Last Days of Old Earth ist ein rundenbasiertes Strategiespiel für den PC, das in einer fernen Zukunft spielt, in der die Sonne erlischt. Die Überlebenden der Menschheit ziehen über vereiste Ödlande in Richtung wärmerer Äquatorregionen und geraten dabei mit rivalisierenden Fraktionen um die letzten Ressourcen und Territorien aneinander.
Gameplay
Spieler führen Armeen, die aus individuell zusammengestellten Decks bestehen und Helden, Infanterie, Artillerie, Luftfahrzeuge sowie gepanzerte Fahrzeuge umfassen. Jede Einheit und jeder Held verfügt über besondere Fähigkeiten, die taktische Synergien im Kampf ermöglichen. Das Gelände spielt eine entscheidende Rolle: Hügel und Berge verbessern die Sichtlinien, während Wälder und Ruinen Deckung vor Angriffen bieten.
Mit Tarnung können Einheiten feindliche Helden ausschalten oder Bauwerke sabotieren. Flugzeuge greifen aus der Luft an, um gegnerische Kräfte zu schwächen, oder erkunden entfernte Kartenbereiche, um verborgene Pläne aufzudecken. Gebäude-Upgrades erweitern die Infrastruktur und Verteidigungsanlagen und stärken so langfristig die Positionen. Die beiden Fraktionen verfolgen unterschiedliche Ansätze: Der Skywatchers Clan setzt auf menschliche Erbe-Einheiten und Führungsstärke, während die Automata robotische Wächter mit eigenen Fähigkeiten und Strategien einsetzen.
Spielmodi
Die storygetriebene Einzelspielerkampagne begleitet die Anführer des Skywatchers Clan durch eine Reihe von Missionen, die die Spielwelt vertiefen. Im Gefechtsmodus entstehen zufällige Karten, die für jede Runde neue Schlachtfelder gegen KI-Gegner erzeugen. Der Mehrspielermodus ermöglicht Online-Matches, in denen Spieler ihre Decks und Taktiken gegen andere testen.
Fertig zusammengestellte Armeen bieten einen schnellen Einstieg, während eigene Builds es erlauben, Einheitentypen und Fähigkeiten auf den bevorzugten Spielstil abzustimmen. In allen Modi steht die sorgfältige Platzierung und der gezielte Einsatz von Fähigkeiten im Vordergrund, nicht die reine Masse.
Fraktionen und Kernmechaniken
Der Skywatchers Clan repräsentiert überlebende menschliche Stämme mit Schwerpunkt auf koordinierten Boden- und Luftoperationen. Die Automata agieren als autonome Maschinen, deren Fähigkeiten auf Störung und anhaltenden Druck ausgelegt sind. Beide Seiten greifen auf dieselben grundlegenden Einheitskategorien zurück, setzen diese jedoch über einzigartige Heldenfähigkeiten und Synergien um.
Das Ressourcenmanagement bestimmt den Aufbau der Armeen in einer Welt mit erschöpften Vorräten. Spieler erkunden verlassene Siedlungen und Städte, um noch vorhandene Rohstoffe zu finden und zu nutzen. Kämpfe belohnen kluges Positionieren und das richtige Timing von Spezialfähigkeiten mehr als rohe Gewalt.
Lohnt sich das Spiel?
Last Days of Old Earth bietet ein fokussiertes rundenbasiertes Erlebnis, das auf Deck-Anpassung und taktisches Gefecht in einer postapokalyptischen Wanderungswelt setzt. Es richtet sich an Spieler, die strategische Runden mit Betonung auf Einheitenfähigkeiten, Gelände und Fraktionsunterschiede schätzen, statt auf groß angelegten Imperienaufbau.
Das Spiel erschien 2016 und ist als abgeschlossenes Produkt ohne laufende saisonale Inhalte oder größere Updates verfügbar. Die Resonanz ist gemischt: Einige schätzen die unterschiedlichen Fraktionsmechaniken, andere bemängeln die begrenzte Tiefe einzelner Systeme. Wer ein kompaktes Strategiespiel mit Kampagne und Mehrspielermodus sucht, kann im Kernloop Anklang finden; Spieler, die expansive oder regelmäßig aktualisierte Titel bevorzugen, sollten sich zunächst Alternativen ansehen.