Alone in the Dark ist ein Survival-Horror-Adventure für die PlayStation 5. Spieler übernehmen entweder die Rolle des Privatdetektivs Edward Carnby oder die von Emily Hartwood und ermitteln in den Geheimnissen von Derceto Manor im Louisiana der 1930er-Jahre. Das Spiel verbindet psychologische Spannung mit Erkundung und zurückhaltenden Kämpfen in einer neu interpretierten Version des Horror-Klassikers von 1992.
Gameplay
Im Mittelpunkt steht die Erkundung von Derceto Manor, bei der Umgebungsrätsel gelöst und begrenzte Ressourcen verwaltet werden müssen. Die Steuerung erfolgt aus der Third-Person-Over-the-Shoulder-Perspektive und legt besonderen Wert auf taktisches Positionieren in Gefechten. Kämpfe mit Schusswaffen und Nahkampfwaffen fühlen sich schwergewichtig an, da Munition und andere Vorräte knapp bleiben. Viele Rätsel erfordern genaue Beobachtung und die Interaktion mit Objekten in verschiedenen Kapiteln, wobei einige Abschnitte auf den Hintergrund des gewählten Protagonisten zugeschnitten sind. Wer aufmerksam erkundet, findet Hinweise, die die Geschichte vorantreiben und mehr über die Bewohner des Anwesens sowie die verborgenen Bedrohungen verraten.
Game Modes
Das Spiel ist ausschließlich als Singleplayer-Erfahrung konzipiert und bietet weder Koop- noch weitere Spielmodi. Es stehen zwei eigenständige Kampagnen zur Verfügung, eine für jeden Protagonisten. Die Wahl zwischen Edward Carnby und Emily Hartwood beeinflusst die Startwaffe, bestimmte Dialoge sowie spezielle Rätsel- und Geistersequenzen, die mit der jeweiligen Hintergrundgeschichte verknüpft sind. Die beiden Kampagnen teilen sich einen großen Teil der Handlung, weichen jedoch an entscheidenden Stellen voneinander ab. Wer beide Geschichten abschließt, erhält zusätzliche Enthüllungen und ein umfassenderes Ende. Der Fortschritt folgt einer linearen, kapitelbasierten Struktur, die auf Ermittlung und Überleben im Herrenhaus ausgerichtet ist.
Story and Atmosphere
Vor dem Hintergrund des Louisiana zwischen den Weltkriegen thematisiert die Geschichte Traumata, Glauben und verborgene Schrecken hinter der Fassade südstaatlicher Eleganz. Die Handlung wird aus der Perspektive der beiden Hauptfiguren erzählt, die nach einer vermissten Verwandten suchen und dabei auf die dunklen Geheimnisse des Anwesens stoßen. Mit Jodie Comer und David Harbour sprechen zwei bekannte Stimmen die Hauptrollen, deren Erscheinungsbild auch in die Charaktermodelle eingeflossen ist. Die Atmosphäre orientiert sich an klassischen Survival-Horror-Traditionen, nutzt aber moderne Erzähltechniken und erzeugt Unbehagen vor allem durch Umgebungsdetails und überraschende Begegnungen.
Is It Worth Playing?
Alone in the Dark richtet sich an Spieler, die ein ruhiges Tempo, Rätsel und eine erzählungsstarke Singleplayer-Horror-Erfahrung schätzen. Das Konzept mit zwei Kampagnen lädt zu einem zweiten Durchlauf ein, um die vollständige Geschichte mit allen Perspektiven zu erleben. Die Resonanz fällt gemischt aus: Gelobt werden die schauspielerischen Leistungen, die stimmungsvolle Kulisse und die Reverenz an das Original, während repetitive Rätsel und das Kampfgefühl kritisiert werden. Wer atmosphärische Erkundung in einem begrenzten Setting sucht, wird die kompakte Kampagnenlänge wahrscheinlich zu schätzen wissen. Spieler, die actionlastige Erlebnisse oder regelmäßige Updates bevorzugen, werden hier weniger finden. Das Spiel ist als in sich abgeschlossenes Erlebnis ohne saisonale Inhalte oder Multiplayer-Elemente konzipiert.