Combat Mission Cold War ist eine Strategiesimulation, in der Spieler US-amerikanische und sowjetische Verbände während der Spätphase des Kalten Krieges von 1979 bis 1982 führen. Das Spiel dreht sich um hypothetische Gefechte entlang der Fulda-Lücke in Westdeutschland sowie im US National Training Center und bildet den Übergang von älteren zu moderneren Waffensystemen in taktisch detaillierten Kämpfen ab.
Gameplay
Spieler übernehmen das Kommando über Kompanie-Teams oder verstärkte Bataillone und steuern realistische Gefechte, bei denen korrekte Gliederungen, Fahrzeugleistungen und Wirkung von Waffen im Vordergrund stehen. Die Simulation umfasst gepanzerte Fahrzeuge wie die M48- und M60-Serie, den frühen M1 mit 105-mm-Kanone, T-64 und T-80 sowie begleitende Schützenpanzer und Panzerabwehrsysteme wie den M150 TOW. Luftunterstützung wird durch F-4 Phantom und A-7 Corsair für die US-Seite sowie MiG-23/27, Su-17, Su-25 Frogfoot und Mi-24 Hind in frühen und späteren Varianten auf sowjetischer Seite bereitgestellt.
Die Mechanik berücksichtigt frühe elektronische Kriegsführung und den Einsatz von Ein- und Mehrzweck-Streumunition, die per Artillerie oder Luftfahrzeugen abgeworfen wird. Gefechte reichen von kleinen Zuggefechten bis zu vollständigen Bataillonskämpfen. Geländewirkung, Sichtlinien und Panzerdurchschläge werden auf historisch inspirierten Karten der Fulda-Region und des Mojave-Desert-Übungsgebiets sehr detailliert berechnet. Das Spiel unterstützt je nach gewähltem Modus Echtzeit- oder Zug-Modus.
Spielmodi
Eigenständige Szenarien bieten abgeschlossene Gefechte in den Sektoren des US V. und VII. Corps, von Zuggefechten bis hin zu größeren koordinierten Operationen. Drei Kampagnen verbinden mehrere Missionen mit durchgehenden Führungselementen. Die NTC-Kampagne begleitet ein US-Kompanie-Team während seiner Rotation gegen eine sowjetisch geprägte Opposing Force im National Training Center. Die US-Westdeutschland-Kampagne deckt Operationen im südlichen Fulda-Korridor ab und liegt in zwei Varianten für die Ausrüstungsstände 1979 und 1982 vor. Die Sowjet-Kampagne verfolgt den Vormarsch des 120. Motorisierten Schützenregiments in den ersten 48 Stunden eines fiktiven Angriffsszenarios nördlich und östlich von Fulda.
Im Schnellgefechtsmodus lassen sich Kräfte, Karten und Rahmenbedingungen für eigenständige Gefechte frei anpassen. Multiplayer-Szenarien ermöglichen direkte Begegnungen zwischen US- und sowjetischen Einheiten, wahlweise in Echtzeit oder Zug-Modus.
Kampagnenstruktur und historischer Kontext
Die Kampagnen bilden die unterschiedlichen Ausrüstungsstände der jeweiligen Jahre genau ab. Spieler können so vergleichen, wie sich M60A1- oder M60A2-Panzer 1979 gegen T-62 oder T-64 schlagen, im Vergleich zu M60A3 oder M1 gegen T-80 im Jahr 1982. Die Karten geben reale Geländemerkmale um Fulda, Hanau, Eiterfeld und Alsfeld wieder; das NTC-Szenario rekonstruiert die 1982 eingerichtete Wüstenübungslandschaft. Dieses Konzept erlaubt es, den Wandel hin zu AirLand-Battle-Doktrinen und den Abschied von Vietnam-Ära-Taktiken nachzuvollziehen.
Lohnt sich das Spiel?
Combat Mission Cold War richtet sich an Spieler, die detailliertes taktisches Wargaming mit Schwerpunkt auf Kalter-Krieg-Ausrüstung und hypothetischen Fulda-Lücke-Szenarien suchen. Die Kampagnen werden für ihre verknüpften Missionen und die Ausrüstungsvarianten gelobt, während die eigenständigen Szenarien Abwechslung in Größe und Umfang bieten. Rezensionen beschreiben das Spiel als solide Erweiterung der Serie mit starker Modellierung von Fahrzeugen und Waffen, merken jedoch an, dass die ältere Engine und Oberfläche inzwischen veraltet wirken können. Auf Steam liegt die Bewertung bei durchschnittlich 60 Prozent positiv aus 153 Bewertungen. Das Spiel eignet sich für Spieler, die Simulationsgenauigkeit höher als schnelle Action schätzen, und ist als abgeschlossenes Paket für den PC ohne laufende Saisoninhalte erhältlich. Wer auf Bataillons- und Kompanieebene realistische Führung in den Jahren 1979-1982 sucht, wird die Sandbox-Elemente und die verifizierten historischen Gliederungen als lohnend empfinden.