Damage Xiangqi ist ein Strategiespiel, das das traditionelle chinesische Schach auf dem PC in den Early Access bringt. Anstelle von sofortigen Schlägen setzt es auf Trefferpunkte, Angriffswerte und Verteidigungswerte für jede Figur. Gegner werden durch wiederholte Angriffe geschwächt, was zusätzliche Risiken und Erholungsmöglichkeiten schafft und den Spielfluss nachhaltig verändert.
Gameplay
Im Mittelpunkt steht die Verwaltung von drei Aktionen pro Zug, wobei der erste Spieler zu Beginn nur eine Aktion nutzen kann. Damit lassen sich Figuren voranbringen, Angriffe vorbereiten oder direkte Schläge ausführen. Jeder Treffer verursacht zufälligen Schaden, und die angegriffene Figur kann sofort kontern. Dadurch wird jede Auseinandersetzung zu einer Abwägung, da ein zu aggressives Vorgehen die eigenen Einheiten der Gegenwehr aussetzt.
Die klassischen Xiangqi-Bewegungsregeln bleiben erhalten. Pferde benötigen freie Bahn für ihre L-förmigen Sprünge, Elefanten bleiben auf ihrer Bretthälfte, und Soldaten dürfen nach dem Überqueren des Flusses seitwärts ziehen. Der Palast begrenzt General und Berater, während die fliegende-General-Regel direkte Konfrontationen über die Brettmitte verhindert. Kanonen bewegen sich wie Wagen, brauchen aber genau eine dazwischenliegende Figur zum Angriff; bei einem tödlichen Treffer springen sie auf das Zielfeld.
Da es kein Schachmatt gibt, endet das Spiel erst, wenn der General eines Spielers keine Trefferpunkte mehr hat. Schach dient lediglich als Warnung. Zufallsschaden und Konter-Mechanik sorgen für anhaltende Spannung und zwingen Spieler, Aggression und Erhalt der eigenen Kräfte gegeneinander abzuwägen.
Spielmodi
Im Einzelspieler-Modus stehen vier CPU-Stufen zur Verfügung: Schwach, Normal, Stark und Experte. Sie bieten abgestufte Herausforderungen, um die veränderten Mechaniken zu erlernen oder Taktiken ohne äußeren Druck zu verfeinern.
Im Mehrspielermodus lassen sich direkte Partien mit Freunden über Einladungen oder Raumcodes starten. Die Implementierung nutzt deterministische Lockstep-Synchronisation, um konsistente Zustände zu gewährleisten, und unterstützt Wiederverbindungen bei Verbindungsabbrüchen. Öffentliches Matchmaking oder Ranglisten sind im aktuellen Build nicht enthalten.
Anpassung und Regeln
Spieler können Schadensvarianz, Konter-Erfolgschancen und die Anzahl der Aktionen pro Zug anpassen. Trefferpunkte, Angriff und Verteidigung jeder Figur lassen sich einzeln bearbeiten. Weitere Schalter erlauben Änderungen an Kernregeln wie dem Verbot direkter Konfrontation. So lässt sich das Spielerlebnis von nahezu klassischem Xiangqi bis hin zu stark variablen Partien gestalten.
Die Sprachunterstützung umfasst Vereinfachtes Chinesisch, Traditionelles Chinesisch, Japanisch und Englisch und erhöht damit die Zugänglichkeit für verschiedene Spielergruppen.
Lohnt sich das Spiel?
Damage Xiangqi spricht Spieler an, die Xiangqi schätzen, aber tiefere taktische Abfolgen und weniger entscheidende Einzelzüge wünschen. Die drei Aktionen pro Zug und das gesundheitsbasierte Kampfmodell belohnen sorgfältige Planung und Anpassung an zufällige Ergebnisse. Die CPU-Gegner auf mehreren Schwierigkeitsstufen bieten solide Übungsmöglichkeiten, während Online-Partien mit Freunden direkte Konkurrenz bei stabiler Verbindung ermöglichen.
Da sich das Spiel noch im Early Access befindet, konzentriert sich der Funktionsumfang auf die beschriebenen Systeme; weitere Inhalte wie saisonale Updates oder erweiterte Modi sind derzeit nicht bestätigt. Wer eine durchdachte, anpassbare Variante des klassischen Brettspiels sucht, wird die Kernschleife besonders dann als spannend empfinden, wenn Positionskontrolle und Risikomanagement im Vordergrund stehen. Wer klassische Schläge oder schnellere Partien bevorzugt, greift besser auf unveränderte Xiangqi-Varianten zurück.