Tales of Vesperia: Definitive Edition ist ein Action-Rollenspiel von Bandai Namco für die Nintendo Switch. Die Spieler begleiten Yuri Lowell und seine Gefährten durch eine Geschichte, die sich um Gerechtigkeit, Korruption und den Einsatz von Blastia-Technologie in einer Fantasy-Welt dreht. Erkundung in Städten und auf Feldern verbindet sich mit Echtzeitkämpfen gegen Gegner, die man auf der Karte antrifft.
Gameplay
Im Zentrum steht das Flex-Range Linear Motion Battle System. Kämpfe versetzen die Gruppe in eine begrenzte Arena, in der sich die kontrollierte Figur auf einer festen Achse bewegt, während Free-Run mit gedrücktem Trigger uneingeschränkte 360-Grad-Bewegung ermöglicht. Normale Angriffe lassen sich zu Artes kombinieren - charakterspezifischen Spezialfähigkeiten, die TP kosten. Die übrigen Gruppenmitglieder handeln automatisch, können aber über Kommandos taktisch beeinflusst werden.
Auf der Weltkarte reist man zwischen verschiedenen Orten, besucht Städte für Story-Ereignisse und verwaltet Ausrüstung sowie Items. Skits sind optionale Dialoge, die Beziehungen und Weltdetails vertiefen, ohne die Hauptgeschichte voranzutreiben. Die Switch-Version liefert stabile Leistung sowohl im Handheld- als auch im TV-Modus und unterstützt das actionreiche Kampfsystem in kurzen wie langen Sessions.
Charakterentwicklung erfolgt über Skill-Bäume und Artes-Anpassung. Verteilte Punkte schalten neue Angriffe frei oder verbessern bestehende, was zum Ausprobieren verschiedener Gruppenzusammenstellungen einlädt. Auf dem Feld kann man Kämpfe vermeiden oder auslösen und die Häufigkeit von Begegnungen über Items oder Einstellungen anpassen.
Spielmodi
Das Spiel ist vor allem ein Einzelspieler-Erlebnis mit Fokus auf die Hauptgeschichte. Zwei Schwierigkeitsstufen stehen zur Wahl: Easy senkt Gegnerwerte und vereinfacht die KI, während Standard den vorgesehenen Schwierigkeitsgrad beibehält. New Game+ überträgt erhaltene Grade-Punkte aus vorherigen Durchgängen und schaltet damit zusätzliche Boni für Folgespiele frei.
In den Kämpfen kann zwischen manuellem und halbautomatischem Steuerungsmodus gewechselt werden. Manuell erlaubt vollständige Kontrolle über Aktionen und Timing für fortgeschrittene Techniken wie Spell Cancelling, während Semi-Auto einige Eingaben automatisiert. Beide Modi lassen sich jederzeit anpassen, um unterschiedlichen Spielstilen oder Gruppenmitgliedern gerecht zu werden.
Handlung und Figuren
Im Mittelpunkt steht Yuri Lowell, der seine Heimatstadt verlässt und in größere Konflikte zwischen dem Imperium und dem Einsatz von Blastia gerät. Im Laufe des Abenteuers stoßen acht spielbare Charaktere mit eigenen Persönlichkeiten und Hintergründen hinzu, die sich sowohl durch die Hauptgeschichte als auch über Skits weiterentwickeln. Themen wie persönliche Gerechtigkeit und gesellschaftliche Probleme stehen im Vordergrund, ohne übermäßige Exposition.
Optionale Quests und charakterspezifische Events liefern zusätzliche Hintergründe und Belohnungen. Die Definitive Edition enthält erweiterte Inhalte, die ursprünglich für westliche Fassungen hinzugefügt wurden, darunter neue Szenen und Voice Lines, die die Präsentation abrunden.
Lohnt sich das Spiel?
Die Kritik lobt vor allem die starke Charakterzeichnung und eine solide Story, die Fans narrativ orientierter JRPGs anspricht. Das Kampfsystem erhält gemischte Rückmeldungen: Manche empfinden es als veraltet, andere schätzen die Tiefe, die manuelle Steuerung und Artes-Management bieten. Die Switch-Version überzeugt durch ihre Portabilität und ermöglicht problemlose Sessions in kurzen oder längeren Abschnitten.
Das Spiel richtet sich an Spieler, die klassische Tales-Elemente wie Gruppen-Dialoge und artesbasiertes Action-Gameplay suchen. Es gibt keine saisonalen Updates oder Live-Service-Funktionen, sodass es als abgeschlossenes Einzelspieler-Erlebnis aus dem Remaster von 2019 vorliegt. Wer charakterzentrierte Abenteuer mit anpassbaren Echtzeitkämpfen und der Flexibilität der Switch schätzt, findet hier den größten Mehrwert.