Hitman: Codename 47 ist ein Third-Person-Stealth-Actionspiel, in dem Spieler die Kontrolle über Agent 47 übernehmen - einen genetisch erschaffenen Auftragsmörder, der für eine geheime Organisation arbeitet. Im Mittelpunkt steht das Planen und Ausführen von Auftragsmorden, bei denen Umgebungsnutzung und präzises Vorgehen wichtiger sind als offene Kämpfe.
Gameplay
Im Kern geht es darum, in Zielgebiete einzudringen, die Zielpersonen zu identifizieren und unerkannt wieder zu entkommen. Die detaillierten 3D-Umgebungen lassen sich zu Fuß oder im Schleichmodus erkunden, der Geräusche minimiert. Verkleidungen sind entscheidend: Wer Wachen oder Zivilisten ihre Kleidung abnimmt, kann sich in gesperrten Bereichen bewegen, ohne Verdacht zu erregen.
Das Kampfarsenal reicht von lautlosen Werkzeugen wie Draht und Messer bis hin zu Pistolen und Maschinenwaffen. Schalldämpfer unterstützen den heimlichen Ansatz, während Spieler, die Alarm vermeiden, mit höheren Belohnungen rechnen können. Ein integriertes Wirtschaftssystem ermöglicht es, verdientes Geld vor jedem Auftrag für zusätzliche Waffen, Ablenkungsmanöver, Fallen oder Unterstützungspersonal am Schwarzmarkt auszugeben.
Die KI der Gegner reagiert auf Geräusche, Sichtkontakt und ungewöhnliche Vorgänge, sodass Spieler ständig ihre Route und ihr Timing anpassen müssen. Ein separates Trainingsmodul hilft, Waffenhandhabung und Bewegungsabläufe vor den Missionen zu üben. Die Geschichte erstreckt sich über fünf Kapitel, die nach und nach 47s Herkunft und die Hintergründe seiner Organisation enthüllen - unterstützt durch Zwischensequenzen und reife Themen.
Spielmodi
Das Spiel ist rein singleplayerbasiert und bietet keine Mehrspielermodi. Jeder Auftrag ist eine eigenständige Mission, bei der mehrere Wege zum Ziel führen. Wer komplett lautlos agiert, maximiert die Belohnung; direktere Methoden sind möglich, senken aber meist die Auszahlung und erhöhen das Risiko.
Der Fortschritt hängt von der Missionsleistung ab: Verdientes Geld beeinflusst die verfügbare Ausrüstung für die folgenden Kapitel. Das Design lädt dazu ein, Level erneut zu spielen und alternative Strategien auszuprobieren, ohne dass sich die eigentlichen Ziele ändern.
Handlung und Setting
Agent 47 startet als rätselhafte Figur mit kaum bekannter Vergangenheit und wird für prominente Auftragsmorde angeheuert. Die fünf Kapitel thematisieren Täuschung und genetische Experimente und enthüllen schrittweise, wie der Protagonist erschaffen wurde und welchen Zweck er erfüllt. Die Schauplätze reichen von urbanen Umgebungen bis hin zu abgelegenen Einrichtungen und passen sich den taktischen Anforderungen der jeweiligen Mission an.
Die Grafik nutzt die Engine-Stärken bei Physiksimulation, Charakterdeformationen, detaillierten Waffenmodellen und flüssigen Animationen, um ein überzeugendes Gefühl von Präsenz bei Infiltrationen und Konfrontationen zu erzeugen.
Lohnt sich das Spiel?
Hitman: Codename 47 richtet sich an Spieler, die methodische Stealth-Erfahrungen schätzen und mit veralteten Steuerungselementen sowie einer älteren Benutzeroberfläche umgehen können. Kritiken loben das fordernde, aber befriedigende Gameplay, sobald man die Muster durchschaut hat - Geduld und Beobachtungsgabe zählen mehr als schnelle Reflexe. Wer die polierten Systeme späterer Teile gewohnt ist, könnte die ursprünglichen Mechaniken als frustrierend empfinden, doch das Spiel vermittelt nach wie vor die Grundprinzipien von Verkleidungs-Infiltration und mehrwegigen Missionsdesigns.
Über Steam läuft das Spiel auf modernen PCs und benötigt keine zusätzlichen Updates oder saisonalen Inhalte. Es spricht vor allem Fans klassischer Actiontitel an, die den Reiz darin sehen, ein eigenständiges Regelwerk ohne moderne Komfortfunktionen zu meistern.