A Total War Saga: Fall of the Samurai ist ein Strategiespiel, das während des Boshin-Kriegs im Japan des 19. Jahrhunderts spielt. Spieler führen Clans durch eine Zeit rasanter Modernisierung, in der westliche Mächte das Land beeinflussen und traditionelle Samurai-Truppen auf neue industrielle und militärische Technologien treffen.
Gameplay
Im Mittelpunkt steht die Verwaltung eines Clans auf einer groß angelegten Sandbox-Kampagnenkarte, die das Japan des 19. Jahrhunderts abbildet. Spieler erweitern ihr Territorium, bauen Infrastruktur aus und halten das Gleichgewicht zwischen innerer Stabilität und äußeren Bedrohungen. Technologiebäume entwickeln sich durch Beziehungen zu amerikanischen, britischen und französischen Nationen und schalten moderne Einheiten wie Artillerie und verbesserte Schiffe frei, während gleichzeitig traditionelle Samurai- und Ashigaru-Truppen verfügbar bleiben.
Schlachten finden auf detaillierten Schlachtfeldern statt, auf denen Linienformationen, Artilleriebeschuss und Seestreitkräfte über den Ausgang entscheiden. Fraktionsspezifische Boni prägen die Strategie: Manche Clans setzen früh auf ausländische Waffen, andere nutzen Verwaltungsvorteile oder verdeckte Operationen. Ressourcenmanagement umfasst Steuern, Aufstandsbekämpfung und Unterhaltskosten, die je nach Clan-Eigenschaften variieren.
Diplomatie ist ein zentraler Faktor, da Allianzen oder Konflikte mit ausländischen Mächten direkten Einfluss auf Einheitenverfügbarkeit und Forschung haben. Die Kampagne beginnt 1864 und spiegelt die historischen Spannungen zwischen kaiserlichen Anhängern und Shogunats-Loyalisten wider.
Spielmodi
Im Zentrum steht die Einzelspieler-Sandbox-Kampagne, in der Spieler zwischen kaiserlich oder shogunal orientierten Clans wählen und den Sieg durch Eroberung oder politisches Taktieren anstreben. Schlachten werden in Echtzeit auf Karten mit zeitgemäßem Gelände und Befestigungen ausgetragen.
Zusätzliche Tiefe bieten die enthaltenen Fraktionspakete, die neue Spieloptionen eröffnen, ohne die Kampagnenstruktur zu verändern. Sie bringen spezialisierte Mechaniken wie verbesserte Artillerie, effizientere Bevölkerungsverwaltung, stärkere Ninja-Einsätze und diplomatische Vorteile mit, die sowohl den Kampagnenverlauf als auch die Schlachtleistung beeinflussen.
Fraktionen und historischer Hintergrund
Die Basisclans teilen sich in kaiserliche Unterstützer wie Choshu, Satsuma und Tosa sowie Shogunats-Verteidiger wie Aizu, Nagaoka und Jozai. Jeder Clan startet an einem anderen Ort und bevorzugt bestimmte Einheiten auf der Kampagnenkarte.
Der Saga-Clan profitiert von westlichen Handelsbeziehungen und Artillerie-Know-how und erhält früh Zugang zu industriellen und maritimen Fortschritten. Obama setzt auf Verwaltungskontrolle mit Steuerboni, reduzierten Einheitenkosten und starken Garnisonen. Tsu nutzt strategische Flexibilität und Elite-Ninja-Einheiten für taktische und verdeckte Vorteile. Sendai bietet diplomatische Stärken und verbesserte Kampfzeitfenster, die Angriffe verlängern und Verteidigungen verkürzen.
Lohnt sich das Spiel?
Das Spiel erschien 2012 und ist als Standalone-Titel mit allen Fraktionspaketen erhältlich. Auf Steam liegt die Nutzerbewertung bei 69 Prozent positiv von über tausend Bewertungen, während Metacritic 86 Punkte vergibt. Es richtet sich an Spieler, die historische Strategiekampagnen mit einer Mischung aus traditioneller und moderner Kriegsführung suchen.
Wer Freude an der Verwaltung großer Karten, der Entwicklung von Technologien durch ausländische Beziehungen und dem Kommando über gemischte Armeen hat, findet über mehrere Durchgänge mit unterschiedlichen Clans hinweg konstanten Tiefgang. Da keine saisonalen Updates folgen, bleibt der Umfang unverändert - ein Vorteil für Fans von durchdachter, rundenbasierter Kampagnenplanung und taktischen Schlachten.