Alone in the Dark ist ein Singleplayer-Survival-Horrorspiel, das in den 1930er Jahren in Louisiana angesiedelt ist und psychologische Spannung mit puzzlebasiertem Erkunden und bedachtsamem Kampf verbindet. Spieler betreten als Privatdetektiv Edward Carnby oder als Emily Hartwood das Anwesen Derceto Manor und erleben dieselbe Geschichte aus unterschiedlichen Perspektiven - geprägt von vermissten Angehörigen, verborgenen Traumata und übernatürlichen Mächten. Im Mittelpunkt steht die sorgfältige Erkundung eines verfallenen Herrenhauses voller Hinweise, verschlossener Türen und lauernder Gefahren, statt ständiger Action.
Gameplay
Im Zentrum steht das Untersuchen und Lösen von Rätseln innerhalb des Anwesens und auf dem umliegenden Gelände. Spieler prüfen Gegenstände, lesen Dokumente und erschließen sich die Geschichte über die Umgebung, um Kapitel für Kapitel voranzukommen. Die Rätsel reichen von einfachen Kombinationsschlössern bis hin zu komplexeren Aufgaben, bei denen Notizen abgeglichen oder die Umgebung manipuliert werden muss. Kämpfe entstehen, wenn Bedrohungen auftauchen, und werden mit Schusswaffen, Nahkampfangriffen oder improvisierten Würfen bestritten - begrenzte Ressourcen fördern dabei ein überlegtes Vorgehen statt wahllosem Feuern. Schwierigkeitsoptionen beeinflussen Gegnerverhalten und Item-Verfügbarkeit, während Hilfestellungen zwischen leichteren Hinweisen und einem klassischen, beobachtungsbasierten Ansatz gewählt werden können. Die Schulterkamera hält den Fokus auf der Spielfigur und ermöglicht präzise Bewegungen durch enge Gänge und große Hallen.
Spielmodi
Das Spiel ist ausschließlich als Singleplayer-Erfahrung konzipiert und bietet weder Multiplayer- noch Koop-Modi. Der zentrale Unterschied ergibt sich durch die Wahl eines der beiden Protagonisten zu Beginn. Edward Carnby und Emily Hartwood durchlaufen dieselben Orte auf parallelen, aber unterschiedlichen Wegen mit eigenen Dialogen, Zwischensequenzen und Handlungssträngen, die bestimmte Ereignisse verändern. Nach dem ersten Durchlauf werden beim Wechsel des Charakters zusätzliche Schichten der Geschichte sichtbar, was zu einem erneuten Spiel einlädt, um beide Perspektiven und alle Enden zu erleben.
Narrative and Atmosphere
Die Handlung erstreckt sich über mehrere Kapitel innerhalb und um Derceto Manor, ein ehemaliges Sanatorium, dessen elegante Southern-Gothic-Fassade tiefere Schrecken verbirgt, die mit persönlichem Verlust und uralten Übeln zusammenhängen. Autor Mikael Hedberg erzählt eine Geschichte, die sich mit Trauma, Glauben und Verlassenheit auseinandersetzt, ohne sich allein auf Jump Scares zu verlassen. Die Stimmen von Jodie Comer und David Harbour verleihen den beiden Hauptfiguren Glaubwürdigkeit und verankern die übernatürlichen Elemente in emotional nachvollziehbaren Konflikten. Das Setting greift die dekadente Atmosphäre Louisianas zwischen den Weltkriegen auf und erzeugt ein wachsendes Gefühl der Isolation, das sich mit jedem entdeckten Geheimnis des Anwesens verstärkt.
Lohnt es sich?
Das Spiel richtet sich an Spieler, die ein bedächtiges Survival-Horror-Erlebnis mit Fokus auf Erkundung und Rätsel gegenüber actionlastigen Begegnungen bevorzugen. Wer Wert auf alternative Handlungsstränge und versteckte Abschlüsse legt, findet in den beiden Charakter-Kampagnen einen Anreiz zur Wiederholung. Die Resonanz unter Spielern hebt vor allem die stimmungsvolle Inszenierung und die ausgewogene Rätselgestaltung hervor, auch wenn einige es als solide, wenn auch nicht perfekte Rückkehr zu den Wurzeln der Reihe sehen. Auf der PS5 stehen Features wie DualSense-Vibration und adaptive Trigger zur Verfügung, die Spannungsmomente zusätzlich unterstreichen. Wer narrative Horrorspiele mit klassischen Genre-Elementen schätzt, erhält hier eine fokussierte Erfahrung, die zum aktuellen Preis interessant sein kann.