Old World - The Sacred and The Profane erweitert das rundenbasierte Strategiespiel Old World um umfangreiche Inhalte rund um Religion und ihren Einfluss auf antike Reiche. Spieler lenken wachsende Nationen, indem sie mit begrenzten Befehlen Einheiten, Städte und Diplomaten steuern und dabei Familiendynastien sowie Glaubensfragen ausbalancieren. Die Erweiterung koppelt religiöse Zustimmung direkt an die Stabilität: sinkt die Zufriedenheit einer Glaubensgemeinschaft, droht Unruhe in den betroffenen Städten.
Gameplay
Im Zentrum steht der Aufbau und Schutz von Territorien im antiken Mittelmeerraum und Nahen Osten. Ereignisse beeinflussen Charakterentwicklung und Reichspolitik, während Befehle als zentrale Ressource fungieren: Ein einzelner Zug kann mehrere Aktionen umfassen, bis der Vorrat erschöpft ist. Herrscher altern, vererben Eigenschaften und treffen Entscheidungen, die neue Charakterzüge hervorbringen.
Die Erweiterung integriert ein umfassendes Religionssystem. Über 350 neue Ereignisse behandeln Rituale, Machtkämpfe um Staatsreligionen und das Aufkommen konkurrierender Weltreligionen. Kleriker-Charaktere treten mit eigenen Missionen und Projekten in den Hofstaat ein; ihr Erfolg hängt davon ab, wie wohlwollend ihr Glaube dem Herrscher gegenübersteht. Bestehende Figuren können über Missionen der Staatsreligion in den Klerus wechseln. Mehr als zehn neue Eigenschaften - darunter grundlegende, ereignisbasierte und klerikale Varianten - verändern Fähigkeiten und Interaktionen.
Religiöse Unzufriedenheit birgt konkrete Risiken: Sinkt die Zustimmung einer Glaubensgemeinschaft, kann Unruhe in passenden Städten ausbrechen und Produktivität mindern oder offene Konflikte auslösen. Über zehn neue Kult-Stadtprojekte, die durch Ereignisse oder Schrein-Ausbauten verfügbar werden, bieten spezialisierte Ressourcen oder Verteidigungsvorteile. Sechs historische Persönlichkeiten sind als rekrutierbare Charaktere hinzugekommen, jeder mit eigenen Hintergründen und Handlungszweigen, die an ihren Glauben oder ihre Philosophie geknüpft sind.
Spielmodi
Old World bietet Einzelspieler-Kampagnen gegen KI, bei denen langfristiger Reichsaufbau und mehrgenerationale Ereignisse im Vordergrund stehen. Multiplayer-Optionen umfassen Hotseat, asynchrones Spiel und Cloud-Matches mit flexibler Terminierung. Plattformübergreifende Unterstützung ermöglicht kooperative und kompetitive Partien, in denen die neuen religiösen Mechaniken Bündnisse und Rivalitäten beeinflussen.
Die Modi integrieren die Erweiterung nahtlos: Religiöse Unruhe und Klerikermissionen erscheinen sowohl im Einzel- als auch im Mehrspielermodus, ohne das Befehlssystem oder die Kartengenerierung zu verändern.
Wichtige Ergänzungen und Mechaniken
Die Erweiterung legt den Fokus auf historische Was-wäre-wenn-Szenarien, in denen mehrere Religionen um Einfluss konkurrieren. Spieler müssen die Forderungen des Klerus gegen übergeordnete Reichsinteressen abwägen, da die Begünstigung einer Glaubensgemeinschaft eine andere verärgern und städtische Folgen nach sich ziehen kann. Neue Charaktereigenschaften wirken sich auf Ereignisausgänge und Projekt-Effizienz aus, während die historischen Rekruten spezialisierte Rollen am Hof oder auf dem Schlachtfeld übernehmen.
Stadtverbesserungen, die mit Kulten verbunden sind, liefern gezielte Effekte und belohnen sorgfältiges Management der Glaubensbeziehungen. Die Ereignisse reichen von kleinen persönlichen Ritualen bis zu grundlegenden Wechseln der Staatsreligion und halten den Entscheidungsbaum über Hunderte neuer Inhalte hinweg dicht.
Lohnt sich das Spiel?
Old World erhält auf den großen Plattformen sehr positive Bewertungen; aktuelle Rezensionen zeigen anhaltendes Spielerinteresse. Die Erweiterung fügt spürbare Tiefe in religiöse und erzählerische Schichten ein, ohne einen kompletten Neustart zu erfordern, und eignet sich für Fans detaillierter 4X-Strategie mit Dynastie- und ereignisgetriebener Erzählung. Zum moderaten Preis spricht sie Spieler an, die neben territorialer Expansion auch interne Verwaltungsherausforderungen suchen.
Wer rundenbasierte Systeme schätzt, die Militärbefehle, Charakterentwicklung und nun auch Glaubenspolitik verbinden, wird die Ergänzungen als natürliche Erweiterung empfinden. Der Inhalt unterstützt wiederholte Durchgänge durch vielfältige Ereignisketten und Charakterinteraktionen; Einsteiger profitieren jedoch davon, zunächst das Grundspiel zu spielen, um die Befehlswirtschaft kennenzulernen. Die fortlaufende Verfügbarkeit auf PC-Plattformen sichert Zugang für neue und zurückkehrende Spieler, die antike Strategie mit tiefgehenden Simulationselementen suchen.