Enter the Gungeon ist ein Bullet-Hell-Roguelike-Shooter für die PS4. Spieler steuern einen von mehreren Gungeoneers durch prozedural generierte Stockwerke eines waffenverrückten Dungeons, auf der Suche nach einer legendären Waffe, die vergangene Fehler auslöschen kann. Das Spiel kombiniert präzises Shoot-'em-up-Gameplay mit typischen Roguelike-Elementen wie Permadeath und umfangreicher Item-Vielfalt - jede Run belohnt schnelle Reflexe und das Erkennen von Angriffsmustern.
Gameplay
Im Zentrum steht die Navigation durch miteinander verbundene Räume voller Gegner, die als Gundead bekannt sind. Das Kampfgeschehen erfordert ständige Bewegung, da Projektile in dichten Mustern den Bildschirm füllen. Jede Run beginnt mit einem ausgewählten Charakter und dessen Startwaffen, doch im weiteren Verlauf tauchen neue Schusswaffen und passive Effekte auf, die den Spielstil spürbar verändern.
Wichtige Mechaniken sind der Dodge-Roll, der kurzzeitig unverwundbar macht, sowie die Möglichkeit, Tische umzuwerfen und als Deckung zu nutzen. Mit begrenzten Blanks lassen sich alle Projektile in einem Raum auf einmal beseitigen, wenn die Lage kritisch wird. Das Sammeln von Loot sorgt für Fortschritt über mehrere Runs hinweg: Freigeschaltete Items und Synergien erweitern die Möglichkeiten für spätere Versuche. Die Schleife dreht sich um das Überleben mehrerer Stockwerke, Bosskämpfe und Ressourcenmanagement in einer Mischung aus handgefertigten Raumvorlagen und prozeduraler Generierung.
Spielmodi
Mehrere eigenständige Modi erweitern das Grundspiel. Im Boss Rush treten Spieler ausschließlich gegen aufeinanderfolgende Bosse an, ohne dazwischenliegende Stockwerke. Der Challenge Mode versieht jeden Raum mit zufälligen Modifikatoren - etwa verändertem Gegnerverhalten oder Umgebungseffekten -, um die Schwierigkeit zu erhöhen. Turbo Mode beschleunigt das gesamte Tempo für intensivere, schnellere Sessions.
Im Rainbow Mode werden alle Truhen in hochwertige Rainbow-Varianten verwandelt, die starke Items garantieren, dafür aber den Zugriff auf normale Truhen sperren. Der Koop-Modus ermöglicht es zwei Spielern, gleichzeitig jeweils einen eigenen Gungeoneer durch dieselben prozedural generierten Bereiche zu steuern. Weitere Optionen wie Arsenal Mode und Gun Test Mode bieten zusätzliche Abwechslung beim Testen von Waffen oder bei strukturierten Herausforderungen.
Fortschritt und Inhalt
Vier Gungeoneers stehen zu Beginn zur Auswahl, jeder mit eigenen Startwaffen und passiven Eigenschaften: der Marine, die Convict, der Hunter und der Pilot. Diese Unterschiede beeinflussen die frühe Strategie, während grundlegende Systeme wie Blanks und Tisch-Umwerfen für alle Charaktere gleich gelten. Durch wiederholte Runs werden weitere Items, Waffen und Geheimnisse freigeschaltet, die künftige Versuche bereichern und neue Synergien ermöglichen.
Der Gungeon selbst verbindet feste Design-Elemente mit Zufall, sodass sich kaum zwei vollständige Durchläufe gleichen. Händler und versteckte Räume bieten weitere Gelegenheiten, Power-ups oder Hinweise zu erhalten. Nach dem Release erschienene Updates haben neue Items, Waffen und Modi hinzugefügt, ohne die grundlegende Struktur des Spiels zu verändern.
Lohnt sich das Spiel?
Enter the Gungeon bietet eine anspruchsvolle, aber lohnende Schleife für Spieler, die präzises Schießen und die Anpassung an prozedurale Herausforderungen schätzen. Die große Anzahl an Waffen und Items ermöglicht Hunderte einzigartiger Runs, während der Koop-Modus eine Option für gemeinsames Spielen bietet. Die Rezeption lobt vor allem die präzise Steuerung, die kreativen Gegner- und Waffendesigns sowie das starke Fortschrittssystem durch Freischaltungen.
Das Spiel ist weiterhin auf der PS4 mit sämtlichem nachgereichtem Content erhältlich und stellt damit ein rundes Gesamtpaket für Fans von Bullet-Hell-Mechaniken und Roguelike-Tiefe dar. Es richtet sich an erfahrene Spieler, die mit häufigen Neustarts und musterbasiertem Kampf umgehen können, weniger an jene, die leichtere Erfahrungen suchen.