Green Hell ist eine Open-World-Survival-Simulation im Amazonas-Regenwald für die Nintendo Switch. Spieler übernehmen die Rolle von Jake, der nach einer Notlandung mit seiner Partnerin Mia in der dichten Dschungelwildnis zurechtkommen und dabei körperliche Bedürfnisse sowie mentale Belastung im Blick behalten muss.
Gameplay
Im Mittelpunkt steht ein realistisches Überlebenssystem, das sich an echten Dschungelbedingungen orientiert. Spieler sammeln Rohstoffe, fertigen Werkzeuge und Gegenstände an, bauen Unterschlupfe, jagen oder fangen Tiere zur Nahrungsbeschaffung und bereiten Wasser auf. Gefahren wie giftige Tiere, Infektionen, Wunden mit spezifischen Behandlungsanforderungen und Parasiten, die die Gesundheit über längere Zeit beeinträchtigen, gehören zum Alltag. Ein Sanity-System berücksichtigt Isolation und Stress und beeinflusst Verhalten und Entscheidungen bei längeren Spielzeiten.
Die Erkundung führt durch verschiedene Schichten des Regenwalds - Flüsse, dichtes Unterholz und versteckte Pfade. Beim Bauen geht es von einfachen Unterständen bis hin zu komplexeren Konstruktionen aus Holz, Blättern und Ranken. Im Kampf kommen improvisierte Waffen gegen Raubtiere zum Einsatz, während das Crafting auch Rüstungen und nützliche Gegenstände ermöglicht. Die Simulation legt den Fokus auf Vorbereitung und Beobachtung statt auf direkte Kämpfe.
Spielmodi
Im Story-Modus begleitet man Jake und Mia auf ihrer Reise, bei der sie Kontakt zu indigenen Stämmen aufnehmen und die Hintergründe ihrer Lage aufklären wollen. Geführte Aufgaben führen durch die gemeinsame Open-World-Karte, die sowohl im Einzel- als auch im kooperativen Mehrspielermodus nutzbar ist.
Der Survival-Modus versetzt Spieler ohne Story-Elemente in den Dschungel und stellt das Überleben durch Ressourcenmanagement und Basisbau in den Mittelpunkt. Er ist im Einzel- und Mehrspielermodus verfügbar. Der Challenges-Modus bietet eine Reihe zeitlich begrenzter Einzelspieler-Aufgaben, bei denen bestimmte Gegenstände gebaut oder besondere Überlebensleistungen unter Einschränkungen erbracht werden müssen.
Die Schwierigkeitsgrade passen die Intensität aller Modi an. „A Walk In The Park" reduziert Bedrohungen durch Tiere und Raubtiere und verlangsamt den Nahrungsverbrauch. „Welcome To The Jungle" bietet ein ausgewogenes Erlebnis mit den üblichen Gefahren. Höhere Stufen wie „King of the Jungle" und „Green Hell" erhöhen die Risiken durch Umwelt, Wildtiere und Sanity-Effekte und sorgen für anspruchsvolleres Gameplay.
Erkundungs- und Überlebenssysteme
Die Amazonas-Umgebung bietet abwechslungsreiches Gelände, das Bewegung und Ressourcenverteilung beeinflusst. Spieler beobachten Statusbalken für Hunger, Durst, Energie und Gesundheit und behandeln Probleme wie Lebensmittelvergiftungen oder Blutungen durch gezieltes Crafting. Die mentale Gesundheit stellt eine weitere Ebene dar - längere Isolation ohne Ruhe oder soziale Interaktion im Mehrspielermodus kann negative Auswirkungen haben.
Im Mehrspielermodus ist kooperatives Bauen und Ressourcenteilen möglich, wobei jeder Spieler weiterhin für seine eigenen Überlebensbedürfnisse verantwortlich bleibt. Die Nintendo-Switch-Version behält diese Systeme bei und passt die Steuerung an Handheld- und TV-Modus an. Einige Spieler bemerken jedoch die nötige Präzision bei den Crafting-Menüs.
Lohnt sich das Spiel?
Green Hell richtet sich an Spieler, die anspruchsvolle und detailreiche Survival-Simulationen ohne umfangreiche Tutorials oder nachsichtige Mechaniken suchen. Die geprüften Modi und Systeme bieten konstante Tiefe für alle, die realistisches Dschungel-Management und Open-World-Erkundung auf der Nintendo Switch erleben möchten.
Die Switch-Version erschien 2020 und erhielt nicht den vollen Umfang späterer Content-Updates anderer Plattformen. Die Rezeption hebt den hohen Schwierigkeitsgrad als Stärke für eingefleischte Fans hervor, während Steuerung und Performance typische Einschränkungen der Portierung darstellen. Das Spiel bleibt eine starke Wahl für lange Einzel- oder Kleingruppen-Sessions mit Fokus auf langfristiges Überleben statt kurzer Runden oder storylastiger Erlebnisse.