Back 4 Blood ist ein kooperativer Ego-Shooter in einer postapokalyptischen Welt, die von parasitären Kreaturen beherrscht wird. Spieler übernehmen die Rolle immuner Überlebender - der sogenannten Cleaner -, die sich durch Horden der Ridden kämpfen, um Missionen zu erfüllen und strukturierte Kampagnen abzuschließen. Das Spiel setzt auf Teamarbeit in Vierergruppen, bietet aber auch Solo-Modus mit KI-Begleitern. Das Waffenhandling umfasst verschiedene Schusswaffen und Nahkampfoptionen, während taktische Tiefe durch anpassbare Loadouts entsteht, die sich jeder Runde anpassen lassen.
Gameplay
Im Mittelpunkt steht das Durchqueren linearer Level mit skalierenden Gegnerbegegnungen. Ein als Game Director bezeichnetes KI-System beobachtet das Spielerverhalten und passt Gegner-Spawns, Item-Platzierung und Umweltgefahren in Echtzeit an, um Spannung zu erzeugen, ohne dass es sich nach festen Abläufen anfühlt. Dadurch entstehen selbst bei wiederholten Missionen unterschiedliche Durchläufe, da Gegnerdichte und besondere Bedrohungen je nach Teamfortschritt variieren.
Ein zentrales strategisches Element ist das Kartensystem. Vor jedem Level stellen die Spieler ein Deck aus fünfzehn Karten zusammen, die passive Boni, aktive Fähigkeiten oder Veränderungen von Gesundheit, Schaden und Bewegung gewähren. Diese Perks lassen sich auf unterschiedliche Spielstile ausrichten, etwa auf Fernkampf oder Nahkampf-Überleben. Während der Missionen erscheinen weitere Karten als Belohnungen oder Herausforderungen und beeinflussen die Bedingungen für die gesamte Gruppe.
Als spielbare Charaktere stehen acht unterschiedliche Cleaner zur Verfügung. Jeder bringt eigene Eigenschaften mit, die die Teamzusammenstellung beeinflussen und zur Auswahl passender Rollen anregen. Das Waffenarsenal reicht von Standardgewehren und Schrotflinten bis hin zu Spezialwerkzeugen, während Nahkampf als zuverlässige Alternative bei Munitionsknappheit dient. Friendly Fire und Ressourcenmanagement erfordern zusätzliche Koordination, besonders auf höheren Schwierigkeitsstufen.
Spielmodi
Das Hauptspiel ist die Koop-Kampagne, die in Akte und einzelne Missionen unterteilt ist und über Safe Rooms als Checkpoints verbunden wird. Teams arbeiten zusammen, um Extraktionspunkte zu erreichen, während sie Vorräte verwalten und Wellen der Ridden abwehren. Der Fortschritt bleibt zwischen Sitzungen erhalten, sodass die vollständige Story im eigenen Tempo online mit anderen oder offline mit Bots gespielt werden kann.
Swarm bietet einen asymmetrischen 8-Spieler-PvP-Modus. Ein Vierer-Team übernimmt die Cleaner und verteidigt Ziele, während die gegnerische Seite als mutierte Ridden versucht, sie zu überwältigen. Jede Fraktion nutzt eigene Fähigkeiten und Bewegungsmöglichkeiten.
Trial of the Worm verändert die Standardkampagne durch angepasste Regeln und erhöhte Herausforderungen, die über ein kostenloses Update eingeführt wurden. Im Training-Modus können Spieler allein gegen Bots in Kampagnenszenarien üben. Diese Optionen erweitern das Spielerlebnis jenseits der Hauptstory, ohne den Fokus auf kooperatives Überleben zu verlieren.
Fortschritt und Herausforderungen
Erfolgreiche Durchläufe bringen Ressourcen ein, mit denen neue Karten und Upgrades freigeschaltet werden. Das System belohnt das Ausprobieren verschiedener Deck-Builds, da kein Loadout jede Situation dominiert. Die Schwierigkeitsstufen reichen von zugänglichen Einstiegen bis hin zu anspruchsvollen Nightmare-Einstellungen, die Koordination und Ressourceneffizienz auf die Probe stellen.
Die Gegnervielfalt umfasst normale Infizierte, Spezialtypen mit einzigartigen Angriffen sowie größere Boss-Gegner. Die Ridden zeigen taktisches Verhalten, flankieren oder überwältigen isolierte Spieler, wenn sich die Gelegenheit ergibt. Dadurch bleibt der Kampf über mehrere Durchgänge hinweg dynamisch.
Lohnt sich das Spiel?
Back 4 Blood bietet ein solides Koop-Shooter-Erlebnis, das auf Teamarbeit gegen wachsende Bedrohungen setzt. Das Kartensystem und der reaktionsfähige Game Director heben es von klassischen Horde-Shootern ab und sorgen für spürbare Entscheidungen in jeder Runde. Die Resonanz fällt gemischt aus: Gelobt werden das Waffenhandling und die Wiederspielbarkeit, während gelegentliche Schwierigkeitssprünge und der Aufwand bei der Online-Koordination kritisiert werden.
Das Spiel ist weiterhin auf PS4 und PS5 verfügbar und weist in beliebten Modi eine aktive Spielerschaft auf. Es eignet sich für Gruppen, die ein fokussiertes Zombie-Survival-Erlebnis suchen, das sowohl lockere Runden als auch anspruchsvollere Durchläufe unterstützt. Solo-Spieler können dank Bot-Unterstützung voll einsteigen, doch das Design entfaltet sein Potenzial besonders bei der Abstimmung mit menschlichen Mitspielern. Wer strategischen Deck-Building mit schnellem Shooter-Gameplay verbinden möchte und eine komplette Kampagne mit mehreren Schwierigkeitsstufen sucht, findet hier den größten Mehrwert.