Tank Warfare: Chewy Gooey Pass ist eine Strategiesimulation, die den nordafrikanischen Kriegsschauplatz des Zweiten Weltkriegs thematisiert. Das Spiel bildet eine konkrete Gefechtshandlung vom 25. November 1942 nach, bei der amerikanische Panzerverbände des 1st Tank Battalion deutsche Stellungen am Chouigui Pass angriffen. Spieler führen beiderseitige Kräfte auf einer detaillierten Karte von über 36 Quadratkilometern, die von Höhenrücken, Halbwüsten und tiefen Schluchten geprägt ist. Besonderer Wert liegt auf historischer Genauigkeit bei Truppenorganisation und Geländeeinfluss auf Bewegung und Kampf.
Gameplay
Der Spielablauf wechselt zwischen operativer Planung und taktischer Führung im Gefecht. In der Planungsphase positionieren Spieler Einheiten, verteilen Nachschub und bereiten sich auf bevorstehende Kämpfe vor - unter Berücksichtigung des schwierigen Geländes, das Sicht und Fahrzeugbewegung stark einschränkt. Sobald Feindberührung erfolgt, wechselt das Spiel in die Echtzeit-Taktikebene, in der einzelne Fahrzeuge und Infanteriegruppen unter realistischen Ballistik-, Durchschlags- und Sichtlinienregeln befehligt werden. Die historischen Truppenstrukturen bestimmen die verfügbare Ausrüstung: amerikanische Sherman-Panzer treffen auf deutsche Verbände mit Infanterie und begrenzter Luftunterstützung. Geländemerkmale wie Schluchten bilden natürliche Deckungen und zwingen Angreifer in vorgegebene Wege, was Flankenmanöver und Hinterhalte begünstigt.
Spielmodi
Der Inhalt umfasst zwei miteinander verknüpfte Operationen mit je vier Runden pro Seite. Die erste Operation schildert den amerikanischen Vorstoß und die Einnahme des Passes, die zweite simuliert den anschließenden deutschen Gegenangriff unter Major Witzig. Beide Seiten nutzen dieselbe Operationsstruktur, sodass Spieler das Geschehen aus unterschiedlichen Perspektiven erleben können. Weitere Modi oder Kampagnen sind nicht enthalten. Die Konzentration liegt ausschließlich auf dieser einzelnen historischen Episode.
Historischer Hintergrund und Einheiten
Die Ereignisse folgen dokumentierten Abläufen der Tunesien-Kampagne. Auf amerikanischer Seite treten Verbände des 1st Tank Battalion auf, die in Kompanien organisiert Brücken und Flugplätze angriffen und anschließend Verteidigungsstellungen bezogen. Die deutsche Seite besteht aus ad-hoc zusammengestellten Kampfgruppen für den Gegenstoß. Die Einheitenzusammensetzung entspricht den damaligen Ausrüstungslisten ohne moderne oder fiktive Ergänzungen. Die große Kartenfläche ermöglicht ausgedehnte Bewegungen, die den tatsächlichen Entfernungen um Chouigui sowie den Orten Tebourba und Djedeida entsprechen.
Lohnt sich das Spiel?
Diese Erweiterung bietet eine fokussierte historische Simulation für Spieler, die detailliertes Wargaming mit operativen und taktischen Ebenen schätzen. Sie setzt das Basisspiel Graviteam Tactics: Tunisia 1943 voraus. Auf Steam liegt die positive Bewertung bei 94 Prozent aus einer kleinen Stichprobe von 19 Rezensionen. Seit der Veröffentlichung 2018 gibt es keine weiteren Updates oder neuen Inhalte. Das Spiel richtet sich vor allem an Liebhaber realistischer Panzerkämpfe des Zweiten Weltkriegs, denen Geländedarstellung und zeitgemäße Truppenzusammenstellungen wichtiger sind als schnelle Action oder umfangreiche Mehrspielermodi. Wer eine kurze, in sich geschlossene historische Szene sucht, findet in den beiden Operationen wiederholbaren Spielspaß aus beiden Fraktionsperspektiven.