BioShock: The Collection vereint drei gefeierte First-Person-Shooter in überarbeiteten Fassungen und lässt Spieler in dystopische Welten eintauchen, in denen moralische Entscheidungen und actionreiche Kämpfe im Mittelpunkt stehen. Die Sammlung führt durch unterseeische und schwebende Städte und kombiniert erzählungsstarke Action mit dem Einsatz von Waffen und übernatürlichen Fähigkeiten gegen bizarre Gegner. Ob man durch die verfallenen Gänge von Rapture streift oder über die Himmel von Columbia gleitet - stets geht es um Erkundung, Ressourcenmanagement und taktische Auseinandersetzungen, bei denen Schusswaffen und Spezialkräfte ineinandergreifen.
Gameplay
Im Mittelpunkt steht ein auf First-Person-Shooter-Mechaniken basierendes Kampfsystem, das durch einzigartige Fähigkeiten ergänzt wird. In den ersten beiden Teilen kommen Plasmide zum Einsatz, die Kräfte wie Elektroschock oder Entflammen verleihen und kreative Kombinationen gegen Feinde wie Splicer ermöglichen. Das Sammeln von Ressourcen ist essenziell: Munition, Medipacks und Eve-Hypos müssen erbeutet werden, um die eigenen Fähigkeiten aufrechtzuerhalten. Erkundung lohnt sich, denn das Hacken von Sicherheitssystemen oder Verkaufsautomaten verschafft entscheidende Vorteile. Moralische Entscheidungen - etwa ob Little Sisters geerntet oder gerettet werden - beeinflussen den Verlauf und verfügbare Upgrades.
In BioShock 2 übernimmt man die Rolle eines Big Daddy und erhält bohrerbasierte Nahkampfangriffe sowie die Möglichkeit, Little Sisters als Begleiterinnen mitzunehmen, um Adam zu sammeln. Das Kampfsystem wirkt robuster, da Waffen und Plasmide gleichzeitig genutzt werden können. BioShock Infinite ersetzt Plasmide durch Vigors, darunter Fähigkeiten wie Schock-Jockey oder Krähenmord, und ergänzt diese um einen Skyhook für Bewegungen in der Luft und Nahkampfschläge. Der Spielablauf führt durch abwechslungsreiche Level, bei denen Umgebungsrätsel gelöst und Bossgegner wie Handymen bekämpft werden.
Spielmodi
Die Sammlung beschränkt sich auf die Einzelspieler-Kampagnen der drei Titel und enthält keine Mehrspieler-Elemente. Jede Geschichte führt durch lineare, dennoch weitläufige Level, die mit Nebenaufgaben wie dem Sammeln von Audiotagebüchern oder dem Verbessern von Ausrüstung durchsetzt sind. BioShock Remastered dreht sich um das Überleben im Chaos von Rapture, BioShock 2 Remastered um eine Rettungsmission als Subject Delta und BioShock Infinite: The Complete Edition um Booker DeWitts Auftrag, Elizabeth aus Columbia zu befreien.
Zusätzliche Inhalte erweitern die Spielmodi: Herausforderungsräume im ersten Teil, in denen Wellen von Gegnern für Belohnungen bekämpft werden, sowie eigenständige Story-Erweiterungen wie Minerva's Den in BioShock 2. Die Burial at Sea-Episoden in Infinite verknüpfen die Zeitlinien der Serie und bieten weitere Einzelspieler-Missionen, die Elemente der gesamten Trilogie miteinander verbinden.
Wichtige Mechaniken und Features
Zu den Kernmechaniken gehört ein Fortschrittssystem, bei dem Waffen und Fähigkeiten mit Adam aufgewertet werden, das in den Unterwasserwelten über Little Sisters gesammelt wird. Fraktionen wie die Splicer in Rapture verkörpern durch genetische Manipulationen wahnsinnig gewordene Bewohner, während Big Daddies als mächtige Wächter auftreten. In Columbia treffen Spieler auf die Founders und die Vox Populi, deren unterschiedliche Gegnertypen jeweils angepasste Taktiken erfordern.
Die überarbeiteten Versionen verbessern Grafik und Performance, ohne neue Systeme einzuführen. Es gibt keine laufenden Updates oder Season-Pässe - die Sammlung bleibt ein abgeschlossenes Paket mit dem ursprünglichen Inhalt.
Lohnt sich das Spiel?
Für Fans storylastiger First-Person-Shooter mit RPG-Elementen bietet BioShock: The Collection atmosphärische Welten und tiefgründige Themen zu Gesellschaft und Entscheidungsfreiheit. Die Rezeption hebt die starken Narrative und einfallsreichen Schauplätze hervor, während einige das Schießen im Vergleich zu aktuellen Titeln als veraltet empfinden. Mit durchschnittlichen Bewertungen von rund 84 auf Metacritic spricht die Sammlung vor allem Spieler an, die Solo-Abenteuer schätzen.
Die Spiele laufen stabil auf Xbox One und Xbox Series und kommen ohne ständige Unterstützung aus. Wer narrative Tiefe und taktisches Kämpfen in dystopischen Umgebungen sucht, findet hier bleibenden Wert. Wer hingegen auf hochpolierte Schießmechaniken setzt, könnte sich heute weniger angesprochen fühlen.