Kerbal Space Program 2 ist eine Weltraum-Simulation, in der Spieler Raumschiffe konstruieren und deren Flüge mit realistischer Physik in einem Planetensystem steuern.
Gameplay
Im Mittelpunkt steht der Bau von Fahrzeugen aus modularen Bauteilen in einem eigenen Editor. Spieler wählen Antriebe, Tanks, Steuerungselemente und Strukturkomponenten aus und starten anschließend von einer zentralen Basis. Während des Flugs müssen Schub, Kurskorrekturen und Verbrauch überwacht werden, während Gravitation und Luftwiderstand beim Start und Wiedereintritt berücksichtigt werden.
Im All erfordert die Simulation präzise Manöver, um stabile Umlaufbahnen oder Transferwege zwischen Himmelskörpern zu erreichen. Landungen verlangen kontrolliertes Abbremsen und Ausrichten, um Strukturschäden auf unebenem Gelände zu vermeiden. Fehlschläge entstehen meist durch Konstruktionsfehler wie unzureichenden Schub, ungünstige Stufentrennung oder instabile Verbindungen.
Visuelle Anzeigen machen Belastungen, Treibstoffstände und Geschwindigkeitsvektoren sichtbar. Das Physikmodell bestimmt sämtliche Interaktionen - vom Zünden der Triebwerke bis zum Verhalten abgetrennter Stufen.
Spielmodi
Alle Sitzungen finden im Einzelspielermodus statt und konzentrieren sich auf wiederholtes Bauen und Testen von Missionen. Im freien Modus können beliebige Bauteilkombinationen ausprobiert und Starts ohne Einschränkungen wiederholt werden. Bei zielorientiertem Spiel setzen Spieler eigene Ziele wie das Erreichen einer Umlaufbahn, Vorbeiflüge oder Landungen auf verfügbaren Himmelskörpern.
Fortschrittsfunktionen erfassen abgeschlossene Manöver und gesammelte Messdaten, was zur ständigen Verbesserung der Konstruktionen anregt. Kooperative oder kompetitive Modi sind in der aktuellen Version nicht verfügbar.
Erkundungssysteme
Die Reisen beschränken sich auf das zentrale Sternensystem mit seinen Planeten und Monden. Navigation erfolgt über Bahnberechnungen, während Spieler mit Bordgeräten Beobachtungen sammeln. Treibstoffplanung und Vorkehrungen für Kursabweichungen gehören ebenfalls zur Ressourcenverwaltung.
Die Leistung der Fahrzeuge hängt von den gewählten Bauteilen ab und lässt sich so an unterschiedliche Umgebungen anpassen, etwa für Landungen bei hoher Schwerkraft oder Operationen im Vakuum. Der Schwerpunkt liegt auf der Lösung technischer Herausforderungen durch wiederholtes Testen, nicht auf erzählerischen Elementen.
Lohnt sich das Spiel?
Das Spiel richtet sich an Spieler, die physikalisch fundierte Simulation und iteratives Problemlösen im Weltraumkontext schätzen. Die aktuelle Early-Access-Version bietet funktionale Bau- und Flugwerkzeuge, enthält jedoch nicht die ursprünglich geplanten Zusatzsysteme. Seit der Schließung des zuständigen Studios sind keine weiteren Inhalte mehr erschienen.
Wer eine vollständige Spielprogression oder erweiterte Features erwartet, stößt auf Einschränkungen in Umfang und Stabilität. Spieler, die sich für die Grundlagen des Raketenbaus und der Orbitalnavigation interessieren, können die vorhandenen Werkzeuge dennoch nutzen, sofern sie mit einem unfertigen Produkt rechnen. Das Spiel belohnt Geduld und Lernen durch Versuch und Irrtum mehr als eine auf Hochglanz polierte Präsentation.