X-COM: Terror from the Deep ist ein rundenbasiertes Strategiespiel, das 1995 für den PC erschien. Als direkte Fortsetzung von X-COM: UFO Defense verlagert es den Kampf vom Luftraum und Festland in die Tiefen der Ozeane. Spieler übernehmen die Leitung einer Organisation, die die Erde gegen eine Alien-Invasion verteidigt, die durch Signale aus dem Weltraum schlafende Meereswesen erweckt. Das Spiel verbindet globale strategische Planung mit taktischen Gefechten in Unterwasser- und Küstenregionen.
Gameplay
Das Spielprinzip gliedert sich in zwei eng verzahnte Ebenen. Auf der strategischen Ebene verwalten Spieler eine Weltkarte, die nun die Unterwasser-Topografie mit Ozeanböden, Tiefseegräben und Wracks abbildet. Ressourcen fließen in Forschung, Produktion und den Ausbau von Stützpunkten, während Alien-Aktivitäten per Sonar und weiteren Sensoren aufgespürt und abgefangen werden. Mit fortschreitender Forschung stehen neue Unterwasser-Waffensysteme und Fahrzeuge zur Verfügung, die speziell an die Bedingungen unter Wasser angepasst sind.
Taktische Einsätze spielen sich auf mehrstöckigen Karten ab, die Unterwasserbereiche, Schiffsinneres und Küstenanlagen umfassen. Im rundenbasierten Kampf bewegen, schießen und handeln Soldaten mit begrenzten Aktionspunkten. Umweltfaktoren wie die Wasserfärbung beeinflussen die Sichtweite, und die Alien-Streitkräfte bestehen aus mutierten Meereswesen mit Fähigkeiten, die an ihren Lebensraum angepasst sind. Ein integriertes Lexikon dokumentiert entdeckte Gegner und Technologien und beschreibt Mutationsvorgänge sowie neue Lebewesen aus der Tiefe.
Spielmodi
Das Spiel läuft ausschließlich als Einzelspieler-Kampagne. Der Fortschritt wechselt zwischen der strategischen Weltkarten-Phase, in der Bedrohungen beobachtet und Truppen vorbereitet werden, und taktischen Gefechten, sobald Alien-Aktivitäten gemeldet werden. Es gibt keine separaten Mehrspieler-Optionen oder alternative Modi. Das Ziel besteht darin, die Alien-Bedrohung durch aufeinanderfolgende Missionen und Forschungserfolge endgültig zu beseitigen.
Setting und Atmosphäre
Die Handlung erweitert das erste Spiel um eine zweite Front in den Ozeanen der Erde. Längst ruhende Alien-Wesen reagieren auf interstellare Signale und brechen aus ihrer Starre aus, sodass X-COM-Operationen in unbekanntes Terrain verlegt werden müssen. Die Grafik setzt auf Wassereffekte, versunkene Wracks und den Kontrast zwischen Oberflächenstützpunkten und Tiefsee-Einsätzen. Das Alien-Arsenal wächst um meeresangepasste Kreaturen, deren Formen und Fähigkeiten durch Mutations-Technologie verändert wurden.
Lohnt sich das Spiel?
Auf großen Digitalplattformen erhält das Spiel eine „Sehr positiv"-Bewertung, basierend auf Hunderten von Rezensionen. Es spricht Spieler an, die methodische, rundenbasierte Strategie mit Basisbau und langfristigem Fortschritt schätzen. Aufgrund seines Alters fehlen moderne Komfortfunktionen, doch die Kernmechaniken funktionieren auch auf aktueller PC-Hardware über digitale Neuveröffentlichungen einwandfrei. Wer eine anspruchsvolle klassische Erfahrung mit Unterwasser-Thematik sucht, findet hier ein unverwechselbares Setting und ein erweitertes Gegner-Spektrum. Spieler, die schnelle oder Echtzeit-Action bevorzugen, könnten das gemächliche Tempo weniger ansprechend finden. Das Spiel ist als Einzelkauf erhältlich, ohne laufende Saisoninhalte oder Updates.