The Deed ist ein Adventure- und RPG-Titel für Einzelspieler, in dem man die Rolle von Arran Bruce übernimmt. Er kehrt auf das Familiengut zurück, um einen Mord zu begehen und unentdeckt zu bleiben. In klassischer Whodunit-Manier dreht sich alles um sorgfältige Planung, gezielte Dialogentscheidungen und das Manipulieren von Beweisen, um eines von mehreren möglichen Ergebnissen zu erreichen.
Gameplay
Im Mittelpunkt steht das Erkunden von Dunshiel House und das Interagieren mit einer kleinen Gruppe aus Familienmitgliedern und Dienstboten. Jedes Gespräch und jede Handlung beeinflusst, wie die Verdächtigen später wahrgenommen werden. Zur Auswahl stehen zehn Gegenstände aus dem Haushalt als Tatwaffe; je nach Wahl ergeben sich unterschiedliche Verdachtsmomente gegenüber den Charakteren. Nach der Tat geht es darum, Beweise an bestimmten Orten zu platzieren, um eine andere Person zu belasten. In der abschließenden Befragung durch den Inspektor müssen die Antworten mit den vorherigen Entscheidungen übereinstimmen, um Widersprüche zu vermeiden. Eine erste Durchspielung dauert etwa eine Stunde, doch das Spiel lädt dazu ein, verschiedene Kombinationen aus Waffe, Beweisplatzierung und Dialogverlauf auszuprobieren.
Spielmodi
The Deed bietet keine separaten Mehrspieler- oder Wettkampfmodi. Es handelt sich ausschließlich um ein Einzelspieler-Erlebnis mit einer zentralen Geschichte und mehreren möglichen Ausgängen. Der Wiederspielwert ergibt sich aus den zehn Waffen, den verschiedenen Beweiskombinationen und den Dialogoptionen, die zu unterschiedlichen Enden führen. Es gibt keine weiteren Kampagnen, Schwierigkeitsstufen oder alternative Szenarien.
Handlung und Charaktere
Im Zentrum steht die dysfunktionale Familie von Arran Bruce auf Dunshiel House. Der gewalttätige Vater hat das Testament zugunsten von Arrans jüngerer Schwester geändert, was den zentralen Konflikt auslöst. Die Interaktionen offenbaren die angespannten Beziehungen zwischen Vater, Mutter, Schwester, Zofe und Butler. Über Dialogbäume lassen sich Motive erkunden und Zweifel säen, während die Umgebung Hinweise und Gegenstände liefert, die für die Beweismanipulation wichtig sind. Die Geschichte behält einen düsteren, satirischen Ton bei und verzichtet auf umfangreiches Worldbuilding oder Nebenquests.
Lohnt sich das Spiel?
Die Bewertungen fallen mit „Sehr positiv" aus: 91 Prozent von 926 englischsprachigen Rezensionen sind positiv, bei insgesamt 2.092 Bewertungen in allen Sprachen. Viele Spieler loben die kurze Spielzeit bei gleichzeitig hohem Wiederspielwert durch die verschiedenen Enden. Das Spiel richtet sich an Fans von entscheidungsbasierten Adventures, bei denen kleine Entscheidungen große Auswirkungen haben. Es ist für den PC verfügbar, erhält keine weiteren Updates und bietet eine in sich abgeschlossene Geschichte, die sorgfältige Planung belohnt. Wer lange Kampagnen oder Mehrspieler-Elemente sucht, wird hier nicht fündig, während Liebhaber kompakter Krimi-Puzzles die fokussierten Mechaniken und die zahlreichen Ausgänge schätzen dürften.