Train Simulator: Weardale & Teesdale Network Route Add-On erweitert die PC-Version von Train Simulator um ein umfangreiches historisches Streckennetz im Nordosten Englands. Die Erweiterung bildet die Strecken so nach, wie sie zwischen 1950 und 1960 existierten, und umfasst Haupt- und Nebenstrecken, die Durham City, Darlington, Middleton-in-Teesdale und Wearhead über rund 200 Meilen Gleis miteinander verbanden.
Gameplay
Spieler steuern Diesellokomotiven und Wagen auf dem nachgebildeten Netz und übernehmen sowohl Personen- als auch Güterverkehre. Die Strecke verfügt über LNER-Signalsysteme mit Form- und Lichtsignalen, deren Beachtung ebenso wichtig ist wie die Einhaltung von Geschwindigkeitsbeschränkungen. Das Fahrzeugangebot konzentriert sich auf klassische BR-Lackierungen in Grün: Class 25, Class 101, Class 08 und Class 37 bilden das Rückgrat, ergänzt durch Mk1-Reisezugwagen sowie Güterwagen wie Mineralwaggons, Milchkesselwagen und Bremserwagen. Für bestimmte Aufgaben steht außerdem ein Diesel-Bremstender bereit. Das Gelände ist hügelig und beeinflusst das Fahrverhalten; Ortskenntnis hilft bei der Navigation durch Abzweigungen und Knotenpunkte um Städte wie Bishop Auckland und Barnard Castle.
Die Szenerie spiegelt die Mitte des 20. Jahrhunderts mit zeitgenössischer Infrastruktur und typischen Pennines-Landschaften wider. Das Fahren setzt auf realistische Reaktionen von Gas, Bremse und Signal statt auf arcade-ähnliche Steuerung und belohnt vorausschauendes Fahren sowie das richtige Einschätzen von Zuglänge und Gewicht auf längeren Strecken.
Spielmodi
Die Erweiterung enthält sieben Szenarien, die konkrete Fahrten abdecken: Barnard Castle-Bishop Auckland, Bishop Auckland-Darlington, Darlington-Durham, Durham-Barnard Castle, Shildon-Darlington, Bishop Auckland-Wearhead und Darlington-Middleton. In jedem Szenario übernimmt der Spieler planmäßige Personen- oder Güterzüge mit den mitgelieferten Fahrzeugen.
Im Quick-Drive-Modus lassen sich Lokomotiven, Strecken und Zugzusammenstellungen frei kombinieren und beliebig über das gesamte Netz fahren. Über das integrierte Workshop-System können Spieler eigene Szenarien erstellen und herunterladen, wodurch sich das Angebot über die sieben mitgelieferten Szenarien hinaus erweitert.
Streckendetails und historischer Hintergrund
Das Netz geht auf Strecken zurück, die bereits im frühen 19. Jahrhundert entstanden und bis in die 1860er Jahre stark ausgebaut wurden. Sie dienten dem Kohleverkehr und der Verbindung größerer Orte, bevor viele Nebenstrecken später stillgelegt wurden. Die Erweiterung zeigt das System kurz vor diesen Veränderungen und bewahrt damit den damaligen Umfang mit seinen Ingenieurbauwerken und Bahnhöfen. Authentische Signalisierung und Lackierungen unterstreichen die Atmosphäre der Epoche.
Güterzüge werden aus den genannten Wagentypen zusammengestellt, um den damaligen Verkehr nachzubilden; Reisezüge verkehren mit den Mk1-Wagen in „blood-and-custard"-Lackierung. Der Umfang des Netzes ermöglicht längere Fahrten, bei denen Streckenkenntnis und Zugbeherrschung gefragt sind.
Lohnt sich das Spiel?
Die Strecke wird von Spielern positiv aufgenommen, die detaillierte britische Eisenbahnrekonstruktionen und historische Genauigkeit schätzen. Die mitgelieferten Szenarien und der Quick-Drive-Modus bieten sofort nutzbaren Inhalt, während der Workshop für zusätzliche Abwechslung sorgt. Die Erweiterung richtet sich an Simulationsfans, die gern historische Diesellokomotiven auf einem großen, zusammenhängenden Netz fahren, statt moderne Hochgeschwindigkeits- oder internationale Strecken zu nutzen. Als eigenständiges Add-on für die Basisversion von Train Simulator lässt sie sich direkt in vorhandene Sammlungen integrieren, ohne separate Installationen zu erfordern. Interessierte finden die Nachbildung der nordostenglischen Strecken und des Betriebs in den 1950er- und 1960er-Jahren detailgetreu umgesetzt.