Command:MO - Chains of War ist eine Simulationssoftware, die sich auf Luft- und Seegefechte im modernen Pazifikraum konzentriert. Spieler führen Verbände in detaillierten Szenarien, die militärische Gegebenheiten des 21. Jahrhunderts widerspiegeln - darunter Netzwerkausfälle, hochentwickelte Munition und logistische Herausforderungen. Das Spiel erweitert Command: Modern Operations um eine fokussierte Kampagne, in der der Spieler Truppen verschiedener Nationen inmitten wachsender Spannungen zwischen Großmächten befehligt.
Gameplay
Im Mittelpunkt steht die Führung von Luft-, See- und begrenzten Bodenkräften in Echtzeit oder beschleunigtem Zeitverlauf. Einheiten agieren unter realistischen Einschränkungen: Kommunikationsverbindungen können durch Cyberangriffe oder elektromagnetische Impulse ausfallen, sodass isolierte Gruppen ausschließlich auf eigene Sensoren und Befehle angewiesen sind. Dadurch entfällt die zentrale Übersicht, und Spieler müssen eigenständig operierende Kampfgruppen sorgfältig planen.
Logistik spielt eine gleichwertige Rolle durch Fracht-, Landungs- und Abwurfmechanismen. Truppen und Ausrüstung werden auf Schiffe, Flugzeuge oder sogar U-Boote verladen und an geeignete Küsten- oder Binnenziele gebracht - unter Berücksichtigung von Volumen-, Gewichts- und Besatzungsgrenzen. Flugzeuge verfügen über ein gestaffeltes Schadensmodell, das Treffer an Rumpf, Cockpit und Triebwerken separat erfasst. Ein Flugzeug kann Treffer überstehen, kehrt jedoch mit eingeschränkter Leistungsfähigkeit zurück oder muss für den Rest eines Gefechts repariert werden.
Neue Waffensysteme eröffnen taktische Optionen: Railguns ermöglichen weitreichende kinetische Schläge, Hochenergielaser richten gezielte Schäden an Optiken oder Raketen an, und schiffsgestützte ballistische Raketen bedrohen große Überwassereinheiten. Taktische EMP-Waffen und Anti-Satelliten-Systeme erschweren das Gefechtsfeld zusätzlich, indem sie Elektronik oder Orbitalkomponenten im entscheidenden Moment lahmlegen. Diese Elemente führen zu Kämpfen, in denen elektronische Kriegführung und präzise Effekte oft den Ausgang bestimmen, bevor konventionelle Feuerkraft zum Einsatz kommt.
Spielmodi
Das Kernspiel besteht aus einer zwölfteiligen Kampagne, die eine eskalierende Krise im westlichen Pazifik nachzeichnet. Jede Mission stellt den Spieler auf eine der beiden Konfliktseiten und wechselt zwischen Verteidigungs- und Angriffsrollen, je nach Entwicklung der Lage. Vier eigenständige Szenarien ergänzen das Angebot und greifen frühere potenzielle Krisenherde auf, die in der Realität friedlich blieben.
Alle Szenarien lassen sich unabhängig vom Kampagnenfortschritt spielen. Der Schwerpunkt liegt auf Einzelspieler-Entscheidungen; kompetitive oder kooperative Mehrspielermodi sind nicht vorgesehen. Spieler wählen Startbedingungen, passen die Zeitkompression an und erteilen Befehle über eine detaillierte Oberfläche, die Einheitenstatus, Sensorabdeckung und Versorgungslinien anzeigt.
Der Pazifikraum
Die Handlung spielt in einer nahen Zukunft, in der Spannungen auf der koreanischen Halbinsel eine breitere Beteiligung Chinas, der Vereinigten Staaten und regionaler Verbündeter auslösen. Die Kontrolle über Seewege und strategische Stützpunkte bildet das zentrale Ziel. Zur Verfügung stehen Kräfte aus den Vereinigten Staaten, Südkorea, Japan, Taiwan, Australien, Nordkorea und China. Jede Seite setzt zeitgemäße Plattformen ein, die unter den neuen Regeln für Kommunikation, Schaden und Logistik interagieren.
Die Szenarien reichen von anfänglichen Grenzgefechten bis hin zu größeren Flottenoperationen und amphibischen Manövern. Das Design verdeutlicht, wie moderne Sensoren, Raketen und elektronische Maßnahmen traditionelle See- und Luftkriegsführung im Vergleich zu früheren Konflikten verändern.
Lohnt sich das Spiel?
Die Simulation richtet sich vor allem an Spieler, die detaillierte Abbildungen moderner Waffensysteme höher schätzen als schnelle Action. Kampagne und Einzelmissionen bieten lange Spielzeiten, die auf Planung, Koordination und Anpassung an unerwartete Störungen ausgerichtet sind. Realistische Flugzeugschäden und Kommunikationsausfälle sorgen für zusätzliche Tiefe und belohnen wiederholte Durchgänge sowie genaue Beobachtung des Einheitenverhaltens.
Spieler, die arcade-ähnliche Kämpfe bevorzugen, könnten die Oberfläche und das Tempo als anspruchsvoll empfinden. Das Spiel erhält regelmäßige Updates, die die Kompatibilität mit der Basissimulation gewährleisten und die Szenarien für Bestandskunden aktuell halten. Es eignet sich für Liebhaber von Luft- und Seewargames, die hypothetische moderne Konflikte mit hoher technischer und operativer Genauigkeit erleben möchten.