„A Place for Every Potion" ist ein Indie-Simulationsspiel mit entspanntem Puzzle-Charakter. Zwei ineinandergreifende Sortieraufgaben spielen sich in einem einzigen Labor ab: Nach einem missglückten Zauber sind Tausende Tränke über den Boden verstreut. Als Alchemist gilt es, die Flüssigkeiten zu reinigen und jede Flasche an ihren vorgesehenen Platz unter 52 Abschnitten und 364 Reihen zu stellen.
Gameplay
Im Mittelpunkt steht die Kombination aus einem Wasser-Sort-Puzzle und einer räumlichen Einräumaufgabe. Zuerst werden die gemischten Flüssigkeiten so lange umgefüllt, bis jede Flasche nur noch eine reine Farbe enthält. Anschließend wandert die fertige Flasche durch die zweigeschossige gotische Rotunde zum passenden Regal - Farbe bestimmt die Achse, ein Siegel auf dem Etikett die genaue Position.
Beide Aufgaben teilen sich dieselbe begrenzte Levitationskapazität, sodass ständig entschieden werden muss, welche Flaschen gehalten, umgefüllt oder transportiert werden. Das Labor selbst zeigt den Fortschritt: Der zentrale Haufen schrumpft, während die Regale sich füllen und aufleuchten. Alle 4.160 Tränke existieren von Anfang an in einem durchgehenden Raum; es gibt weder Respawns noch Nachfüllungen.
Fortschritt ergibt sich über ein 24-Knoten-Skill-Board mit 47 Upgrades. Diese erweitern Reichweite, Puffergrößen oder visuelle Hilfen, ohne Aktionen zu automatisieren. Steuerungsoptionen umfassen vollständiges Key-Rebinding, einen FOV-Regler und ein ein- oder ausblendbares HUD. Automatische Speicherungen erfolgen nach jedem Umfüllen und jedem Platzieren, sodass Sitzungen jederzeit pausiert und ohne Nachteil fortgesetzt werden können.
Spielmodi
Es gibt keine separaten Spielmodi, sondern ein einziges, durchgehendes Erlebnis. Die festgelegte Menge von 4.160 Tränken wird in einer Laborumgebung bearbeitet; drei optionale Zähler für Abschnitte, Reihen und Gesamtanzahl lassen sich einblenden. Schwierigkeitseinstellungen erfolgen über das Skill-Board und HUD-Elemente, die Kernschleife aus Umfüllen und Einräumen bleibt jedoch unverändert.
Optionale Zähler und das Skill-System erlauben es, Sichtbarkeit und Werkzeugzugriff individuell anzupassen, ohne die eigentliche Herausforderung zu verändern. Die Struktur unterstützt sowohl lange Sitzungen als auch kurze Rückkehren zum gleichen Stand; alternative Pfade oder Szenarien gibt es nicht.
Atmosphäre und Features
Das Setting ist eine zweigeschossige Steinhalle, die am Nachmittag durch hohe Bogenfenster warmes Licht erhält. Der Sound konzentriert sich auf Glas- und Flüssigkeitsgeräusche sowie eine zurückhaltende Musik. Jede Aktion ist endgültig, und falsch einsortierte Flaschen können jederzeit zurückgeholt werden.
Wichtige Systeme sind die 52 Regalfächer in dreizehn Tränke-Familien sowie die Betonung manueller Kontrolle in jedem Schritt. Das Spiel protokolliert exakte Zahlen verbleibender Tränke und freier Regalfächer und liefert so klare Rückmeldung ohne versteckte Werte oder Rundungen.
Lohnt es sich?
Das Spiel richtet sich an Spieler, die ein entspanntes Puzzle-Erlebnis mit klaren Zielen, ohne Zeitdruck oder Scheitern, suchen. Der begrenzte Umfang - jede Flasche ist von Anfang an vorhanden und das Labor gilt als vollständig wiederhergestellt, sobald alle Tränke einsortiert sind - spricht alle an, die ein definiertes Ende einem endlosen Loop vorziehen. Die verknüpften Mechaniken belohnen vorausschauendes Planen und bleiben durch anpassbare Hilfsmittel und großzügige Speicherfunktionen zugänglich.
Wer Wasser-Sort-Puzzles oder Organisationssimulationen mag, wird die Spannung zwischen den beiden Aufgaben als ansprechend empfinden, besonders wenn Kapazitätsmanagement durch Skill-Upgrades intuitiver wird. Das Fehlen von Strafen oder externen Anforderungen macht das Spiel zu einer stressfreien Option für zwischendurch auf dem PC.