The Occultist ist ein First-Person-Narrative-Thriller, der auf der abgelegenen britischen Insel Godstone spielt. Spieler übernehmen die Rolle von Alan Rebels, einem paranormalen Ermittler, der nach dem rätselhaften Verschwinden seines Vaters Antworten sucht. Das Erlebnis verbindet Erkundung, Rätsel und Begegnungen mit übernatürlichen Kräften in einem storygetriebenen Abenteuer, das auf Deduktion und Umgebungsinteraktion setzt statt auf direkte Konfrontation.
Gameplay
Im Mittelpunkt steht die Erkundung der Insel, bei der ein mystisches Pendel als zentrales Interaktionswerkzeug dient. Damit lassen sich verborgene Spuren sichtbar machen, Objekte in der Umgebung zurückversetzen oder verändern und ätherische Wesen beschwören - etwa eine steuerbare Krähe für schwer erreichbare Stellen oder Ratten für bestimmte Rätsel und Wege. Der Fortschritt ergibt sich aus dem Sammeln von Beweisen, dem Deuten okkulter Symbole und dem Lösen von Umgebungsrätseln, die von einfachen Platzierungen bis hin zu ritualistischen Zusammenhängen reichen. Bei der Begegnung mit übernatürlichen Wesen gilt es, durch Heimlichkeit und gezielte Bewegungen auszuweichen, da das Spiel auf klassisches Kämpfen verzichtet. Die Atmosphäre verbindet britische Dorfästhetik der Mitte des 20. Jahrhunderts mit verfallenen, jenseitigen Einflüssen und erzeugt Spannung vor allem durch Sounddesign und visuelle Hinweise.
Game Modes
The Occultist bietet eine rein einzelspielerbasierte Kampagne. Es gibt keine separaten Multiplayer- oder Wettbewerbsmodi. Die Geschichte verläuft linear, lässt jedoch in ausgewählten Bereichen freie Erkundung zu, sodass Spieler zusätzliche Hinweise und Hintergrundinformationen in ihrem eigenen Tempo entdecken können. Sämtliche Mechaniken sind auf diese fokussierte Erfahrung ausgerichtet und betonen das Lösen von Rätseln sowie die narrative Entdeckung.
Soundtrack and Atmosphere
Begleitet wird die Reise von einem originalen Orchestersoundtrack mit 25 Titeln und einer Gesamtlänge von über einer Stunde, komponiert von Pepe Herrero. Die Stücke unterstreichen die unheimliche Abgeschiedenheit Godstones und verstärken Momente übernatürlicher Spannung, ohne den investigativen Fokus zu überlagern. Das Sounddesign ist eng mit den Pendel-Mechaniken und der erzählerischen Umgebung verknüpft und unterstützt den psychologischen Horrorton des Spiels.
Is It Worth Playing?
Spieler loben vor allem die narrative Umsetzung, die atmosphärische Weltgestaltung und die durchdachten Rätsel. Viele heben zudem die Synchronisation und das einzigartige Pendelsystem hervor, das der Erkundung zusätzliche Tiefe verleiht. Die Spielzeit liegt bei etwa sechs bis acht Stunden und eignet sich damit für alle, die ein in sich abgeschlossenes Mystery-Erlebnis suchen. Auf den großen Plattformen fällt die Resonanz überwiegend positiv aus, wobei das investigative Horrorkonzept geschätzt wird, während einige Abschnitte als etwas schleppend und der Wiederspielwert als begrenzt kritisiert werden. Das Spiel richtet sich an Fans von rätsellastigen Adventures und übernatürlichen Thrillern, die Deduktion und Heimlichkeit gegenüber actionlastigen Sequenzen bevorzugen. Es ist derzeit auf dem PC verfügbar und bietet einen unkomplizierten Einstieg in die Mechaniken paranormaler Ermittlung und okkulter Enthüllung.