Ashes of Immortality II ist ein Indie-RPG für den PC, das die Geschichte des Vorgängers in einer neuen Welt fortsetzt - diesmal mit Werwölfen und dem Überleben in der Wildnis im Mittelpunkt.
Gameplay
Im Zentrum steht die Erkundung von Landis. Spieler übernehmen die Rolle eines jungen Werwolfs, der seine Artgenossen beschützen soll. Kämpfe laufen in klassischem rundenbasierten System ab, wie man es aus älteren Rollenspielen kennt. Nebenquests erweitern das Abenteuer und greifen die zentrale Handlung auf: den Kampf gegen einen Fanatiker, der die bestehende Ordnung durch Anarchie ersetzen will.
Fortschritt ergibt sich aus der Navigation durch die Wildnis und dem Umgang mit Vorurteilen - sowohl innerhalb der Werwolf-Gemeinschaft als auch von außen. Die Entwicklung liegt vor allem auf erzählerischen Entscheidungen und Charakterbegegnungen, weniger auf komplexen Systemen. So bleibt der Fokus auf der Geschichte und dem direkten Abenteuererlebnis, das für das Genre typisch ist.
Spielmodi
Ashes of Immortality II ist ein reines Einzelspieler-Erlebnis ohne Multiplayer-Elemente. Die Struktur besteht aus der Hauptgeschichte und optionalen Nebenquests, die im eigenen Tempo absolviert werden können. Diese Quests ermöglichen es, die Welt von Landis und ihre Bewohner näher kennenzulernen, ohne den zentralen Konflikt zu verändern.
Erkundung und das Abschließen von Aufträgen bilden die Hauptbeschäftigung. Dabei erfahren Spieler mehr über die Werwolf-Gesellschaft und die Bedrohung durch den charismatischen Antagonisten. Separate Wettbewerbs- oder Koop-Modi gibt es nicht.
Handlung und Setting
Im Gegensatz zum ersten Teil, der sich um Vampir-Politik drehte, liegt der Schwerpunkt nun auf Landis - einer Region, die von natürlichen Gefahren und der zwiespältigen Natur ihrer Werwolf-Bewohner geprägt ist. Ein gefährlicher Fanatiker treibt den Konflikt voran, indem er wilde Anarchie statt geordneter Zivilisation propagiert. Der Protagonist muss dabei Gräben innerhalb seines eigenen Volkes und darüber hinaus überbrücken.
Die Geschichte thematisiert Vorurteile und Einheit: Der junge Beschützer soll ein Massaker verhindern und ein gestohlenes heilige Schwert zurückholen. Die 16-Bit-Optik unterstreicht die Erzählung mit farbenfrohen Charakteren und einer epischen Struktur, die an klassische Rollenspiel-Abenteuer erinnert.
Lohnt sich das Spiel?
Die Resonanz fällt gemischt aus: 47 Prozent von 51 Bewertungen fallen positiv aus. Das Spiel richtet sich an Spieler, die kurze, erzählungsstarke Indie-RPGs suchen, die sich am Stil von Final Fantasy und Dragon Quest orientieren - mit Nebenquests und klassischen Gegnerbegegnungen.
Es liegt als abgeschlossenes Einzelspieler-Paket vor, ohne laufende Saisons oder größere Updates seit der Veröffentlichung 2015. Fans von entspannten Abenteuer-Rollenspielen mit Werwolf-Thematik und direkter Progression können hier fündig werden. Wer tiefere Mechaniken oder moderne Features sucht, wird anderswo besser bedient.