„A Game of Thrones: The Board Game - Digital Edition" ist ein rundenbasiertes Strategiespiel, das das klassische Brettspiel auf den PC holt. Spieler übernehmen eine der großen Häuser von Westeros und ringen in einer festgelegten Anzahl von Runden um den Eisernen Thron - mit Planung, Bündnissen und Kämpfen.
Gameplay
Im Zentrum steht die Kontrolle von Gebieten auf der Karte Westeros. Jede Runde platzieren die Spieler heimlich Befehlsmarker auf ihren Einheiten, um Bewegungen, Unterstützung, Raubzüge oder Konsolidierung festzulegen. Diese Befehle werden in Phasen abgearbeitet, in denen militärische Aktionen und politisches Taktieren gleichermaßen zählen. Ressourcen begrenzen die Truppenstärke, daher müssen neue Einheiten gezielt ausgehoben und Versorgungslinien gesichert werden.
Kommt es zum Kampf, entscheiden die Haus-Karten über den Ausgang. Drei Einflussleisten bestimmen wichtige Vorteile: die Leiste des Eisernen Throns legt die Zugreihenfolge fest und entscheidet bei unentschiedenen Situationen ohne Kampf, die Leiste der Lehen bricht Kampfgleichstände und gewährt einmalig einen Kampfvorteil, und die Leiste des Königshofs ermöglicht über Gebotsrunden mit Machtmarken Sonderbefehle oder zusätzliche Aktionen.
Mit Machtmarken können Spieler auch auf den Leisten bieten und sich gegen wiederkehrende Wildlingsbedrohungen schützen. Alle Häuser tragen zum Einsatz der Nachtwache bei; wird die erforderliche Schwelle nicht erreicht, drohen Strafen für einzelne Häuser oder das gesamte Spielbrett. Nach zehn Runden gewinnt das Haus mit den meisten Städten und Festungen.
Spielmodi
Zwei Modi decken unterschiedliche Spielerzahlen ab. Online können bis zu sechs Teilnehmer in Echtzeit oder abwechselnd über das Internet spielen. Im lokalen Einzelspieler-Modus tritt ein menschlicher Spieler gegen bis zu fünf KI-Gegner an - ideal zum Üben oder für Runden ohne weitere Mitspieler.
Beide Modi folgen den Regeln des physischen Brettspiels und unterstützen Erweiterungen per DLC, die neue Häuser und Szenarien hinzufügen. Separate Ranglisten oder saisonale Events gibt es derzeit nicht.
Häuser und zentrale Mechaniken
Sechs Häuser starten mit festen Positionen und Einheiten: Stark, Lannister, Baratheon, Graufreud, Tyrell und Martell. Jedes bringt eigene Haus-Karten mit, die Kampf- und Langzeitstrategie prägen. Fußsoldaten bilden das Rückgrat der Armeen, Ritter sorgen für Mobilität, Belagerungsmaschinen nehmen befestigte Stellungen ein, und Schiffe sichern Seewege für Transporte und Blockaden.
Verhandlungen entstehen durch Unterstützungsbefehle und die ständige Gefahr des Verrats bei der Befehlsabwicklung. Spieler müssen ihre Versorgung im Blick behalten, um Überdehnung zu vermeiden, und Machtmarken einsetzen, um auf den Einflussleisten aufzusteigen oder Wildlingsangriffe abzuwehren. So entstehen spannende Entscheidungen, bei denen kurzfristige Vorteile langfristige Positionen gefährden können.
Lohnt sich das Spiel?
Die digitale Edition erschien im Oktober 2020 und hält auf der führenden Vertriebsplattform eine „Größtenteils positiv"-Bewertung mit 71 Prozent positiver Stimmen aus 1 687 Rezensionen. Gelobt werden die detailgetreue Umsetzung der Brettspiel-Tiefe, die Qualität der KI für Solo-Partien und die flüssige Handhabung komplexer Verhandlungen in Online-Runden.
Das Spiel richtet sich an Spieler, die strategische Sitzungen mit Diplomatie, Ressourcenmanagement und Gebietskontrolle bevorzugen. Wer die Romane kennt, erkennt thematische Anknüpfungspunkte in den Haus-Karten und den Wildlings-Mechaniken; Einsteiger können die Systeme im Einzelspieler-Modus erlernen. Die feste Rundenzahl von zehn hält die Spieldauer überschaubar, dennoch dauern Partien mit voller Spielerzahl mehrere Stunden.
Über bestehende DLC-Erweiterungen werden weitere Häuser und Regelvarianten nachgereicht. Das Spiel ist käuflich erhältlich und wird regelmäßig rabattiert - eine gute Option für Strategiefans, die eine digitale Version des etablierten Brettspiels suchen.