Tallowmere ist ein 2D-Action-Plattformer mit Roguelike-Elementen für die PlayStation 5. Spieler erkunden prozedural generierte Dungeons, in denen sie sich durch Räume mit Gegnern, Fallen und Schätzen kämpfen und dabei begrenzte Ressourcen sowie präzise Abwehraktionen im Blick behalten müssen. Das zentrale Prinzip besteht darin, immer weiter durch eine endlose Abfolge von Kammern zu gelangen, die mit jedem Schritt größer und anspruchsvoller werden - mit dem Ziel, möglichst lange zu überleben und hohe Punktzahlen zu erreichen.
Gameplay
Im Mittelpunkt steht der Schild: Er wird gehoben, um Angriffe abzuwehren, und gesenkt, um im richtigen Moment zuzuschlagen. Bewegungen und Sprünge helfen, Fallen auszuweichen, während der Schild auch dann noch Schaden abfängt, wenn ein Ausweichen nicht mehr möglich ist. Jeder Raum verlangt nach einem Schlüssel zum Weiterkommen, und besiegte Gegner lassen Seelen fallen, die sich dauerhaft in verbesserte Grundwerte und passive Fähigkeiten umwandeln lassen. Waffen, Kleidung, Helme und Schilde erscheinen in unterschiedlichen Seltenheitsstufen und laden dazu ein, mit wechselnden Ausrüstungskombinationen zu experimentieren.
Jeder Versuch generiert die Räume komplett neu und platziert Gegner, Elite-Varianten, Bosse und Truhen an wechselnden Positionen. Dadurch muss man sich ständig an neue Situationen anpassen und die Verhaltensmuster verschiedener Feinde sowie Fallenarten kennenlernen. Je weiter man vordringt, desto größer werden die Herausforderungen - aber auch die Beute. Da die Dungeons endlos sind, hängt der Erfolg allein von den eigenen Fähigkeiten ab.
Spielmodi
Tallowmere bietet Einzelspieler-Modus mit Fokus auf persönliche Highscore-Läufe. Im lokalen Koop-Modus können bis zu vier Spieler gleichzeitig auf einem Bildschirm spielen und müssen sich eng abstimmen, um im gemeinsamen Chaos zu überleben. Alle Modi nutzen dieselbe prozedurale Generierung und das gleiche Kampfprinzip; separate Wettbewerbs- oder Story-Modi gibt es nicht.
Ein Highscore-System erfasst die Leistung über mehrere Durchläufe hinweg und gibt klare Anhaltspunkte für Verbesserungen. Im Koop-Modus bleibt die Raumstruktur erhalten, doch durch die gemeinsame Fläche und die Skalierung der Gegner steigt die Bedrohung deutlich an.
Fortschritt und Systeme
Die durch Seelen erworbenen Stat-Boosts sorgen für spürbares langfristiges Wachstum, sodass spätere Versuche trotz steigender Schwierigkeit stärker wirken. Die unterschiedlichen Seltenheitsstufen der Ausrüstung regen zum Sammeln und Vergleichen an, auch wenn das Inventar nach jedem Run zurückgesetzt wird. Wer zu aggressiv angreift und den Schild vernachlässigt, scheitert meist schnell - das richtige Timing zwischen Angriff und Verteidigung ist entscheidend.
Fallen und Raumlayouts schaffen zusätzliche Gefahren, die mit Schild und Bewegung interagieren. Wer die Eigenheiten der Gegner - Angriffsmuster, Schwachstellen - erkennt, kann deutlich weiter vordringen. Da es keine feste Kampagne gibt, bleibt der Fokus ganz auf dem typischen Roguelike-Zyklus aus wiederholten Versuchen und schrittweiser Verbesserung.
Lohnt sich das Spiel?
Tallowmere richtet sich an Spieler, die präzises, timingbasiertes Combat und prozedurale Herausforderungen in einem kompakten 2D-Format schätzen. Besonders interessant ist der lokale Koop-Modus für Couch-Gaming mit Freunden: Der geteilte Bildschirm erzeugt Spannung, ohne dass eine Online-Verbindung nötig ist. Im Einzelspieler-Modus entsteht die klassische Roguelike-Spannung, bei der man immer wieder „noch einen Versuch" starten möchte.
Die PS5-Version übernimmt die ursprünglichen Mechaniken unverändert; zusätzliche Inhalte oder saisonale Updates sind zum Launch nicht vorgesehen. Wer eine tiefgehende Geschichte oder groß angelegtes Multiplayer-Erlebnis sucht, wird hier nur begrenzt fündig. Für Fans von Indie-Action-Plattformern bieten der fokussierte Dungeon-Crawl und die Jagd nach hohen Punktzahlen jedoch einen soliden Wiederspielwert. Das Spiel belohnt vor allem das Erkennen von Gegner- und Fallenmustern, weniger reine Reflexe.