formationen anpassen, um unterschiedlichen Gegnergruppen zu begegnen. Gegenüber früheren Teilen der Serie wurden Inventarverwaltung und Truppenaufstellung vereinfacht, sodass sich wiederkehrende Aufgaben bei langen Spielzeiten reduzieren.
In den Kämpfen belohnt sorgfältige Planung, da Puppen während der Gefechte in Echtzeit ausgetauscht und unterstützt werden können. Das System lädt dazu ein, verschiedene Paktkombinationen auszuprobieren, um stärkere Gegner in den tieferen Ebenen zu bezwingen.
Spielmodi
Das Haupterlebnis besteht aus aufeinanderfolgenden Dungeon-Durchläufen, die mit dem Fortschritt der Geschichte verknüpft sind. Spieler steigen Ebene für Ebene hinab, decken Geheimnisse auf und treiben die Handlung durch wiederholte Expeditionen voran, die auf früheren Erkenntnissen aufbauen. Es gibt keine separaten Wettbewerbs- oder Koop-Modi; der Fokus liegt auf dem Solo-Fortschritt durch die Schichten des Labyrinths.
Die Erkundung verbindet alle Inhalte: Sie verknüpft den Fortschritt der Geschichte mit optionalen Tiefenexpeditionen, die zusätzliche Curios d'art und Charakterentwicklung ermöglichen. Die Struktur unterstützt eine durchgehende Kampagne ohne verzweigte Nebenmodi oder saisonale Events.
Anpassung und Fortschritt
Der Fortschritt konzentriert sich auf die Erweiterung des Puppenaufgebots und die Verbesserung ihrer Fähigkeiten. Spieler schalten neue Paktoptionen und Facetten frei, die das Verhalten einzelner Einheiten in Kampf und Erkundung verändern. Durch die Vererbung von Fertigkeiten lassen sich gezielte Verbesserungen vornehmen, sodass sich Teams an immer komplexere Abschnitte des Labyrinths anpassen können.
Das Spiel erlaubt eine umfassende Feinabstimmung der Truppenzusammensetzung, wobei Mechaniken langfristige Investitionen in bestimmte Puppen belohnen. Diese Tiefe spricht Spieler an, die gerne Builds über Dutzende Einheiten hinweg optimieren, statt sich auf eine kleine, feste Gruppe zu verlassen.
Lohnt sich das Spiel?
Labyrinth of Galleria: The Moon Society bietet ein fokussiertes Dungeon-Crawler-Strategie-Rollenspiel mit starkem Schwerpunkt auf Team-Anpassung und taktischem Kampf. Kritiken loben die ausgereiften Mechaniken, die fesselnden Story-Elemente und die Befriedigung, die das Beherrschen der vielschichtigen Systeme bereitet. Eine gründliche Kampagne dauert in der Regel etwa 50 Stunden.
Das Spiel richtet sich an Spieler, die rundenbasierte Strategie, Min-Maxing-Möglichkeiten und methodische Erkundung im Einzelspieler-Format schätzen. Wer leichtere oder actionlastigere RPGs sucht, könnte die Komplexität und das Tempo als weniger ansprechend empfinden. Der Titel gilt als verfeinerte Fortsetzung, die frühere Mechaniken verbessert und den charakteristischen puppenbasierten Spielstil der Serie beibehält.