Hearts of Iron IV: By Blood Alone ist eine Erweiterung für die Großstrategie-Simulation Hearts of Iron IV, die den Zweiten Weltkrieg in den Mittelpunkt stellt. Sie ergänzt neue Fokus-Bäume, zusätzliche Mechaniken und Anpassungsmöglichkeiten für Italien, Äthiopien und die Schweiz und erweitert gleichzeitig Systeme wie Friedensverhandlungen und Flugzeugproduktion.
Gameplay
Im Zentrum stehen alternative Geschichtsverläufe und erweiterte Gestaltungsmöglichkeiten innerhalb des bestehenden Großstrategie-Rahmens. Über Fokus-Bäume legen Spieler nationale Prioritäten fest, die sowohl historische als auch abweichende Pfade eröffnen - etwa die Restauration der Monarchie in Italien, eine kommunistische Revolution oder den Wechsel an die Spitze des Staates. Äthiopien erhält Optionen, einer Invasion durch inneren Widerstand oder durch eine Exilregierung zu begegnen, die vom Ausland aus agiert. Die Schweiz muss das Gleichgewicht zwischen inneren Fraktionen und äußerem Druck wahren, um ihre Neutralität zwischen den umliegenden Mächten zu sichern.
Weitere Neuerungen umfassen überarbeitete Friedenskonferenzen, bei denen Regionen oder ganze Staaten entmilitarisiert, erbeutete Großkampfschiffe versteigert oder feindliche Fabriken und Ressourcen als Reparationen gesichert werden können. Mit dem Flugzeugdesigner lassen sich eigene Modelle für Aufgaben wie schnelle Abfangjäger oder schwere Bomber erstellen. Die Leistung von Divisionen wird erfasst, sodass Kommandeuren auf Basis ihrer Erfolge Orden verliehen werden können. Sobald die Weltspannung einen bestimmten Wert erreicht, steht zudem eine diplomatische Embargo-Option zur Verfügung, mit der der Handel mit feindlichen Nationen unterbunden werden kann. Über zwanzig neue Landeinheiten-Modelle für die drei Schwerpunktstaaten sowie Dutzende Flugzeugvarianten und zusätzliche Soundtrack-Stücke runden das Paket ab.
Spielmodi
Im Einzelspieler begleiten Kampagnen die nationalen Fokus-Bäume und ermöglichen es, die Ereignisse ab 1936 historisch oder abweichend zu gestalten - für Italien, Äthiopien und die Schweiz. In Mehrspieler-Sessions koordinieren Teilnehmer gemeinsame Strategien über mehrere Nationen hinweg und nutzen dabei die neuen Optionen und Systeme. Die Friedenskonferenz-Mechanik kommt unabhängig vom Spielmodus am Ende größerer Konflikte zum Einsatz und bietet vielfältige Nachkriegsregelungen.
Wichtige Ergänzungen und Mechaniken
Einheitenorden dokumentieren dauerhaft die Erfolge von Divisionen und ermöglichen gezielte Belohnungen für Kommandeure. Embargos lassen sich über die Diplomatie steuern, um Gegner vom Welthandel auszuschließen. Der Flugzeugdesigner ist direkt mit den Produktionslinien verknüpft; Spieler müssen dabei Geschwindigkeit, Haltbarkeit und Bewaffnung austarieren. Neue Modelle aktualisieren das Erscheinungsbild italienischer, äthiopischer und Schweizer Verbände, ohne die Kampfregeln zu verändern. Diese Elemente ergänzen die bestehende Simulation von Ressourcenmanagement, Forschung und Truppenaufstellung.
Lohnt sich das Spiel?
Die Erweiterung richtet sich an Spieler, die detaillierte Großstrategie-Simulationen mit Fokus auf alternative Geschichtsverläufe und nationale Entwicklung im Zweiten Weltkrieg suchen. Sie bietet umfangreichen Inhalt für Italien, Äthiopien und die Schweiz durch erweiterte Fokus-Bäume sowie Systeme wie den Flugzeugdesigner und überarbeitete Friedenskonferenzen. Die fortgesetzte Weiterentwicklung des Basisspiels nach der Veröffentlichung 2022 zeigt anhaltende Unterstützung für den Titel. Wer komplexe Wirtschaftsplanung, diplomatisches Taktieren und militärische Feldzüge schätzt, findet vor allem bei den drei vorgestellten Nationen und ihren individuellen Pfaden zusätzliche Abwechslung.