Postal und Postal 2 bilden ein Duo an PC-Spielen, das sich um den Postal Dude und seine zunehmend chaotischen Erlebnisse in der Stadt Paradise dreht. Der erste Teil erschien 1997 als isometrischer Shooter, während Postal 2 in die Egoperspektive mit offener Welt wechselt. Beide Titel geben dem Spieler die Wahl, wie sich Situationen entwickeln - von alltäglichen Aufträgen bis hin zu eskalierenden Auseinandersetzungen. Auf dem PC sind sie weiterhin als eigenständige Spiele verfügbar und belohnen Experimentierfreude innerhalb ihrer jeweiligen Spielschleifen.
Gameplay
Im Original Postal steuert man den Postal Dude aus der isometrischen Perspektive. Jede Mission erfordert das Ausschalten eines festgelegten Prozentsatzes bewaffneter Gegner wie Polizisten oder Militärangehöriger, bevor man weiterkommt. Zivilisten können ebenfalls angegriffen werden, doch im Mittelpunkt steht das Erreichen der Killquote bei schnellen, direkten Bewegungen aus der Vogelperspektive. Das Waffenarsenal reicht von einfachen Schusswaffen bis hin zu schwereren Modellen, die ganze Gruppen effektiv ausschalten.
Postal 2 erweitert das Konzept zum First-Person-Shooter auf einer großen, nicht-linearen Karte. Der Postal Dude erhält tägliche Aufträge, die er über eine Woche hinweg erledigen muss. Diese reichen von einfachen Dingen wie Milch holen oder Wäsche abgeben bis zu komplexeren Aufgaben wie einem Besuch im Beichtstuhl. Der Spieler entscheidet selbst, ob er alles friedlich erledigt oder durch aggressives Verhalten eskaliert. Die NPCs reagieren entsprechend - Passanten und Behörden passen ihr Verhalten an sichtbare Gewalt oder Störungen an. Sobald Bereiche freigeschaltet sind, kann man frei erkunden. Wer sich für einen pazifistischen Weg entscheidet, muss dennoch mit Übergriffen durch feindliche NPCs rechnen.
Game Modes
Postal bietet eine klassische Einzelspieler-Kampagne mit einzelnen Levels. Der Fortschritt hängt davon ab, ob die geforderte Anzahl an Gegnern in jeder Stufe erreicht wird.
Postal 2 dreht sich um die Basiskampagne von Montag bis Freitag. Die Karte öffnet sich nach und nach, sodass die Aufträge in beliebiger Reihenfolge erledigt werden können. Apocalypse Weekend erweitert das Spiel um Samstag und Sonntag in eher linear aufgebauten Levels mit zusätzlichen Mechaniken wie Zerstückelung. A Week in Paradise fasst alle sieben Tage in einem durchgehenden Durchlauf zusammen und verbindet die offene Erkundung des Grundspiels mit den späteren Erweiterungen. Enhanced Mode funktioniert als New-Game-Plus-Variante mit mehr Waffen und veränderten Weltelementen für weitere Durchgänge. Survival Mode fördert einen gewaltfreien Ansatz, berücksichtigt aber weiterhin aggressive NPCs, die defensive Reaktionen erzwingen können.
Current State and Updates
Beide Spiele erhalten auch Jahre nach ihrem Erscheinen noch Updates. Besonders Postal 2 hat auf dem PC eine aktive Spielerschaft mit oft mehreren hundert gleichzeitigen Spielern. Erweiterungen und Patches haben Mechaniken wie Physik und Verhalten von Menschenmengen verbessert. Ein Remake mit dem Titel Postal 2 Redux ist in Entwicklung und soll um 2026 mit verbesserter Grafik, neuen Waffen und überarbeitetem Bewegungsgefühl erscheinen. Die Originalversionen bleiben ohne weitere Käufe vollständig spielbar.
Is It Worth Playing?
Spieler, die eine Einzelspieler-Erfahrung mit hoher Handlungsfreiheit suchen, werden vor allem Postal 2 wegen seiner nicht-linearen Struktur und der reaktiven Welt schätzen. Das Original Postal bietet einen eher linearen, aber intensiven isometrischen Shooter mit quotenbasiertem Fortschritt. Die Resonanz ist unter Fans des satirischen Tons und der Sandbox-Elemente überwiegend positiv. Die Spiele richten sich an Spieler, die mit reifen Themen und ungefilterter Gewalt umgehen können, da der Reiz vor allem darin liegt, Grenzen auszutesten statt einer festen Geschichte zu folgen. Die anhaltende Community-Aktivität und die angekündigte Redux-Version zeigen, dass die Serie auf dem PC weiter unterstützt wird.