Space Pilgrim Episode II: Epsilon Indi ist ein Indie-Point-and-Click-Adventure in einer futuristischen Welt. Ein Jahr nach den Ereignissen des ersten Teils übernimmt Captain Pilgrim erneut Passagiere und fliegt zwischen Sternensystemen. Dabei lernt sie neue Figuren kennen - eine geheimnisvolle Priesterin, einen unruhigen Jugendlichen und ein Robotik-Genie - und gerät in Konflikt mit der undurchsichtigen Regierungsorganisation „Jackals".
Gameplay
Im Mittelpunkt stehen Erkundung und Rätsellösen in einer 2D-Umgebung. Per Mausklick bewegt man die Spielfigur, untersucht Gegenstände und nutzt das Inventar, um mit der Umgebung zu interagieren. Gefundene Objekte helfen dabei, Gespräche voranzubringen und Hindernisse zu überwinden. Die Geschichte spielt an verschiedenen Schauplätzen wie Raumstationen und Kolonien; Dialogoptionen und Begegnungen mit anderen Charakteren bestimmen den Verlauf. Neben Maus und Tastatur wird auch ein Controller unterstützt. Neue Story-Elemente und Begegnungen mit Verbündeten wie Gegnern erweitern das Universum, ohne dass Kämpfe oder ein Levelsystem vorkommen.
Fortschritt ergibt sich aus logischen Rätseln und genauer Beobachtung der Umgebung. Das Inventar bleibt überschaubar, jeder Gegenstand hat eine konkrete Funktion. Im Fokus stehen Captain Pilgrim und ihre Co-Pilotin Sabina White, die sich gemeinsam durch Gefahr und Intrigen kämpfen. Die Inszenierung setzt auf Text und schlichte Animationen statt auf Action.
Spielmodi
Es gibt ausschließlich eine Einzelspieler-Kampagne. Die Handlung ist linear und narrativ ausgerichtet; Spieler durchlaufen eine festgelegte Abfolge von Szenen und Herausforderungen ohne Abzweigungen oder optionale Nebenaufgaben. Multiplayer-Optionen oder wettbewerbs- bzw. kooperative Elemente sind nicht vorhanden. Das Spiel folgt dem klassischen Point-and-Click-Prinzip, sämtlicher Inhalt ist in die Haupthandlung eingebunden.
Handlung und Setting
Die Geschichte knüpft direkt an den Vorgänger an und führt neue Bedrohungen sowie Schauplätze ein. Aus einem Routine-Transportauftrag wird für Captain Pilgrim eine gefährliche Mission, als sie Verbindungen zur Organisation „Jackals" aufdeckt. Die neuen Passagiere bringen eigene Motive und Geheimnisse mit, erweitern das Ensemble und geben weitere Einblicke in das Space-Pilgrim-Universum. Die Kulisse umfasst futuristische Umgebungen wie Orbitalstationen, Planeten-Kolonien und abgelegene Inseln. Dutzende einzigartige Charaktere bevölkern diese Orte und treiben die Handlung durch Gespräche und Schlüsselmomente voran.
Die Episode bietet etwa zehn Stunden Spielzeit, die sich auf Erzählung und Interaktion mit der Umgebung konzentrieren. Der Ton bleibt dem der Serie treu: nüchterne Science-Fiction mit mysteriösen und persönlichen Elementen.
Lohnt sich das Spiel?
Die Resonanz fällt sehr positiv aus: 89 Prozent von 450 Bewertungen fallen positiv aus. Kritiker loben vor allem die stimmige Geschichte, die nachvollziehbaren Rätsel und die überzeugende Charakterzeichnung. Das Spiel richtet sich an Fans klassischer Point-and-Click-Adventures, die Wert auf Narration und logisches Problemlösen legen, statt auf Action oder Ressourcenmanagement.
Das Spiel ist weiterhin für den PC erhältlich; seit Release gab es keine Änderungen am Kern-Erlebnis. Wer den ersten Teil oder vergleichbare Indie-Adventures mag, findet hier eine passende Fortsetzung. Neue Spieler können einsteigen, profitieren aber von der Gesamtsaga.