Train Simulator: Munich - Rosenheim Route Add-On erweitert die PC-Simulation um eine detaillierte 64 km lange Strecke. Spieler übernehmen authentische deutsche Züge auf der Verbindung zwischen München und Rosenheim, die bis zur österreichischen Grenze führt. Der Schwerpunkt liegt auf realistischem Betrieb - von den urbanen Abschnitten rund um München bis hin zur offenen Landschaft im Süden. Das Spektrum reicht von S-Bahn-Leistungen bis zu längeren Expressfahrten.
Gameplay
Im Mittelpunkt steht das Fahren nach Fahrplan und Sicherheitsvorgaben. Beschleunigen, Bremsen und Geschwindigkeitsmanagement erfolgen unter Beachtung von Signalen und Bordsystemen. Die Strecke kombiniert viergleisige Abschnitte ab München Ost mit zweigleisigen, kurvenreichen Abschnitten, die durch unterschiedliches Gelände führen und auf Steigungen sowie Krümmungen achten lassen. Nachtbeleuchtung und Umgebungsdetails sorgen für stimmige Bedingungen zu jeder Tageszeit.
Zwei Triebfahrzeuge stehen zur Verfügung: Die DB BR 423 bedient die S-Bahn mit häufigen Halten und kürzeren Einheiten, während die DB BR 101 RE-Züge für schnellere, längere Expressleistungen zieht. Beide Fahrzeuge verfügen über originalgetreue Führerstände und realitätsnahe Fahreigenschaften.
Spielmodi
Sieben Szenarien decken unterschiedliche Betriebssituationen ab. „Morning Run" startet mit frühen Leistungen bei geringem Verkehrsaufkommen, „Rush Hour Challenger" stellt den Spieler vor dichte Taktfahrpläne. „Haven't the Foggiest" simuliert eingeschränkte Sicht, „Going Underground" Tunnelabschnitte. „Morning Haze" und „Southbound S-Bahn" konzentrieren sich auf Regionalverkehr, „S-Bahn Run" auf den lokalen Triebwagenbetrieb. Im Quick-Drive-Modus lassen sich Zug, Uhrzeit und Wetter frei wählen.
Weitere Szenarien können über die Community direkt in die Spieloberfläche integriert werden und erweitern den Spielumfang, ohne die Grundstrecke oder Fahrzeuge zu verändern.
Die Strecke München-Rosenheim
Die Strecke entstand in den 1860er Jahren zunächst eingleisig und wurde später zweigleisig ausgebaut, um den Verkehr zwischen Deutschland und Österreich aufzunehmen. Anfang des 20. Jahrhunderts war sie stark frequentiert, bevor kriegsbedingte Einschränkungen den Betrieb reduzierten. Heute verkehren sowohl Regional- als auch Fernzüge, die München mit Zielen weiter östlich und südlich verbinden. Der nachgebildete 64-km-Abschnitt zeigt den Übergang von dicht bebauten Vorstädten um München zu ländlichen Landschaften bei Rosenheim; Grafing Bahnhof dient als Knotenpunkt für S-Bahn-Anschlüsse.
Signal- und Sicherungstechnik
Die deutsche Signal- und Sicherungstechnik ist vollständig umgesetzt. SIFA überwacht die Wachsamkeit des Triebfahrzeugführers, PZB und LZB greifen bei Geschwindigkeitsüberschreitungen ein und leiten eine Zwangsbremsung ein. AFB unterstützt bei gleichmäßiger Beschleunigung und energiesparender Fahrweise. Spieler müssen die vorgeschriebenen Verfahren sowohl im Regelbetrieb als auch in Notsituationen einhalten und gewinnen dadurch zusätzliche betriebliche Tiefe.
Lohnt sich das Add-On?
Das Add-On richtet sich an Spieler, die methodisches, systemorientiertes Fahren bevorzugen. Die Kombination aus enthaltenen Triebfahrzeugen, detailgetreuer Sicherungstechnik und abwechslungsreichen Szenarien ermöglicht wiederholte Fahrten mit Fokus auf Präzision und Fahrplantreue. Wer bereits mit der Basisversion von Train Simulator vertraut ist, erhält eine lohnende Erweiterung, die urbanes und ländliches Streckenbild sowie authentische deutsche Sicherheitsvorschriften vereint. Einsteiger sollten zunächst die Grundversion kennenlernen, bevor sie Strecken-Add-ons hinzufügen. Dank kontinuierlicher Community-Unterstützung bleibt das Add-On auch langfristig spielbar.