Aliens vs. Predator ist ein First-Person-Shooter, der Spieler mitten in einen Dreifrontenkrieg zwischen Colonial Marines, Predators und Aliens versetzt. Das Spiel bietet drei eigenständige Singleplayer-Kampagnen sowie Multiplayer-Modi, die asymmetrischen Kampf in Dschungel- und Sumpfgebieten der Kolonie Freya's Prospect in den Mittelpunkt stellen.
Gameplay
Je nach Fraktion dreht sich das Gameplay um Überleben, Jagd oder Raubzug. Als Marine setzt man auf Schusswaffen und muss mit begrenzten Lichtquellen in dunklen, engen Räumen gegen überlegene Gegner bestehen. Predators setzen auf Tarnung und Beweglichkeit, nutzen Baumkronen und Ortungsgeräte, um dann im Nahkampf Trophäen zu sichern. Aliens agieren im Schwarm, überwältigen Ziele mit Geschwindigkeit, Klauen und Kiefern aus dem Schatten heraus.
Jede Fraktion verfügt über eigene Fortbewegungs- und Kampfmittel, die den Verlauf von Begegnungen grundlegend verändern. Marines führen automatische Waffen und Sprengstoff mit, um Stellungen zu halten. Predators kombinieren exotische Fernkampfgeräte mit einem Ehrenkodex, der direkte Konfrontationen bevorzugt. Aliens operieren im Verbund, schlagen blitzschnell zu und ziehen sich in Lüftungsschächte oder Dunkelheit zurück, um neu zu positionieren.
Die Singleplayer-Kampagnen erzählen getrennte Handlungsstränge, die sich zu einer Gesamtgeschichte verknüpfen. Fortschritt bedeutet, lineare Level mit Gegnern und Fraktions-spezifischen Zielen zu durchqueren.
Spielmodi
Im Multiplayer treten alle drei Fraktionen gleichzeitig auf denselben Karten gegeneinander an. Neben Deathmatch und fraktionsspezifischen Varianten gibt es Domination, bei dem Teams Kontrollpunkte erobern und halten müssen.
Infestation beginnt mit allen Spielern als Marines, bevor einige zufällig zu Aliens werden. Predator Hunt startet ebenfalls mit Marines, wählt dann einen aus, der zum Predator mutiert. Survivor folgt ähnlichen Konvertierungsregeln mit Aliens als Bedrohung.
Die Modi unterstreichen das Schere-Stein-Papier-Prinzip zwischen den Fraktionen: Marines dominieren auf Distanz, Predators kontrollieren die Vertikale, Aliens setzen auf Nahkampf-Schwärme. Steam Cloud speichert Statistiken und unterstützt so das Matchmaking nach Skill und Leistung.
Singleplayer-Kampagnen
Jede Kampagne dauert mehrere Stunden und beleuchtet die Ereignisse auf Freya's Prospect aus der Sicht einer Fraktion. Die Marine-Kampagne legt Wert auf Ressourcenmanagement und defensive Positionierung gegen Alien-Angriffe. Die Predator-Kampagne belohnt geduldiges Anschleichen und präzise Hinterhalte aus erhöhter Position. Die Alien-Kampagne fordert aggressives Flanken und koordinierte Angriffe mit KI-gesteuerten Verbündeten.
Das Leveldesign nutzt Höhenunterschiede und Umweltgefahren, die je nach Spezies unterschiedlich wirken. Marines räumen Räume systematisch mit Taschenlampen und Feuerkraft. Predators springen zwischen Ästen und nutzen Tarnung, um Patrouillen zu umgehen. Aliens kriechen durch enge Schächte und starten Überraschungsangriffe von oben oder unten.
Lohnt sich das Spiel?
Aliens vs. Predator richtet sich an Spieler, die asymmetrische First-Person-Kämpfe und das Alien-versus-Predator-Lizenzthema schätzen. Die drei Kampagnen bieten unterschiedliche Perspektiven auf denselben Konflikt, während die Multiplayer-Modi Erfahrungen liefern, die in anderen Shootern selten vorkommen. Das Spiel ist weiterhin auf dem PC verfügbar, erhält jedoch seit der Erstveröffentlichung keine Updates mehr.
Wer strukturierte Singleplayer-Geschichten mit kompetitivem Online-Modus verbinden möchte, findet hier den größten Mehrwert. Die fraktionsspezifischen Mechaniken sorgen für Wiederspielbarkeit, auch wenn das Spiel die Designentscheidungen seiner Veröffentlichung im Jahr 2010 widerspiegelt. Wer gerne zwischen menschlichen Soldaten, lautlosen Jägern und Schwarmräubern wechselt, erhält ein stimmiges Action-Erlebnis ohne zusätzliche Käufe für den Kerninhalt.