I Am Cat ist ein VR-Simulations- und Abenteuerspiel, in dem man als Katze durch ein detailliert gestaltetes Haus streift. Als Indie-Titel mit Casual- und Sandbox-Elementen setzt es auf freies Herumspielen statt fester Ziele und lässt Spieler katzentypische Verhaltensweisen in einer einzigen, interaktionsreichen Umgebung ausleben.
Gameplay
Im Mittelpunkt steht die Bewegung durch Omas Haus mit VR-Controllern, die als Pfoten fungieren. Damit lassen sich Sprünge, Klettereien und das Greifen von Gegenständen mit realistischer Physik umsetzen. Vasen umstoßen, Oberflächen zerkratzen, Dinge werfen oder klauen - all das gehört zum Alltag in den verschiedenen Räumen, die versteckte Details und kleine Aufgaben bereithalten. Sobald Granny auf die Unruhe aufmerksam wird, kommen Stealth-Aspekte ins Spiel: Man kann ihr ausweichen oder sich mit ihr anfreunden. Überall im Haus sind Minispiele eingebaut, etwa ein Balltritt oder das Jagen kleiner Ziele, die sich nahtlos in die Umgebung einfügen.
Die Physik sorgt dafür, dass fast jeder Gegenstand auf die Pfoten reagiert und so immer wieder neue Interaktionen entstehen. Quests bestehen aus einfachen Rätseln oder katzentypischen Aufgaben, die zum Erkunden anregen, ohne präzise Timing oder Kampfmechaniken zu verlangen. Die gesamte Erfahrung bleibt im Alltag des Haushalts verankert - Rennen, Springen und kleine Störungen bilden die Hauptbeschäftigung.
Spielmodi
Im Einzelspielermodus erkundet man das Haus allein, löst Quests, entdeckt Geheimnisse und probiert in eigenem Tempo verschiedene Herangehensweisen aus, besonders im Umgang mit Granny.
Der Multiplayermodus erweitert das Sandbox-Erlebnis auf bis zu 20 Spieler gleichzeitig. Im selben Haus können alle zusammen oder gegeneinander agieren, was das Chaos und die sozialen Interaktionen verstärkt, während die grundlegenden Bewegungs- und Interaktionsmechaniken unverändert bleiben.
Wichtige Mechaniken und Features
Die physikbasierten Interaktionen sind das Herzstück: Bücher fliegen durch die Gegend, Möbel reagieren auf Kratzer - fast alles reagiert dynamisch auf die Spieleraktionen. Stealth- und Beziehungsentscheidungen gegenüber Granny bieten zusätzliche Abwechslung, je nachdem, ob man lieber unauffällig bleibt oder Freundschaft schließt. Die Steuerung ist bewusst intuitiv gehalten und übersetzt natürliche Gesten direkt in katzentypische Bewegungen, ohne komplizierte Tastenkombinationen.
Quests und Geheimnisse sind über die Räume verteilt, bleiben aber optional und leicht gehalten. Die Minispiele bieten kurze Abwechslung, die sich sowohl solo als auch im Multiplayer natürlich in den Spielablauf einfügen.
Lohnt sich das Spiel?
I Am Cat richtet sich an Spieler, die eine entspannte VR-Erfahrung mit skurrilen, niedrigschwelligen Aktivitäten suchen, statt intensiver Herausforderungen oder langer Kampagnen. Der lockere Simulationsstil spricht besonders jene an, die gerne mit Physik und Tier-Rollenspiel in einem begrenzten Raum experimentieren. Auf dem PC fiel die Resonanz gemischt aus: Viele loben den Kernspaß, bemängeln aber die vergleichsweise wenigen Updates im Vergleich zu anderen Plattformen. Das Spiel ist weiterhin käuflich erhältlich, wird regelmäßig reduziert und eignet sich dank seiner kurzen Sitzungen gut für gelegentliches Spielen. Wer Indie-VR-Sandboxes mit Fokus auf Alltagsstreiche und einfache Quests mag, wird hier am meisten Freude haben. Wer dagegen hohe Produktionswerte oder umfangreichen Content erwartet, sollte gegebenenfalls zuerst eine Demo ausprobieren.